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Helmut-Käutner-Preis für Margarethe von Trotta
(12.5.2017)
Die Regisseurin, Drehbuchautorin und Schauspielerin Margarethe von Trotta wird heute, am Freitag 12. Mai, mit dem Helmut-Käutner-Preis 2017 der Stadt Düsseldorf ausgezeichnet. Der Preis, der seit 1982 zum 15. Mal an Persönlichkeiten vergeben wird, die durch ihr Schaffen die Entwicklung der deutschen Filmkultur nachdrücklich unterstützt und beeinflusst haben, ist mit 10.000 Euro dotiert. Er wird von Oberbürgermeister Thomas Geisel überreicht, Regisseur Volker Schlöndorff wird die Laudatio halten.
Mit dem Helmut-Käutner-Preis, der im Plenarsaal des Rathauses verliehen wird, ehrt die Jury Margarethe von Trotta als Regisseurin, die „mit ihren Biografien widerständiger Frauen in Filmen wie ,Rosa Luxemburg‘ oder ,Rosenstraße‘ den deutschen Film seit den siebziger Jahren geprägt (…) hat. In Werken wie ,Die bleierne Zeit‘, ,Hildegard von Bingen‘ oder ,Hannah Arendt‘ zeigte sie sich zugleich als profunde Chronistin deutscher Geschichte und als Persönlichkeit, die den gesellschaftspolitischen Diskurs nachhaltig beeinflusst.“

„Die Filmstiftung ist Margarethe von Trotta zu besonderem Dank verpflichtet für eine langjährige vertrauensvolle Zusammenarbeit, aus der preisgekrönte Filme wie ‚Hildegard von Bingen‘ oder ,Hannah Arendt‘ hervorgegangen sind,“ so Petra Müller, Jury-Mitglied und Geschäftsführerin der Film- und Medienstiftung NRW. „Wir gratulieren ganz herzlich zur Auszeichnung mit dem Helmut-Käutner-Preis 2017, und das umso mehr, weil mit Margarethe von Trotta nach vielen Jahren wieder eine Frau für ihr Filmschaffen geehrt wird.“

Aus Anlass der Preisverleihung präsentiert das Düsseldorfer Filmmuseum noch bis Sonntag, 28. Mai, eine Filmreihe zu Ehren von Margarethe von Trotta. Acht Filme geben einen Einblick in ihr Werk. Als Höhepunkt ist die Regisseurin am Abend der Preisverleihung zur Vorführung von „Der Fangschuss“ (1976, Regie: Volker Schlöndorff, Hauptrolle und Co-Drehbuchautorin: Margarethe von Trotta) mit einem anschließenden Filmgespräch zu Gast.

Seit 1982 wird der Helmut-Käutner-Preis alle zwei Jahre von der Landeshauptstadt Düsseldorf in Erinnerung an den in Düsseldorf geborenen Regisseur Helmut Käutner vergeben. Der Jury gehörten an: Friedrich G. Conzen (Vorsitzende des Kulturausschusses), Petra Müller (Geschäftsführerin Film- und Medienstiftung NRW), Manfred Neuenhaus (stellv. Vorsitzende des Kulturausschusses), sowie Cornelia Mohrs und Karin Trepke als weitere Mitglieder des Kulturausschusses, ferner Hans-Georg Lohe (Kulturdezernent der Landeshauptstadt Düsseldorf), Bernd Desinger (Leiter des Filmmuseums Düsseldorf), der Regisseur und Oscar-Preisträger Florian Gallenberger, der Filmproduzent Michael Wiedemann und der Filmjournalist Rudolf Worschech.