NEU in Programmkinos
Die Blüte des Einklangs
Eine märchenhafte Reise ins Innere der menschlichen Seele
Impulso
Dokumentation über die Flamenco-Tänzerin Rocío Molina
Luft
Queeres Coming-of-age-Drama
DEMNÄCHST in Ihrem Kino
Der goldene Handschuh
Fatih Akins Verfilmung des Romans von Heinz Strunk.
Vice - Der zweite Mann
Christian Bale als ehemalige US-Vizepräsident Dick Cheney - eine bitterböse Politfarce.
Der verlorene Sohn
Beklemmendes Drama über den Kampf eines jungen Mannes gegen Homophobie und für ein selbstbestimmtes Leben.
Can You Ever Forgive Me?
Komödie mit Melissa McCarthy als kratzbürstige Schriftstellerin, die sich mit Fälschungen durchs Leben schlägt.
Mein Bester & Ich
„Breaking Bad“-Star Bryan Cranston und Comedian Kevin Hart in der Neuverfilmung von „Ziemlich beste Freunde“.
Hotel Jugoslavija
Doku über das gleichnamige Hotel und eine Annäherung an den ehemaligen Vielstaatenbund,
Deutsche Filmförderer zum Öffentlich-rechtlichen Rundfunk
(1.10.2018)
In einer gemeinsamen Aktion haben die deutschen Filmförderer zur Definition des Programmauftrags des öffentlich-rechtlichen Rundfunks Stellung genommen. Angestrebte Strukturreformen dürften nicht zu Lasten des Films im Unterhaltungsangebot führen, warnen sie. - Die ganze Stellungnahme hier...

Stellungnahme der deutschen Filmförderer zur Definition des Programmauftrags des öffentlich-rechtlichen Rundfunks

Die deutschen Filmförderer erkennen die Notwendigkeit an, die Akzeptanz des Rundfunkbeitrags durch geeignete Reformen an Auftrag und Struktur des öffentlichen Rundfunks zu erhalten. Sie nehmen jedoch auch die Sorgen der Filmwirtschaft ernst, dass solche Reformen nicht zu einer Einschränkung des Programbereichs Unterhaltung und damit sinkenden Produktionsvolumina führen dürfen.

Unterhaltung ist ein unverzichtbarer und untrennbarer Bestandteil unserer Kultur, anspruchsvolle Unterhaltung – und mit ihr Filme und Serien – ist seit jeher das Markenzeichen des öffentlich-rechtlichen Fernsehens. Das gilt im Besonderen für den Film, in dem zeitgeschichtlich und gesellschaftspolitisch relevante Zusammenhänge in unterhaltsamer Form vermittelt werden. Eine Reduzierung des Unterhaltungsangebotes der öffentlich-rechtlichen Sender würde – im Wettbewerb mit den privaten Fernsehsendern und der zunehmenden Konkurrenz durch die Neuen Medien – unweigerlich zu einem fortschreitenden Rückgang des Zuschauerinteresses führen. Wenn jedoch eine Vielzahl von Menschen mit den verbleibenden Programmanteilen nicht mehr erreicht wird, wäre der verfassungsrechtlich sicherzustellende Grundauftrag des öffentlich-rechtlichen Fernsehens nicht mehr gewährleistet.

Eine Abwertung der Unterhaltung im Sendeauftrag und die Beschränkung von Unterhaltungsangeboten hätte zudem gravierende wirtschaftliche Folgen für die Leistungsfähigkeit der deutschen Filmwirtschaft, da die öffentlich-rechtlichen Sender nicht nur über Eigenproduktionen, sondern auch als Koproduzent für Kinofilme seit Jahrzehnten ein elementarer Partner der deutschen Filmwirtschaft sind. Viele bedeutsame Produktionen, die nicht nur wirtschaftlich, sondern auch kulturell im In- und Ausland erfolgreich waren, wären ohne die Beteiligung des Fernsehens nicht realisierbar gewesen.

Unterhaltung ist seit Jahrzehnten im öffentlich-rechtlichen Sendeauftrag fest verankert und trägt ganz wesentlich zur Akzeptanz des Programmangebotes bei. Im Interesse einer breit gefächerten Programmvielfalt von ARD und ZDF ist es daher dringend erforderlich, dass Unterhaltung – und so auch Filme und Serien – im öffentlich-rechtlichen Fernsehen auch zukünftig zentraler Bestandteil des Sendeauftrags bleiben.

Berlin, 30.09.2018

Peter Dinges, Filmförderungsanstalt

Dorothee Erpenstein, FilmFernsehFonds Bayern GmbH

Kirsten Niehuus, Medienboard Berlin-Brandenburg GmbH

Petra Müller, Film- und Medienstiftung NRW GmbH

Claas Danielsen, Mitteldeutsche Medienförderung GmbH

Maria Köpf, Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein GmbH

Carl Bergengruen, MFG Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg mbh

Thomas Schaeffer, nordmedia Film- und Mediengesellschaft Niedersachsen/Bremen mbH

Joachim Mendig, HessenFilm und Medien GmbH