NEU in Programmkinos
Made in China - Das Leben spricht französisch
Tragikomödie über den Fotografen Francois, der bald Vater wird und deshalb mit seiner chinesischen Familie Frieden schließen möchte.
Ausgeflogen
Tragikomödie über eine Mutter, die Panik bekommt, als der Auszug ihres letzten Kindes unmittelbar bevorsteht
Back to Maracana
Roadmovie über einen fußballfanatischen Exil-Brasilianer jüdischer Herkunft
Dene wos guet geit
Schweizer Film in dem die Menschen nur noch über Handytarife und Nummernkontos reden.
DEMNÄCHST in Ihrem Kino
Cleo
Erik Schmitts Langspielfilmdebut als ein modernes Berliner Großstadtmärchen
Leid und Herrlichkeit
Pedro Almodovars intensives Künstlerporträt – ausgezeichnet mit der Goldenen Palme Cannes 2019 für Hauptdarsteller Antonio Banderas
Ein ganz gewöhnlicher Held
Drehbuch, Regie, Produzent, Hauptrolle: Emilio Estevez
Face_It!
Wie wird die Gesichtserkennung unseren Alltag in Zukunft beeinflussen?
Vox Lux
Natalie Portman als junge Musikerin und Marionette der Unterhaltungsindustrie
Venedig: Arthouse-Kinos gegen Netflix
(4.9.2018)
Der internationale Arthousekino-Verband CICAE, dem auch in Deutschland die AG Kino-Gilde angehört, fordert mehr Respekt gegenüber den Kinos seitens des Filmfestivals in Venedig. Die CICAE wendet sich gegen die Entscheidung der Festivalleitung, drei Filme, die von Netflix produziert und ausgewertet werden, ins Programm des Wettbewerbs zu nehmen: ROMA von Alfonso Cuaron, THE BALLAD OF BUSTER SCRUGGS von den Coen Brüdern und SULLA MIA PELLE von Stefano Cucchi. „Wenn ein wichtiges Festival in seiner offiziellen Auswahl Filme zulässt, die international nicht auf der großen Leinwand im Kino zu sehen sein werden, dann gefährdet dies einen wichtigen Sektor der Filmindustrie. Kino und Fernsehen sind unterschiedliche Medien und Kinofilme sind dazu gedacht, unter Beachtung hoher Standards auf der großen Leinwand gesehen zu werden.
Der Festivalleiter von Cannes, Thierry Frémaux schlug sich in diesem Frühjahr auf die Seite der Kinos und entschied, Filme, die keinen offiziellen Kinostart in Frankreich haben werden, vom Wettbewerb auszuklammern. Die CICAE: Arthouse Kinobetreiber aus der ganzen Welt ermutigen den künstlerischen Leiter des Festival in Venedig, Alberto Barbera, die Auswahlpolitik zu überdenken und die offizielle Auswahl auf Werke zu beschränken, die international auf der großen Leinwand zu sehen sein werden. Es ist Zeit, dass A-Filmfestivals die sich für künstlerisch hochwertige Filme stark machen, die Wichtigkeit der Kinos und der Auswertungsfenster erkennen, die den Werken die beste öffentliche Wahrnehmung garantieren.