NEU in Programmkinos
Once upon a Time in... Hollywood
Quentin Tanrantinos Blick auf den Summer of `69
Ich war zu Hause, aber...
Coming-of-Age-Drama aus der Sicht der Mutter
Axel der Held
Skurriler Mix aus Western, Romantik und Modellbauen
DEMNÄCHST in Ihrem Kino
Aardvark
Drama über die Odyssee eines psychisch angeschlagenen Mannes zwischen realen und fantasierten Erlebnissen.
Blinded By The Light
Coming-of-Age-Film über einen jugendlichen Bruce-Springsteen-Fan in den späten 80er Jahren.
Das zweite Leben des Monsieur Alain
Komödie über einen Manager, der sich nach einem Schlaganfall zurück ins Leben kämpfen muss.
Paranza - Der Clan der Kinder
Verfilmung des Romans „Der Clan der Kinder“ des italienischen Bestseller-Autors Roberto Saviano („Gomorrha“).
Gloria - Das Leben wartet nicht
US-Remake der Liebeskomödie von 2013 über eine freigeistige geschiedene Frau (Julianne Moore).
Congo Calling
Doku über drei Entwicklungshelfer in der Demokratischen Republik Kongo.
Die Einzelteile der Liebe
Ein episodischer Film über das schrittweise Scheitern einer Liebesziehung.
Gaumont-Chef kritisiert scharf Netflix
(6.12.2018)
Nicolas Seydoux, der einflussreiche Vorstandsvorsitzende von Gaumont, dem ältesten Filmunternehmen Frankreichs, hat vor einigen Tagen in einem Interview mit dem SCREEN.DAILY noch mal klar gegen die aktuelle Kinoeinsatzpolitik des Streamingdienstes Netflix Stellung bezogen. Scharf kritisierte er den künstlerischen Direktor der Filmfestspiele von Venedig, Alberto Barbera, für seine Entscheidung, den von Netflix produzierten Film Roma bei der 75. Ausgabe des Wettbewerbs Anfang dieses Jahres antreten zu lassen. Auf dem internationalen Filmfestival von Kairo, bei dem sowohl er als auch Barbera Masterclasses gaben, trat Seydoux als Redner auf und sagte später gegenüber Screen, der Film „Roma“ verdiene es nicht, als Film bezeichnet zu werden. „Sie haben den Verantwortlichen für die Auswahl der Filme für das Filmfestival von Venedig hier. Man hat einen Film ausgezeichnet, der in den Kinos nicht gezeigt werden wird“, erklärte Seydoux. „Das ist kein Film, egal wer der Regisseur ist. Es geht darum, dass die Definition eines Filmes beinhaltet, dass seine Erstaufführung in einem Kinosaal stattfindet. Punkt.“
Seydoux sagte weiter, wenn die französische Filmindustrie einknicken und eine deutliche Reduzierung des Zeitfensters für den Kinostart erlauben würde, so sei dies seiner Ansicht nach das Ende der Kinotheater. Er prognostizierte, dass das Kinopublikum wegbrechen würde, genau wie es in den 1950er Jahren nach dem Aufkommen des Fernsehens der Fall gewesen war.
Er schlug vor, ein Modell für eine künftige Zusammenarbeit zwischen der französischen Filmindustrie und Netflix könne ähnlich sein wie die bestehende mit dem Pay-TV-Giganten Canal Plus, bei der der Kanal im Gegenzug für verbesserte, kürzere Ausstrahlungsfenster (in Frankreich z.Z. 36 Monate!) ins französische Kino investiert.

Das ganze Screen.Daily-Interview mit Seydoux (übersetzt ins Deutsche) als PDF hier…