NEU in Programmkinos
Der Vorname
Sönke Wortmanns Neuverfilmung der Gesellschaftssatire um einen etwas besonderen Vornamen
Nanouk
Eine bildgewaltige Reise in den Norden Sibiriens
The Guilty
Intensiver Entführungsthriller aus Dänemark
Girl
Drama um einen Jungen auf dem Weg, eine Frau und Ballerina zu werden
Dogman
Nach „Gomorrha“ der neue Film von Regisseur Matteo Garrone
Champagner und Macarons
Ein Gartenfest in bester Gesellschaft
A Fábrica de Nada
Portugiesisches Sozialdrama vor der Hintergrund der Wirtschaftskrise
DEMNÄCHST in Ihrem Kino
Moritz Daniel Oppenheim
Über das Werk und das Leben von Moritz Daniel Oppenheim
Der Affront
OSCAR-nominierte politische Parabal aus dem Libanon
Projekt: Antarktis
Drei Junge Männer auf der Reise ihres Lebens
Sorry Angel
Französisches Drama um eine Beziehung zwischen zwei sehr unterschiedlichen Menschen
BKM fördert Filmproduktionen
(24.7.2018)
Staatsministerin Monika Grütters fördert Spielfilmvorhaben mit 4,7 Millionen Euro: Am 20. und 21. Juni 2018 fand die Sitzung der Jury für Spielfilmförderung der Staatsministerin für Kultur und Medien statt. Aus insgesamt 33 eingereichten Anträgen auf Produktionsförderung wurden 11 programmfüllende Filmvorhaben und aus 39 Anträgen auf Drehbuchförderung neun Filmstoffe durch die Jury zur kulturellen Filmförderung vorgeschlagen. Den Empfehlungen der unabhängigen Jury folgend, fördert Staatsministerin Monika Grütters die nachfolgend genannten programmfüllenden Spielfilmvorhaben mit insgesamt 4, 7 Mio. Euro. Unter den geförderten Projekten befinden sich das Biopic „Mach dein Ding“ über das Leben des jungen Udo Lindenbergs unter der Regie von Hermine Huntgeburth, Franka Potentes Debütfilm „Home“ sowie die Literaturverfilmung des Schriftstellers Heinz Strunk „Der goldene Handschuh“, welche von Faith Akin inszeniert wird.

 
Die Förderungen im Einzelnen:
 
Produktion
 
„Der Goldene Handschuh“, Produktionsfirma: bombero international GmbH & Co. KG, Hamburg, Autor und Regisseur: Fatih Akin
Fördersumme: 300.000 Euro.
Inhalt: Die Geschichte eines Serienmörders und der Kneipe, in der er verkehrt: dem "Goldenen Handschuh" ... und der sehnsüchtigen und sentimentalen Lieder, die darin gespielt und geliebt werden - deutsche Schlager - die, die Gäste zu Tränen rühren.
 
„Home“, Produktionsfirma: Augenschein Filmproduktion GmbH, Köln, Autorin und Regisseurin: Franka Potente
Fördersumme: 500.000 Euro.
Inhalt: Nach mehr als 20 Jahren Haft macht sich Marvin Hacks (40) auf dem Weg  nach Hause - auf seinem Skateboard und im Adidas-Trainingsanzug, in dem er als Teenager verhaftet wurde. Er merkt schnell, dass die Kleinstadt seine Gräueltat auch nach zwei Jahrzehnten noch nicht ganz vergessen hat. Doch Marvin ist bereit, die Konsequenzen seiner Vergangenheit zu tragen. Koste es, was es wolle...
 
„Schwarzemilch“, Produktionsfirma: Sven Zellner u. Uisenma Borchu GbR, Holzkirchen, Autorin und Regisseurin: Uisenma Borchu
Fördersumme: 100.000 Euro.
Inhalt: Nach Jahren der Trennung treffen sich zwei Schwestern wieder. Die Eine kommt aus Westeuropa, die Andere aus der Wüste Gobi. Diese Kollision stellt ihre Welten auf den Kopf. Es beginnt ein Kampf um Liebe und Anerkennung.
 
„Mach dein Ding“, Produktionsfirma: Letterbox Filmproduktion, Hamburg, Autoren: Christian Lyra, Sebastian Wehlings, Regisseurin: Hermine Huntgeburth
Fördersumme: 200.000 Euro.
Inhalt: "Mach Dein Ding" erzählt die Reise des jungen Udo Lindenbergs, der davon träumt, ein großer Musiker zu werden. Zwischen den frühen Fünfzigerjahren im westfälischen Gronau bis ins Jahr 1973 in Hamburg, mit dem alles entscheidenden Auftritt des inzwischen 27-jährigen, liegen Abstürze und Wiederauferstehungen und große Verwandlungen.
 
