NEU in Programmkinos
Downton Abbey
Die Leinwand-Adaption der britischen Erfolgsserie
Systemsprenger
Die 9-jährigen Benni “sprengt” das Erziehungsheim
Ein Licht zwischen den Wolken
Kino aus Albanien
Das innere Leuchten
Aus dem Alltag einer Einrichtung für Demenzkranke
Wajib
Über (Familien-)Verpflichtungen in der palästinensischen Gesellschaft
Submission
Stanley Tucci als Professor, der sich in seine Studentin verliebt
Der Esel hieß Geronimo
Eine Gruppe von Aussteigern kehrt zurück ins Leben
DEMNÄCHST in Ihrem Kino
Gelobt sei Gott
Francois Ozons auf der Berlinale ausgezeichneter Spielfilm über Missbrauch in der Kirche.
Der Distelfink
Verfilmung des gleichnamigen Bestsellers mit Nicole Kidman und Ansel Elgort.
Nurejew - The White Crow
Die wahre Geschichte des sowjetischen Ballett-Stars Rudolf Nureyev.
Playland USA
Eine Zeitreise durch die imaginierte Geschichte der Vereinigten Staaten.
The Remains - Nach der Odyssee
Doku über eine bisher wenig beleuchtete Facette der Flüchtlingskrise.
Heimat ist ein Raum aus Zeit
Porträt der Familie von Regisseur Thomas Heise.
Celebration
Doku-Porträt über Yves Saint Laurent und dessen Partner Pierre Bergé.
Filmakademie-Präsident Ulrich Matthes: "Kinos stärken!"
(16.5.2019)
Der neue Präsident der Deutschen Filmakademie, Ulrich Matthes, hielt bei der Eröffnung der Gala zur Verleihung der Deutschen Filmpreise eine vielbeachtete Rede. Es war eine dezidiert politische Rede: angesichts wachsender rechtspopulistischer Bewegungen in Deutschland und in Europa forderte er auch von den Kreativen eine politische Grundhaltung ein. Vor allem aber widmete er sich zum Großteil seiner Rede der aktuellen Rolle des Kinos. Er bemängelte nicht nur, dass in Deutschland nur 37 % der Bevölkerung zumindest einmal im Jahr ins Kino gehe, während es in Großbitannien 78 % und in den USA sogar über 80 % seien („Das muss besser werden!“), er betonte auch ausdrücklich die Wichtigkeit des „Kulturortes Kino“ und endete unter großen Applaus mit dem Appel an Politik und Kreative: „Also: Kinos stärken!“ – Der Wortlaut seiner Rede zum Kino hier…


"Wir alle müssen die Situation der Kinos als Orte verbessern: einmal die Politik, denn es geht ganz simpel auch um Geld; dann wir Kreative, indem wir möglichst tolle Filme machen; aber auch die Kinobetreiberinnen und Kinobetreiber selbst und die Verleiher sind dafür verantwortlich.

Kinos, zumal in kleinen und mittleren Städten, sollten noch mehr Orte des besonderen Gemeinschaftserlebnisses, auch des Austausches werden. Nicht nur Stadttheater, Bibliotheken, nicht nur Konzertsäle sind Orte der kulturellen Bildung. Kinos sind es auch!

Kinos sind nicht nur Unterhaltungsorte, sondern auch Orte kultureller Bildung (viel Applaus). Das muss einfach mehr in die Köppe rein - sorry, Monika (BKM Monika Grütters, Anm.d.Red.) - auch mehr in die Köppe der Politikerinnen und Politiker. Sie sind Schulen der Empathie.

Und in Zeiten, in denen es ganz rechts außen im Bundestag eine quasi empathiebefreite Zone gibt, um es mal vorsichtig zu sagen, sind Orte, an denen die Freiheitlichkeit des Geistes, Diversität, Toleranz und Kreativität gefeiert werden, nötiger denn je. Also: Kinos stärken!" (großer Applaus)


Das Video der ganzen Rede hier auf der Website der Filmakademie: