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Eine ganz eigene Interpretation des Geschmack des Lebens
AG Kino - Gilde e.V. zum Koalitionsvertrag: „Sehr gutes Signal für den Kulturstandort Deutschland!“
(8.2.2018)
Mit großer Freude reagiert die AG Kino-Gilde, der Verband der deutschen Arthousekinos, auf die Ankündigung im Koalitionsvertrag, den „Kulturort Kino“ durch ein „Zukunftsprogramm Kino“ zu “stärken und zu erhalten“. Dies sei ein „sehr gutes Signal für den Kulturstandort Deutschland“, so der Verbandsvorsitzende Dr. Christian Bräuer. (Foto) „Mit ihren vielfältigen Programmen tragen die Kinos maßgeblich zu einer lebendigen Gesellschaft bei“, so Bräuer weiter. „Doch Kinos sind wie Bühnen auch teure Immobilien. Die gegenwärtige Erlösstruktur gerade im mittelständischen Segment der Arthouse- und Landkinos reicht nicht aus, um die erforderlichen Investitionen in innovative Technik und Modernisierung der Ausstattung aus eigener Kraft zu stemmen.“
Dabei bieten die Kinos, so die AG Kino-Gilde, ein großes Potential für den Kultur- und Filmstandort Deutschland. Sie sind nicht nur kollektive Orte der Begegnung, des Lernens und der Diskussion, sie sind nach wie vor auch die Lokomotive für die Sichtbarkeit von Filmen. Zudem gehören sie zu den seltenen kollektiven Räumen, wo sich Kulturschaffende und Publikum auch außerhalb der Metropolen begegnen.
 
„Wir müssen die Kinos als Kulturort ebenso fördern wie die Theaterhäuser“, betonte auch die Präsidentin der Akademie der Künste und Filmemacherin Prof. Jeanine Meerapfel bei dem Akademie-Gespräch unter dem Titel „Es lebe das Kino!“ in dieser Woche in Berlin.
 
In diesem Zusammenhang lobt die AG Kino-Gilde zudem das jüngst in Berlin-Brandenburg  aufgelegte Programm vom Medienboard Berlin-Brandenburg zur Förderung von Kinoinvestitionen. Auch in Hessen soll ein solches Investitionsprogramm insbesondere für Landkinos und Programmkinos geschaffen werden. Bislang haben insbesondere Bayern, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen Kinoinvestitionsprogramme.
 
„Angesichts des raschen Wandels müsse nun zügig die Frage der Umsetzung eines solchen Zukunftsprogramms und seine finanzielle Ausstattung geklärt werden“, so Christian Bräuer.