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| AG Kino-Gilde gegen Subventionierung des Babylon-Mitte | | (22.12.09)
Der Vorstand der AG Kino – Gilde deutscher Filmkunsttheater wendet sich mit einem Brief an die Berliner Senatsverwaltung für Kultur entschieden gegen die erneute Subventionierung des Kinos Babylon-Mitte in Berlin, das seit Jahren aufgrund seiner Mischform als kommunal subventioniertes und als gewerbliches (Programm-)Kino für Schlagzeilen sorgt, da diese Konstruktion als stark wettbewerbsverzerrend gesehen wird. Die Entscheidung der Berliner Kulturverwaltung, die Förderung des Kinos Babylon-Mitte um 30.000 EUR zweckgebunden zur Finanzierung von Lohnsteigerungen zu erhöhen, ist für die gewerblichen Programm- und Filmkunstkinobetreiber in Berlin unverständlich und angesichts der damit verbundenen Wettbewerbsverzerrungen inakzeptabel. - Der ganze Wortlaut des Briefes hier...
| Statement des Vorstands zur Erhöhung der Subventionen für das
Berliner Kino Babylon-Mitte
Die Entscheidung der Berliner Kulturverwaltung, die Förderung des Kinos Babylon-Mitte um 30.000 EUR zweckgebunden zur Finanzierung von Lohnsteigerungen zu erhöhen, ist für die gewerblichen Programm- und Filmkunstkinobetreiber in Berlin unverständlich und angesichts der damit verbundenen Wettbewerbsverzerrungen inakzeptabel.
Von Beginn an stieß die Konstruktion des Babylon-Mitte als teils kommunales, teils gewerbliches Kino auf Grund der damit inhärenten Marktbeeinflussung auf Unbehagen und Skepsis. Mit der Teilsubventionierung der Löhne auch für seinen gewerblichen Teil erreicht dies aber nun eine neue Dimension.
Mehr als bedenklich ist überdies, dass das Babylon-Mitte mit seinem Auftreten der Kinowirtschaft und dem kulturellen Anspruch von Kino zunehmend schadet. Die negative Presse und Außenwirkung des Kinos Babylon-Mitte wirkt sich immer mehr auf die Wahrnehmung der Kinos insgesamt aus. Besonders betroffen davon sind kleine Programmkinos und das gleichnamige Kino Babylon in Kreuzberg.
Es ist politisch skandalös und ein Affront gegen alle gewerblichen Kinobetreiber, wenn die Betreiber nun für ihr Verhalten mit einem weiteren Wettbewerbsvorteil belohnt werden.
Der Vorstand der AG Kino – Gilde deutscher Filmkunsttheater fordert daher den Senat und das Abgeordnetenhaus auf, die Konstruktion des Babylon-Mitte sowie die Lohnsubventionierung nochmals grundsätzlich zu überprüfen und erwartet den Mut, als unrichtig erkannte Entscheidungen zu korrigieren. Sollte die Lohnsubventionierung Bestand haben, ist ein adäquater Nachteilsausgleich für die gewerblichen Programmkinobetreiber geboten.
Im Übrigen behalten sich der Verband und seine Mitglieder rechtliche Schritte gegen diesen Entscheid vor.
Berlin, 18. Dezember 2009
Der Vorstand der AG Kino – Gilde deutscher Filmkunsttheater e.V.
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