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Gaumont-Chef kritisiert scharf Netflix
(6.12.2018)
Nicolas Seydoux, der einflussreiche Vorstandsvorsitzende von Gaumont, dem ältesten Filmunternehmen Frankreichs, hat vor einigen Tagen in einem Interview mit dem SCREEN.DAILY noch mal klar gegen die aktuelle Kinoeinsatzpolitik des Streamingdienstes Netflix Stellung bezogen. Scharf kritisierte er den künstlerischen Direktor der Filmfestspiele von Venedig, Alberto Barbera, für seine Entscheidung, den von Netflix produzierten Film Roma bei der 75. Ausgabe des Wettbewerbs Anfang dieses Jahres antreten zu lassen. Auf dem internationalen Filmfestival von Kairo, bei dem sowohl er als auch Barbera Masterclasses gaben, trat Seydoux als Redner auf und sagte später gegenüber Screen, der Film „Roma“ verdiene es nicht, als Film bezeichnet zu werden. „Sie haben den Verantwortlichen für die Auswahl der Filme für das Filmfestival von Venedig hier. Man hat einen Film ausgezeichnet, der in den Kinos nicht gezeigt werden wird“, erklärte Seydoux. „Das ist kein Film, egal wer der Regisseur ist. Es geht darum, dass die Definition eines Filmes beinhaltet, dass seine Erstaufführung in einem Kinosaal stattfindet. Punkt.“
Seydoux sagte weiter, wenn die französische Filmindustrie einknicken und eine deutliche Reduzierung des Zeitfensters für den Kinostart erlauben würde, so sei dies seiner Ansicht nach das Ende der Kinotheater. Er prognostizierte, dass das Kinopublikum wegbrechen würde, genau wie es in den 1950er Jahren nach dem Aufkommen des Fernsehens der Fall gewesen war.
Er schlug vor, ein Modell für eine künftige Zusammenarbeit zwischen der französischen Filmindustrie und Netflix könne ähnlich sein wie die bestehende mit dem Pay-TV-Giganten Canal Plus, bei der der Kanal im Gegenzug für verbesserte, kürzere Ausstrahlungsfenster (in Frankreich z.Z. 36 Monate!) ins französische Kino investiert.

Das ganze Screen.Daily-Interview mit Seydoux (übersetzt ins Deutsche) als PDF hier…