„Iguana Tokyo“, Produktionsfirma: Bon Voyage Films GmbH, Hamburg, Autor und Regisseur: Kaan Müjdeci
Fördersumme: 330.000 Euro.
Inhalt: Tokyo, in naher Zukunft. Die gesamte Stadt, quer durch alle Schichten, ist dem Virtual Reality-Spiel M2 verfallen. Einer Kleinfamilie droht das Spiel nun zum Verhängnis zu werden. Denn wer das Spiel kontrolliert, kontrolliert die Familie, und schnell werden Liebe und familiäre Verbundenheit zu Eifersucht, Neid und Zwietracht zwischen Vater, Mutter und Tochter.
 
„Jean & Jeanne. Und Otto“, Produktionsfirma: Arden Film GmbH, Berlin, Autoren Christopher Roth, Jeanne Tremsal, Regisseur: Christopher Roth
Fördersumme: 450.000 Euro.
Inhalt: JEANNE (14) ist in einer Kommune aufgewachsen. Ihre Eltern leben in Stadtkommunen und kommen selten zu Besuch. Jeanne ist eine "Soldatin" der Kommune, aber es ändert sich alles, als ihr Ersatzvater und Gründer der Kommune Otto sie zu seinem Lieblingsmädchen machen will. Die Kommune wird zu einem Käfig, die Utopie einer neuen Gesellschaft zu einem reaktionären System. Dagegen lehnt sich Jeanne auf und emanzipiert sich.
 
„NÖ“, Produktionsfirma: Flare Film GmbH, Berlin, Autoren: Anna Brüggemann, Dietrich Brüggemann, Regisseur: Dietrich Brüggemann
Fördersumme: 700.000 Euro.
Inhalt: Dina und Michael sind Anfang 30. Er ist Arzt, sie ist Schauspielerin. In 15 Bildern, die voller surrealer Elemente sind, beobachten wir unsere Protagonisten, wie sie sich im Lauf der nächsten 7 Jahre durchs Leben lavieren. Ein Film über die Liebe und darüber, was das Kino kann: Seelenzustände beschreiben, die jenseits des Sichtbaren liegen, aber nicht weniger existent und ausschlaggebend für unseren Lebensweg sind.
 
„Dresden Short Cuts“, Produktionsfirma: Michael Klier-Film, Berlin, Autoren: Michael Klier, Karin Aström, Regisseur: Michael Klier
Fördersumme: 500.000 Euro.
Inhalt: Acht Menschen unterschiedlichster Herkunft sind in einem Netz emotionaler und finanzieller Abhängigkeiten verstrickt. Während die einen immer tiefer hineingeraten, versuchen sich die anderen davon zu lösen.
 
„Die Känguru-Chroniken“, Produktionsfirma: X Filme Creative Pool GmbH, Berlin, Autoren: Marc Uwe Kling, Dani Levy, Regisseur: Dani Levy
Fördersumme: 500.000 Euro.
Inhalt: Eine Komödie für 5-95jährige über die Freundschaft zwischen einem Kreuzberger Kleinkünstler und einem sprechenden, linksradikalen Känguru, die zusammen mit den speziellen Mietern ihrer Kreuzberger Villa Kunterbunt den Kampf gegen ihren neuen Vermieter, einen rechtspopulistischen Immobilienhai, aufnehmen.
 
„Marrying Grandma“, Produktionsfirma: Fireglory, Berlin, Autorin und Regisseurin: Shirel Peleg
Fördersumme: 350.000 Euro.
Inhalt: Eine Deutsche und ein Araber - die maximal unmögliche Partnerwahl für zwei Frauen in Israel: Großmutter und Enkeltochter kriegen sich darüber in die Haare, was Liebe darf und kann und stürzen sich alle anderen ins Chaos. Am Ende der turbulenten Familienfehde wird geheiratet!
 
„Zorro“, Produktionsfirma: Zischlermann Filmproduktion GmbH, Berlin,Autor und Regisseur: Ronny Trocker
Fördersumme: 500.000 Euro.
Inhalt: Eine moderne und junge europäische Vorzeigefamilie verbringt ein Wochenende in ihrem Ferienhaus am Meer, als die Frau und ihre Kinder im Haus Opfer eines dramatischen Überfalls werden. Es stellt sich bald heraus, dass jedes Familienmitglied die Geschehnisse unterschiedlich wahrgenommen hat, was die scheinbare Harmonie innerhalb der Familie schnell auf die Probe stellen soll.
 
