NEU in Programmkinos
Körper und Seele
Goldener Bär der Filmfestspiele Berlin 2017 für das ungarische Drama über eine berührende Liebe zweier einsamer Seelen
Schloss aus Glas
Starbesetztes und ungeheuer stark gespieltes Familiendrama nach dem autobiografischen Bestseller von Jeannette Walls
Leanders letzte Reise
Berührendes Drama über einen ehemaligen Wehrmachtsoffizier, der eine letzte Reise in die Ukraine unternimmt, um die Liebe seines Lebens zu suchen
Hereinspaziert!
Die neue französische Komödie vom „Monsieur Claude und seine Töchter“-Team
Schule, Schule - Die Zeit nach Berg Fidel
Nach „Berg Fidel – eine Schule für alle“ nun die Fortsetzung der Dokumentation über alternative Lehrmethoden
Amelie rennt
Über eine abenteuerliche Reise einer 13-jährigen Großstadtgöre in den Alpen
Blind & Hässlich
Junges, deutsches Kino über zwei ganz eigene Charaktere
Radiance
Nach „Kirschblüten und rote Bohnen“ der neue Film von Naomi Kawase
DEMNÄCHST in Ihrem Kino
Victoria & Abdul
Stephen Frears warmherziges Historienepos über Queen Victoria und ihre Freundschaft zu einem indischen Diener
Mein Leben - Ein Tanz
Über die Flamencotänzerin La Chana und ihr Bühnencomeback nach 30 Jahren
Stromaufwärts
Drama um zwei Halbbrüder Bootstour in Kroation
Falten - Ein Auseinandersetzen mit dem Älterwerden
Welche Möglichkeiten bietet das Alter – eine Doku
Conny Plank - The Potential of Noise
Dokumentarisches Porträt über den legendären deutschen Musikproduzenten
Die beste aller Welten
Deutsch-österreichisches Drama um einen Jungen und seine drogensüchtige Mutter
Politische Diskussion: Bekenntnis zum Kino auf dem Lande
(28.8.2017)
Bundes- und Landespolitiker diskutierten im fabrik.kino Neustrelitz / Mecklenburg-Vorpommern die Bedeutung und Zukunft des Kinos in der Fläche. Auf Einladung des fabrik.kinos und der AG Kino-Gilde kam in der vergangenen Woche in Neustrelitz in Mecklenburg-Vorpommern (MV) ein hochkarätiges Panel zusammen, um unter der Überschrift „Kinos in der Fläche“ die Situation und Bedeutung von Filmtheatern im ländlichen Raum zu diskutieren. Zu Gast waren aus dem Bundestag der hauhaltspolitische Sprecher der Unionsfraktion Eckhardt Rehberg (MdB – CDU) sowie Jeannine Pflugradt (MdB – SPD), die Landtagsabgeordneten Torsten Koplin (MdL - Die Linke) und Andreas Butzki (MdL - SPD) und die Landesvorsitzende und Spitzenkandidatin von Bündnis 90/Die Grünen in Mecklenburg-Vorpommern, Claudia Müller. Eingeleitet wurde die Veranstaltung durch Impulsbeiträge des fabrik.kino-Hausherrn Horst Conradt, Programmkinobetreiber seit 1983, und des Vorsitzenden der AG Kino-Gilde, Dr. Christian Bräuer. Dabei erläuterten sie Entwicklung, Leistungen und Herausforderungen der Kinos im ländlichen Raum.

Gespräche in Neustrelitz v.l.n.r.: Gastgeber Horst Conradt mit Eckhardt Rehberg MdB-CDU, Claudia Müller, Die Grünen, Jeannine Pflugradt, MdB-SPD, Andreas Butzki, MdL-SPD, Torsten Koplin, MdL-Die Linke, Christian Bräuer   

In der anschließenden Diskussion gab es von allen beteiligten Politikerinnen und Politikern ein klares Bekenntnis zum Kino. Als wesentlicher Bestandteil einer lebendigen Alltagskultur sind diese unverzichtbare Orte der Kunst- und Kulturvermittlung und als einer der wenigen verbliebenden kollektiven Räume Teil einer lebendigen Gemeinschaft.

Grund zur Besorgnis sehen die Kinovertreter insbesondere hinsichtlich der Modernisierung der Filmtheater einschließlich der nächsten Digitalisierungswelle. Diese werden die finanziellen Möglichkeiten der mittelständischen Kinos, sowohl in den Städten als auch auf dem Lande, übersteigen und sie damit erneut massiv gefährden. Ein Handlungsbedarf wurde einheitlich in der Runde gesehen.  Positiv äußerte sich sich CDU-Haushaltsexperte Rehberg für den Bundestag: Er sieht für die nächste Legislaturperiode Mittel für Kinostrukturen als durchaus realistisch an, mahnt aber auch die Landeskollegen, dass in diesem Bereich immer auch Mittel aus den Ländern bereitgestellt werden müssten. "Kultur ist Ländersache. Und wenn es dort keine entsprechende Kofinanzierung gibt, dann könne auch der Bund nicht helfen", so Rehberg.  Für den Landtag versprachen Andreas Butzki (SPD) und Torsten Koplin (Die Linke), diese Sorgen ernst zu nehmen und sich in Schwerin dafür einzusetzen.

Ein weiterer Schwerpunkt war die Verbesserung Sichtbarkeit deutscher Filme und die Gewährleistung von Programmvielfalt im digitalen Zeitalter, die für die Kinos angesichts der steigenden Anzahl an Inhalten und der vielfältiger werdenden Kommunikationskanäle immer aufwendiger wird. In diesem Kontext wurde auch der in Aussicht gestellte, aber noch immer nicht vorhandene Kinoprogrammpreises in MV von Panelteilnehmern wie Publikum kritisiert. Die SPD-Vertreter erklärten, dies stünde nun auf der Agenda und Torsten Koplin versprach, sich weiter dafür zu engagieren.