NEU in Programmkinos
Der Vorname
Sönke Wortmanns Neuverfilmung der Gesellschaftssatire um einen etwas besonderen Vornamen
Nanouk
Eine bildgewaltige Reise in den Norden Sibiriens
The Guilty
Intensiver Entführungsthriller aus Dänemark
Girl
Drama um einen Jungen auf dem Weg, eine Frau und Ballerina zu werden
Dogman
Nach „Gomorrha“ der neue Film von Regisseur Matteo Garrone
Champagner und Macarons
Ein Gartenfest in bester Gesellschaft
A Fábrica de Nada
Portugiesisches Sozialdrama vor der Hintergrund der Wirtschaftskrise
DEMNÄCHST in Ihrem Kino
Moritz Daniel Oppenheim
Über das Werk und das Leben von Moritz Daniel Oppenheim
Der Affront
OSCAR-nominierte politische Parabal aus dem Libanon
Projekt: Antarktis
Drei Junge Männer auf der Reise ihres Lebens
Sorry Angel
Französisches Drama um eine Beziehung zwischen zwei sehr unterschiedlichen Menschen
Deutsche Filmförderer zum Öffentlich-rechtlichen Rundfunk
(1.10.2018)
In einer gemeinsamen Aktion haben die deutschen Filmförderer zur Definition des Programmauftrags des öffentlich-rechtlichen Rundfunks Stellung genommen. Angestrebte Strukturreformen dürften nicht zu Lasten des Films im Unterhaltungsangebot führen, warnen sie. - Die ganze Stellungnahme hier...

Stellungnahme der deutschen Filmförderer zur Definition des Programmauftrags des öffentlich-rechtlichen Rundfunks

Die deutschen Filmförderer erkennen die Notwendigkeit an, die Akzeptanz des Rundfunkbeitrags durch geeignete Reformen an Auftrag und Struktur des öffentlichen Rundfunks zu erhalten. Sie nehmen jedoch auch die Sorgen der Filmwirtschaft ernst, dass solche Reformen nicht zu einer Einschränkung des Programbereichs Unterhaltung und damit sinkenden Produktionsvolumina führen dürfen.

Unterhaltung ist ein unverzichtbarer und untrennbarer Bestandteil unserer Kultur, anspruchsvolle Unterhaltung – und mit ihr Filme und Serien – ist seit jeher das Markenzeichen des öffentlich-rechtlichen Fernsehens. Das gilt im Besonderen für den Film, in dem zeitgeschichtlich und gesellschaftspolitisch relevante Zusammenhänge in unterhaltsamer Form vermittelt werden. Eine Reduzierung des Unterhaltungsangebotes der öffentlich-rechtlichen Sender würde – im Wettbewerb mit den privaten Fernsehsendern und der zunehmenden Konkurrenz durch die Neuen Medien – unweigerlich zu einem fortschreitenden Rückgang des Zuschauerinteresses führen. Wenn jedoch eine Vielzahl von Menschen mit den verbleibenden Programmanteilen nicht mehr erreicht wird, wäre der verfassungsrechtlich sicherzustellende Grundauftrag des öffentlich-rechtlichen Fernsehens nicht mehr gewährleistet.

Eine Abwertung der Unterhaltung im Sendeauftrag und die Beschränkung von Unterhaltungsangeboten hätte zudem gravierende wirtschaftliche Folgen für die Leistungsfähigkeit der deutschen Filmwirtschaft, da die öffentlich-rechtlichen Sender nicht nur über Eigenproduktionen, sondern auch als Koproduzent für Kinofilme seit Jahrzehnten ein elementarer Partner der deutschen Filmwirtschaft sind. Viele bedeutsame Produktionen, die nicht nur wirtschaftlich, sondern auch kulturell im In- und Ausland erfolgreich waren, wären ohne die Beteiligung des Fernsehens nicht realisierbar gewesen.

Unterhaltung ist seit Jahrzehnten im öffentlich-rechtlichen Sendeauftrag fest verankert und trägt ganz wesentlich zur Akzeptanz des Programmangebotes bei. Im Interesse einer breit gefächerten Programmvielfalt von ARD und ZDF ist es daher dringend erforderlich, dass Unterhaltung – und so auch Filme und Serien – im öffentlich-rechtlichen Fernsehen auch zukünftig zentraler Bestandteil des Sendeauftrags bleiben.

Berlin, 30.09.2018

Peter Dinges, Filmförderungsanstalt

Dorothee Erpenstein, FilmFernsehFonds Bayern GmbH

Kirsten Niehuus, Medienboard Berlin-Brandenburg GmbH

Petra Müller, Film- und Medienstiftung NRW GmbH

Claas Danielsen, Mitteldeutsche Medienförderung GmbH

Maria Köpf, Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein GmbH

Carl Bergengruen, MFG Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg mbh

Thomas Schaeffer, nordmedia Film- und Mediengesellschaft Niedersachsen/Bremen mbH

Joachim Mendig, HessenFilm und Medien GmbH