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FFA: soziademografische Auswertung der Top 75-Filmtitel
(9.5.2019)
"Singles mögen Amphibienmenschen" titel die FFA: wieder hat sie die meistgesehenen 75 Filme des Vorjahres und ihre Besucher*innen nach soziodemografischen, kino- und filmspezifischen Aspekten genau unter die Lupe genommen. Fast die Hälfte der Besucher*innen des Oscar-Gewinners „Shape of Water – Das Flüstern des Wassers“ kommen aus Ein-Personen-Haushalten und „Jim Knopf & Lukas der Lokomotivführer“, der besucherstärkste deutsche Film 2018, sprach als typischer Familienfilm überproportional die über 60-Jährigen, die 40- bis 49-Jährigen und die 10- bis 15-Jährigen an und wurde durchschnittlich zu dritt, besonders oft an Sonntagen und vor 18 Uhr besucht.
In einer Mitteilung der Filmförderungsanstalt heißt es:

„Jim Knopf & Lukas der Lokomotivführer“, der besucherstärkste deutsche Film 2018, sprach als typischer Familienfilm demnach überproportional die über 60-Jährigen, die 40- bis 49-Jährigen und die 10- bis 15-Jährigen an und wurde durchschnittlich zu dritt, besonders oft an Sonntagen und vor 18 Uhr besucht. Gründe für den Kinobesuch lieferte deutlich überproportional die bekannte Buchvorlage. Die Aufmerksamkeit für „Jim Knopf“ erzeugten besonders oft Fernsehberichterstattung und -werbung.

Neben erklärbaren Erkenntnissen zeigen sich in der Auswertung auch wieder einige Besonderheiten: Dass 20 Prozent der Besucher*innen des US-Animationsfilms „Ferdinand – Geht STIERisch ab!“ in Haushalten mit fünf oder mehr Personen leben, ist zwar fast drei Mal mehr als der Durchschnitt, aber trotzdem wenig überraschend, schließlich handelt es sich um einen Kinderfilm, und Kinder leben gewöhnlich nicht allein. Dagegen kommt fast die Hälfte der Besucher*innen des poetischen Oscar-Gewinners „Shape of Water – Das Flüstern des Wassers“ aus Ein-Personen-Haushalten, die durchschnittlich nur knapp ein Viertel des Kinopublikums beherbergen. Singles lassen sich offenbar besonders von Amphibienmenschen bezaubern.

Oder die Wohnortgrößen: Knapp zwei Drittel des Kinopublikums lebt in Städten mit mehr als 20.000 Einwohner*innen, nur fünf Prozent in Orten unter 2.000 Einwohner*innen. Letztere scheinen aber eine besondere Affinität zu Märchendrachen zu haben, stellten sie doch 21 Prozent und damit gut vier Mal häufiger des Publikums von „Tabaluga – Der Film“. Dass das nichts mit der Echsenartigkeit des grünen Kinderlieblings zu tun hat, zeigt „Fünf Freunde und das Tal der Dinosaurier“, der nur ein Prozent des Dorfpublikums für sich gewinnen konnte.

Untersucht wurde neben vielen anderen Kriterien auch das Konsumverhalten. Animationsfilme haben die hungrigsten und durstigsten Besucher*innen: 32 Prozent des Publikums von „Coco – Lebendiger als das Leben!“ haben mehr als 10 Euro für Popcorn & Co. ausgegeben. Auch „Hotel Transsilvanien 3 – Ein Monster Urlaub“, „Die Unglaublichen 2“ und „Smallfoot – Ein eisigartiges Abenteuer“ lagen mit je 25 Prozent weit über den 13 Prozent, die durchschnittlich für mehr als zehn Euro Getränke und Snacks verzehrten. Allerdings: Auch das laut Studie mit Abstand konsumfeindlichste Publikum unter den Top-75-Filmen besuchte einen Animationsfilm: Lediglich 13 Prozent der Besucher*innen des in Van-Gogh-Manier gemalten „Loving Vincent“ verzehrten überhaupt etwas – und nur zwei Prozent für mehr als zehn Euro.

Insgesamt erreichten die 75 meistgesehenen Filme 2018 78,2 Mio. Besucher*innen, 11,1 Mio. weniger als 2017. Genau wie 2017 haben sie 75 Prozent aller Kinobesuche 2018 ausgelöst. Unter ihnen waren mit 19 deutschen Produktionen sechs mehr als im Vorjahr. Sie erreichten mit 16 Mio. Besucher*innen jedoch 6,2 Prozent weniger als die 13 deutschen Filme des Vorjahres mit rund 17 Mio. gelösten Tickets.

Zum Download auf den Seiten der FFA hier...