Programmkinos in Deutschland
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   (Nach Ortsnamen)
Kino in der Brotfabrik
Caligariplatz
13086 Berlin
Mitgliedstatus AG Kino-Gilde:ordentlich
Plätze:60
Tel.:030 4714001
Fax:030 4733777
E-Mail:info@brotfabrikberlin.de
Webseite:www.brotfabrik-berlin.de



SELBSTDARSTELLUNG:

BrotfabrikKino

Glashaus e.V./Brotfabrik
Caligariplatz
13086 Berlin

Tel.: 030/473 708 52
Fax.: 030/473 37 77
www.brotfabrik-berlin.de

Selbstdarstellung:  
Als wir mit dem BrotfabrikKino unmittelbar nach der Wende (und noch vor der Wiedervereinigung) den zunächst noch unregelmäßigen Spielbetrieb aufnahmen, betraten wir persönlich und historisch Neuland. Denn ohne irgendwelche Erfahrungen auf diesem Gebiet gründeten wir das erste Kino Ost-Berlins, das sich bewusst in die Tradition der bundesdeutschen Off-Kino-Szene stellte. Dies hieß für uns vor allem, wirtschaftlich und inhaltlich unabhängig zu sein und Filme zu zeigen, die sich abseits vom Mainstream bewegten. Der Erfolg gab unserem Konzept recht. Bald gingen wir von einzelnen Vorführungen am Wochenende zum regelmäßigen Spielbetrieb über. Waren zunächst die Programme noch von einem gewissen Nachholbedürfnis gegenüber der Weltfilmkunst geprägt - die in der DDR nur sehr ausschnitthaft zu sehen war - fanden sich bald verstärkt Erstaufführungen auf unserem Spielplan. Erstaufführungen von Filmen allerdings, die durch ihre radikale Bildsprache oder ihre tabulose inhaltliche Perspektive an anderen Orten eher misstrauisch rezipiert wurden. Zu diesen Filmen gehörten die Dokumentation „Beruf Neonazi“ von Winfried Bonengel oder der experimentelle Spielfilm „Die Terroristen“ von Philipp Gröning.

Nicht zu vergessen die Deutschland-Premiere von Christoph Schlingensiefs „Das deutsche Kettensägenmassaker“. Durch die komplexe Ausrichtung der „Brotfabrik“ war es uns bereits in dieser Phase möglich, medial übergreifende Veranstaltungen auszurichten.

Zu den Höhepunkten gehörte eine Ausstellung mit Malerei des englischen Star-Regisseurs Peter Greenaway, die mit der Premiere seiner Shakespeare-Adaption „Prosperos Bücher“ verbunden war, oder ein mehrtägiges Festival mit dem Lyriker, Übersetzer, Dramatiker und Filmemacher Thomas Brasch (†2003). Viele der damals entwickelten Ansätze haben wir bis heute beibehalten bzw. diese weiter entwickelt und präzisiert. In zunehmendem Maße arbeiten wir mit Filmemachern und Produzenten zusammen, deren Arbeiten in den aktuellen Präsentationsformen der primär als Dienstleistung empfundenen Filmlandschaft keinen Platz mehr zu finden scheinen: Filmstudenten, Autodidakten und Genre-übergreifend arbeitende Künstler sowie zu Unrecht in vergessene Pioniere des subversiven Kinos wie Wilhelm Hein oder Lothar Lambert. In diesem Kontext sind auch die mehrjährige Beteiligungen an bzw. Ausrichtungen von Festivals wie „Rencontres Internationales Paris-Berlin“ oder „Film und Architektur“ zu sehen. Diese kontinuierliche Suche nach dem Ungewöhnlichen wurde mit zahlreichen Preisen durch die Akademie der Künste, das Bundesinnenministerium oder das Filmboard gewürdigt. Neben dem Abspiel von Filmen haben wir in der hauseigenen Filmsammlung „ex.oriente.lux - Experimentalfilmarchiv Ost 1976 - 1989“ unabhängig produzierte Künstlerfilme aus der Spätphase der DDR gebündelt und für Forschung und Publizistik aufgearbeitet. Kurzfilme von inzwischen so bekannten Künstlern wie Cornelia Schleime, Lutz Dammbeck, Via Lewandowsky oder A.R.Penck konnten so einer interessierten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden; für zahlreiche, auch internationale Kunstausstellungen (u.a. „Kunst in der DDR“, „Berlin - Moskau / Moskau - Berlin“) fungierten wir als Leihgeber. Wichtigstes Standbein bleibt allerdings die tägliche Kinoarbeit. In jüngster Zeit zeigen erfolgreiche Veranstaltungszyklen wie „Film + Psychoanalyse“ oder diskursiv begleitete Wiederaufführungen von vergessenen Klassikern der filmischen Avantgarde, dass sich immer wieder neue Felder erschließen lassen. (Claus Löser)


Highlights und Specials:
Peter Greenaway, Christoph Schlingensief, Filmarchiv: ex.oriente.lux, Ausrichter von Filmfestivals wie "Architektur und Film", zahlreiche Kino Programmpreise


Technische Daten:
1 Saal, 60 Plätze,
künstlerischer Leiter: Claus Löser


Auszeichnungen:
zahlreiche Programmpreise der Akademie der Künste, des Bundesinnenministeriums und des Film- bzw. Medienboards


"PROGRAMMKINOS IN DEUTSCHLAND" -
Deutschlands Arthouse-, Filmkunst- und Programmkinos stellen sich vor!

Alphabetisch sortiert nach den Orten (siehe Alphabet) oder auf der Deutschlandkarte fiinden Sie hier - z.T. mit einer SELBSTDARSTELLUNG - die Mitgliedskinos der AG Kino – Gilde deutscher Filmtheater.