NEU in Programmkinos
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Frauenemanzipation 1973 - auf dem Tennisplatz!
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Manifesto
Cate Blanchet – 13 Rollen – 13 künstlerische Manifeste
Überleben in Neukölln
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DEMNÄCHST in Ihrem Kino
Madame
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Die etwas andere, vom Ende her erzählte Liebesromanze
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Die Vierhändige
Schwestern-Drama und Psychothriller über Wahnvorstellungen und schizophrene Identitätskonflikte
120 BPM
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Politische Diskussion: Bekenntnis zum Kino auf dem Lande
(28.8.2017)
Bundes- und Landespolitiker diskutierten im fabrik.kino Neustrelitz / Mecklenburg-Vorpommern die Bedeutung und Zukunft des Kinos in der Fläche. Auf Einladung des fabrik.kinos und der AG Kino-Gilde kam in der vergangenen Woche in Neustrelitz in Mecklenburg-Vorpommern (MV) ein hochkarätiges Panel zusammen, um unter der Überschrift „Kinos in der Fläche“ die Situation und Bedeutung von Filmtheatern im ländlichen Raum zu diskutieren. Zu Gast waren aus dem Bundestag der hauhaltspolitische Sprecher der Unionsfraktion Eckhardt Rehberg (MdB – CDU) sowie Jeannine Pflugradt (MdB – SPD), die Landtagsabgeordneten Torsten Koplin (MdL - Die Linke) und Andreas Butzki (MdL - SPD) und die Landesvorsitzende und Spitzenkandidatin von Bündnis 90/Die Grünen in Mecklenburg-Vorpommern, Claudia Müller. Eingeleitet wurde die Veranstaltung durch Impulsbeiträge des fabrik.kino-Hausherrn Horst Conradt, Programmkinobetreiber seit 1983, und des Vorsitzenden der AG Kino-Gilde, Dr. Christian Bräuer. Dabei erläuterten sie Entwicklung, Leistungen und Herausforderungen der Kinos im ländlichen Raum.

Gespräche in Neustrelitz v.l.n.r.: Gastgeber Horst Conradt mit Eckhardt Rehberg MdB-CDU, Claudia Müller, Die Grünen, Jeannine Pflugradt, MdB-SPD, Andreas Butzki, MdL-SPD, Torsten Koplin, MdL-Die Linke, Christian Bräuer   

In der anschließenden Diskussion gab es von allen beteiligten Politikerinnen und Politikern ein klares Bekenntnis zum Kino. Als wesentlicher Bestandteil einer lebendigen Alltagskultur sind diese unverzichtbare Orte der Kunst- und Kulturvermittlung und als einer der wenigen verbliebenden kollektiven Räume Teil einer lebendigen Gemeinschaft.

Grund zur Besorgnis sehen die Kinovertreter insbesondere hinsichtlich der Modernisierung der Filmtheater einschließlich der nächsten Digitalisierungswelle. Diese werden die finanziellen Möglichkeiten der mittelständischen Kinos, sowohl in den Städten als auch auf dem Lande, übersteigen und sie damit erneut massiv gefährden. Ein Handlungsbedarf wurde einheitlich in der Runde gesehen.  Positiv äußerte sich sich CDU-Haushaltsexperte Rehberg für den Bundestag: Er sieht für die nächste Legislaturperiode Mittel für Kinostrukturen als durchaus realistisch an, mahnt aber auch die Landeskollegen, dass in diesem Bereich immer auch Mittel aus den Ländern bereitgestellt werden müssten. "Kultur ist Ländersache. Und wenn es dort keine entsprechende Kofinanzierung gibt, dann könne auch der Bund nicht helfen", so Rehberg.  Für den Landtag versprachen Andreas Butzki (SPD) und Torsten Koplin (Die Linke), diese Sorgen ernst zu nehmen und sich in Schwerin dafür einzusetzen.

Ein weiterer Schwerpunkt war die Verbesserung Sichtbarkeit deutscher Filme und die Gewährleistung von Programmvielfalt im digitalen Zeitalter, die für die Kinos angesichts der steigenden Anzahl an Inhalten und der vielfältiger werdenden Kommunikationskanäle immer aufwendiger wird. In diesem Kontext wurde auch der in Aussicht gestellte, aber noch immer nicht vorhandene Kinoprogrammpreises in MV von Panelteilnehmern wie Publikum kritisiert. Die SPD-Vertreter erklärten, dies stünde nun auf der Agenda und Torsten Koplin versprach, sich weiter dafür zu engagieren.