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50 Jahre Filmförderungsanstalt
(7.3.2018)
Gestern vor 50 Jahren am 6. März 1968 wurde auf Grundlage des vom Deutschen Bundestag beschlossenen Filmförderungsgesetzes (FFG) die Filmförderungsanstalt (FFA) gegründet. Bei der Feier im Pierre Boulez Saal der Barenboim-Said-Akademie mit rund 500 Gästen betonten FFA-Präsident Bernd Neumann und Kulturstaatsministerin Monika Grütters die Bedeutung der Filmförderung. FFA-Präsident und Kulturstaatsminister a. D. Bernd Neumann wies in seiner Begrüßungsrede darauf hin, „dass die FFA in den zurückliegenden fünf Jahrzehnten ganz entscheidend zum wirtschaftlichen Erfolg und dem kulturellen Ansehen des deutschen Films im In- und Ausland beigetragen hat – und zu einem wichtigen und zuverlässigen Partner der deutschen Filmwirtschaft geworden ist.“ Staatsministerin für Kultur und Medien, Monika Grütters: „Mit der Gründung heute vor genau 50 Jahren wagte man ein filmpolitisches Experiment: Die FFA war die erste abgabefinanzierte, vom Solidargedanken getragene Filmförderungsanstalt weltweit. Bis heute ist sie die einzige Institution dieser Art geblieben, die auf ein echtes Miteinander der Branche baut. Das zahlt sich aus. Trotz wachsender medialer Konkurrenz für den Kinofilm hat sich dessen deutscher Marktanteil bei weit über 20 Prozent stabilisiert - und seit vier Jahren steigt auch die Zahl der Kinoleinwände wieder kontinuierlich an.“
Monika Grütters: „Die FFA hat filmkünstlerische wie auch filmpolitische Geschichte geschrieben. Sie hat sich hohes Ansehen in der Branche erworben und ist zu einer unverzichtbaren Partnerin für die Filmpolitik geworden. Als Institution, die den Kinofilm als eine der wirkmächtigsten künstlerischen Ausdrucksformen nachdrücklich fördert, gestaltet sie Kultur- und Filmpolitik, um wirtschaftliche Interessen und künstlerische Ambitionen in Einklang zu bringen. Es ist gerade die stetige künstlerische Erneuerung des deutschen Films, die seine gezielte Förderung über die Filmförderungsanstalt rechtfertigt.“
 
Zur Filmförderung führte die Staatsministerin weiter aus: „Heute verantwortet die FFA mit ihrer Expertise die mittlerweile bundesweit größte Filmförderung, die es jemals in Deutschland gab: den mit voraussichtlich bald 125 Millionen Euro Fördermitteln ausgestatteten Deutschen Filmförderfonds (DFFF) und die kulturelle Filmförderung, deren massive Stärkung ich 2016 erreichen konnte. Damit stehen nun jährlich rund 150 Millionen Euro allein für die Produktionsförderung aus meinem Kulturhaushalt bundesseitig zur Verfügung. Die FFA hat für den Film eine Menge bewegt. Applaus und Anerkennung, Scheinwerferlicht und Schulterklopfen gebühren deshalb zu diesem 50. Jubiläum ausnahmsweise nicht in erster Linie den Filmkünstlerinnen und Filmkünstlern, sondern heute der FFA und unserer deutschen Filmförderung.“

Bernd Neumann: „Seit fünf Jahrzehnten tragen die Förderungsmaßnahmen der FFA von der Entstehung des Drehbuchs über die Entwicklung und Herstellung bis hin zur Vermarktung und Verbreitung des Films in den Kinos bei. Zudem ist die FFA mit vielen weiteren Aufgaben zu einem zentralen Dienstleister der gesamten Filmwirtschaft in Deutschland geworden. Und es ist die Filmbranche selber, die die FFA und ihre Fördertätigkeit seit 50 Jahren mit ihrer Filmabgabe finanziert – und die auch will, dass sie weiter besteht. Es handelt sich eben nicht um Steuergelder, die die FFA vergibt.“ Der Kinofilm sei nicht nur Kultur, sondern auch Wirtschaftsgut und präge als Exportgut natürlich auch die Wahrnehmung Deutschlands im Ausland. Bernd Neumann: „Deutsche Kinofilme benötigen – wie in anderen Filmnationen auch – staatliche Unterstützung. Die Ankündigung des Bundes einer weiteren Erhöhung der Fördermittel ist im Hinblick auf die internationale Wettbewerbsfähigkeit genau das richtige Signal. Der kürzlich – nun endgültig verabschiedete – Koalitionsvertrag enthält zukunftsweisende Aussagen zum Film, das kann man aus Sicht der Filmwirtschaft nur begrüßen!“ Inmitten einer medialen Überflutung sei es angesichts der rasanten Entwicklung der Neuen Medien eine der großen Herausforderungen, dass es auch in Zukunft anspruchsvolle und unterhaltsame Filme für Menschen aller Altersgruppen in den Kinos zu sehen gibt. „Kino ist und bleibt der Premium-Ort, und der Kinofilm muss geschützt, gestärkt und erhalten werden, damit es auch in Zukunft einen Platz für den Film auf der großen Leinwand gibt. Dieses bleibt die Aufgabe der FFA auch in Zukunft“, betont Neumann.

Die FFA beschäftigt heute 65 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Im Haushalt des laufenden Jahr sind rund 74 Mio. Euro für Fördermaßnahmen vorgesehen.