NEU in Programmkinos
Wonder Wheel
Woody Allens neuer Film rund um das legendäre Riesenrad auf Coney Island
Julian Schnabel - A Private Portrait
Filmisches Portrait über einen vielseiten Freigeist
Ein Weg - Auf den Spuren einer langen Beziehung
Deutsches Drama über das Ende einer Beziehung
Tony Conrad - Completely in the Present
Dokumentation über den Begründer des musikalischen Minimalismus
Your Name. - Gestern, heute und für immer
Der erfolgreichste Anime-Film aller Zeiten als Coming-of-Age-Geschichte
DEMNÄCHST in Ihrem Kino
Downsizing
Sozialsatire über eine Gesellschaft, in der sich ein jeder auf zwölf Zentimeter schrumpfen lassen kann
Die dunkelste Stunde
Golden Globe für Hauptdarsteller Gary Oldman als Winston Churchill in seiner dunkelsten Stunde
Der andere Liebhaber
Erotischer Thriller aus Frankreich von Francois Ozon
Hannah - Ein buddhistischer Weg zur Freiheit
Dokumentation über Hannah Nydahl, die “Mutter des Buddhismus”
DAs Milan Protokoll
Eine deutsche Ärztin gerät im Nordirak in die Gefangenschaft der IS-Gruppen
Es ist nie zu spät
Eine Dokumentation über Menschen, die sich auch noch im hohen Alter sportlichen Herausforderungen stellen
Wir töten Stella
Regisseur Julian Roman Pölsler verfilmt nach „Die Wand“ den nächsten Roman von Marlen Haushofer
Die Anfängerin
Alexandra Sells Regiedebut um eine Frau, die einen Neuanfang wagt
Dr. Detlef Rossmann wird mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet
(18.12.2017)
Am Mittwoch, 20.12. wird der Filmkunstkinobetreiber Dr. Detlef Rossmann im Oldenburger Rathaus mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Überreicht wird es durch den Oberbürgermeister im Namen des Bundespräsidenten. Gewürdigt werden damit seine jahrzehntelangen herausragenden Leistungen um die Etablierung und Verbreitung der Filmkunst und Kinokultur in Deutschland und Europa sowie sein Einsatz für das friedliche Zusammenleben, mit der er die Kenntnis und Toleranz zwischen den Kulturen befördert hat. Detlef Rossmann war über 20 Jahre Vorsitzender des deutschen Filmkunstkinoverbandes AG Kino-Gilde und ist seit 2007 Präsident des internationalen Filmkunsttheaterverbandes CICAE (Confédération Internationale des Cinémas d´Art et d´Essay). Im Oktober 2011 war er bereits vom Botschafter Frankreichs als Ritter für Kunst und Literatur (Chevalier dans l’Ordre des Arts et des Lettres) ausgezeichnet worden, seit Oktober 2012 ist er Träger des Großen Stadtsiegels der Stadt Oldenburg. „Wir freuen uns sehr für unseren so engagierten langjährigen Mitstreiter. Im Namen des Vorstandes und aller Mitglieder beglückwünschen wir ihn von ganzem Herzen zu dieser hohen Ehrung“, so Dr. Christian Bräuer, Vorsitzender der AG Kino-Gilde, des Verbandes der deutschen Filmkunst-Programmkinos.

NACHTRAG: Foto der Verleihung


Preisverleihung durch Oldenburgs Oberbürgermeister Jürgen Krogmann
(Foto: Hendrik Reinert)

Die AG Kino-Gilde in ihrer Gratulation:

„Dr. Detlef Roßmann hat seine cineastische Leidenschaft immer schon mit gesellschaftspolitischem Engagement verbunden. Für ihn ist Kino nicht nur das Vorführen von Filmen. Er begreift Kino vielmehr als einen Ort der Begegnung und des Austausches sowie als Katalysator für gesellschaftlich relevante Themen. Im Bewusstsein, dass Verführung und Verführbarkeit im Film nah beieinander liegen, kämpfte er für ein Kino, dass neue Einsichten bietet, dass fremde Kulturen entdecken lässt, die eigenen Maßstäbe hinterfragt und so im besten Sinne den Zuschauer bereichert. Mit seinem einzigartigen Wirken hat er Herausragendes für die Filmkultur und den Kulturort Kino in Deutschland und Europa geleistet. Dank seines persönlichen Einsatzes ist es gelungen, dass in den bedeutenden filmpolitischen Weichenstellungen der letzten Jahrzehnte die besonderen Bedingungen der Filmkunstkinos stets mit im Blickfeld blieben, womit er maßgeblich zur Schaffung des einzigartigen Filmkunstmarktes in Deutschland beitrug. Wir danken ganz ausdrücklich für dieses jahrzehntelange ehrenamtliche Engagement.“




Zur Person Dr. Detlef Roßmann

Dr. Detlef Roßmann, geboren am 28.1.1946, studierte in Hannover Germanistik, Politikwissenschaft und Anglistik. Er gehörte dem Gründungsausschuss der Universität Oldenburg an, war hier von 1974 – 1981 als wissenschaftlicher Assistent tätig und promovierte zum Dr. phil. In dieser Zeit gründete er in Oldenburg einen Filmclub. 1981 eröffnete er das Casablanca-Kino mit Kneipe, dass er sukzessive 1984 um einen zweiten, 1996 um einen dritten und 2012 um einen vierten Kinosaal erweiterte. Bereits früh engagierte er sich in der Arbeitsgemeinschaft Kino e.V., dem Verband der unabhängigen Filmkunstkinobetreiber in Deutschland. 1983 wurde er in den Vorstand gewählt. Von 1987 bis 2009 war er 1. Vorsitzender des Verbandes. In dieser Zeit wuchs die Mitgliederzahl um ein Vielfaches, die inhaltlichen Verbandsaktivitäten zur Stärkung der Wahrnehmung von Filmkunst wurden deutlich ausgeweitet und die Fusion mit der traditionellen Gilde deutscher Filmkunsttheater 2003 erfolgreich abgeschlossen.

2009 verzichtete Detlef Roßmann auf eine erneute Kandidatur als 1. Vorsitzender und übergab an dem von ihm geförderten Nachwuchs die Verbandsführung, unterstützte diesen aber einige Jahre weiterhin aktiv als gewähltes Mitglied des Vorstands.

Seit Sommer 2013 führt sein Sohn Tobias Roßmann mit ihm die Geschäfte im Casablanca Oldenburg. Aus der aktiven Arbeit zieht sich Dr. Roßmann seitdem zunehmend zurück und wirkt vornehmlich als Berater.
Im September 2015 verließ Detlef Roßmann nach drei Jahrzehnten den Vorstand der AG Kino – Gilde deutscher Filmkunsttheater e.V., engagiert sich aber als Präsident der CICAE weiter für die Sichtbarkeit von Filmkunst bei Festivals und im Kino.

Von 1991 bis 2015 war er Mitglied des Verwaltungsrates der Filmförderungsanstalt (FFA) und dort von 2004 bis 2009 auch Mitglied im Präsidium. Während seiner gesamten Laufzeit wirkte Herr Dr. Roßmann ehrenamtlich in vielzähligen Gremien und Jurys der Filmwirtschaft mit.

Ein erster Medienbericht der OLDENBURGER NORDWEST-ZEITUNG zur bevorstehenden Ordensverleihung hier...