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FFA-Studie Kinobesucher 2016
(10.5.2017)
Die FFA hat ihre neueste Studie "Kinobesucher 2016" auf dem Filmtheaterkongress in Karlsruhe vorgestellt. Das Fazit von FFA-Vorstand Frank Völkert: 2016 gingen weniger Besucher ins Kino als 2015, rund 13 Prozent - allerdings war 2015 auch ein Rekordjahr. Negative Ergebnisse sind zudem: die Besucherreichweite (gemessen an der Gesamtbevölkerung) lag erstmals unter 40 %; und das Geschäft ist (wie immer) ziemlich abhängig von einzelnen Blockbustern, die mehr als die Hälfte aller Besucher anziehen; Rückgänge gibt es besonders bei den jungen Erwachsenen, den 20- bis 29-jährigen. Positiv dagegen ist die besondere Attraktivität von Kinder- und Familienfilmen, die 2016 tatsächlich das stärkste Genre waren; und im längerfristigen Vergleich legten die älteren Kinogänger zu, die 50- bis 59-jährigen.
Weitere Details aus der Studie laut Pressemitteilung der FFA:

-  2016 waren insgesamt 25,0 Millionen Menschen mindestens einmal im Kino – 4,9 Millionen weniger als im Jahr davor (-16%). Allein 4,1 Millionen Kinobesucher, die im Jahre 2015 zum ersten Mal seit zwei Jahren wieder im Kino waren(„Sleeper“), fanden 2016 nicht erneut den Weg ins Kino;​

-  die Besucherreichreichweite gemessen an der Gesamtbevölkerung lag in 2016 bei 37 Prozent – und damit erstmals seit 2007 wieder unter 40 Prozent. Am kinoaffinsten waren erneut die  10- bis 19-Jährigen mit einer Reichweite von 71% – und hier insbesondere junge Frauen (79%): Knapp acht von zehn jungen Frauen in Deutschland in diesem Alter waren im letzten Jahr mindestens einmal im Kino;

-  ​die Besuchsintensität legte im Vergleich zum Vorjahr – im Gegensatz zur Reichweite – zu und lag im Jahre 2016 bei  4,7 (2015: 4,5) Besuchen. Mit durchschnittlich 5,6 Besuchen waren die Pro-Kopf-Besuche bei den 30- bis 39-Jährigen am höchsten – die damit erstmals die seit GfK-Aufzeichnung stärkste Gruppe der 20- bis 29-Jährigen (5,2 Besuche) übertrafen;

- ​die stabilste Zielgruppe nach Besuchen war die der 30- bis 39-Jährigen mit 20,5 Mio. Besuchen (2015: 20,4 Mio.) – während im Vorjahresvergleich alle anderen Altersgruppen weniger Interesse am Kino zeigten;

-  im 6-Jahres-Vergleich gewann das Kino mit 45 Prozent am stärksten in der Zielgruppe der 50- bis 59-Jährigen an Besuchern hinzu –  und verlor bei den 20- bis 29-Jährigen am meisten (-32%), die jedoch nach verkauften Tickets die zweitstärkste Besuchsgruppe hinter den 10- bis 19-Jährigen blieben;

-  während 43 Prozent der 20- bis 29-Jährigen gleich in der Startwoche eines Films ins Kino gingen, sah knapp jeder fünfte Kinogänger ab 50 Jahren (19%) erst nach mehr als zwei Monaten nach Start den Film seiner Wahl im Kino;

- 56 Prozent aller Kinobesucher gingen von Freitag bis Sonntag ins Kino und zahlten damit in der Regel einen höheren Ticketpreis – vor zehn Jahren lag deren Anteil gerade bei der Hälfte (50%).

Die FFA veröffentlicht seit 25 Jahren regelmäßig Studien über die Struktur des Kinobesuchs und die Entwicklung im Besucherverhalten. Grundlage für die Auswertungen ist das Individualpanel Media*Scope der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK), dessen filmwirtschaftliche Daten der FFA exklusiv zur Verfügung stehen. Das Panel umfasst 25.000 Teilnehmer und steht repräsentativ für die deutsche Bevölkerung ab 10 Jahren.

Die Studie Kinobesucher 2016 – Strukturen und Entwicklungen auf Basis des GfK-Panels steht ab sofort auf der FFA-Website zum Download bereit.