Drehbuch
 
„Vertriebene“, Autorin: Anna Kruglova, Köln.
Fördersumme: 30.000 Euro.
Inhalt: Deutschland, 1992. Die Gynäkologin Angela Kuhlmann führt eine illegale Abtreibung durch - die Patientin behauptet, den Antichrist im Leib zu tragen - und nimmt den Embryo mit nach Hause. Von diesem Moment an fängt in ihrem Leben eine Reihe der seltsamen Vorfälle an…
 
„Das Angsttier“, Autorin: Lola Randl, Gerswalde.
Fördersumme: 30.000 Euro
Inhalt: Unter dem Druck als zukünftiger Vater sein Leben auf solide Beine stellen zu müssen, gebiert Jakob ein Angsttier. Ein tierhaftes Fantasiewesen in Frauengestalt, dem er zusehends stärker ausgeliefert ist.
 
„2027“, Autor: Jan Zabeil, Berlin
Fördersumme: 30.000 Euro
Inhalt: „2027“ ist die Geschichte einer 26-jährigen Deutsch-Amerikanischen Cellistin der Berliner Philharmoniker und Erbin einer der reichsten Familien der USA, die, mit dem Ziel den letzten Wunsch ihrer Großmutter umzusetzen, eine Revolution auslöst.
 
„Sommerschule“, Autoren: Jovan Arsenic und Freya Stewart, Berlin. Fördersumme: 30.000 Euro
Inhalt: Sommerschule ist die Geschichte der Vereinnahmung eines Flüchtlings und einer unmöglichen Liebe.
 
„Kein Wort“, Autorin: Hanna Slak, Berlin
Fördersumme: 30.000 Euro
Inhalt: Dirigentin Nina unterbricht Orchesterproben, um sich nach seinem Selbstmordversuch ihrem Sohn Lars zu widmen. Sie fahren auf eine kleine Insel. Nina findet heraus, dass Lars bei einem Mordfall in der Schule eine Rolle gespielt haben könnte. Ein Sturm zieht auf. Die Insel wird vom Land abgeschnitten.
 
„Der Affe und das Mädchen“, Autorin: Ann-Kristin Reyels, Berlin
Fördersumme: 30.000 Euro
Inhalt: Mimi hat vor allem einen Wunsch, sie will auf die Sportschule gehen. Dieser Wunsch wird sich nicht erfüllen. Wir begleiten Mimi durch ihre Tage und ihre Gedanken und bekommen so eine Idee davon, wie es war in einem Land zu leben, das es nicht mehr gibt.
 
„Robert Lampe“, Autoren: Harriet Meining und Peter Meining, Dresden
Fördersumme: 30.000 Euro
Inhalt: Der Film beschreibt Robert Lampe, der eine eigentümliche Beziehung zu Hasen hat, als Kind, Vater und Großvater in drei Zeitaltern. Als jagendes fröhliches Kind einer archaischen Sippe, als sadistischen Regisseuren ausgelieferter Schauspieler der Gegenwart und als alten Mann der fernen Zukunft, auf den Tod wartend - in einer Raumkapsel schwebend.
 
„Vatan (Vaterland)“, Autoren: Benjamin Hopkins und Atilla Oener, Berlin
Fördersumme: 30.000 Euro
Inhalt: Musa Xs Lebensreise von seiner Jugend in der Türkei bis zu seinen späteren Jahren in Berlin. Musa X ist Lahmacun-Verkäufer, rechts-nationalistischer Schlägertyp, Student, kommunistischer Aktivist, Häftling, Offizier, Kellner, Drogenkurier, Vater, Kasinoarbeiter, er ist Held und Antiheld zugleich.
 
„Eine Woche in Diyarbakir“, Autorin: Ayse Polat, Berlin
Fördersumme: 30.000 Euro
Inhalt: Der Found-Footage Film handelt von einem deutschen Regisseur, der in Diyarbakir einen Dokumentarfilm dreht. Seine kurdische Übersetzerin Leyla ist die Nachhilfelehrerin von Melek, deren Vater ein türkischer Geheimagent ist. Diese verhängnisvolle Konstellation lässt die paranoide Stimmung eskalieren.
 
 
Der Jury Spielfilm gehörten in der Sitzung an:
Natja Brunckhorst (Autorin und Schauspielerin, München),
Michael Meyns (Filmkritiker und -journalist, Berlin),
Martin Hagemann (Produzent, Berlin) und
Janine Jackowski (Produzentin, Berlin)
Linda Söffker (Berlinale, Leitung Perspektive Deutsches Kino, Berlin),