Programmkinos in Deutschland
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   (Nach Ortsnamen)
Union Filmtheater
Bölschestr. 69
12587 Berlin
Mitgliedstatus AG Kino-Gilde:ordentlich
Plätze:?
Tel.:030-64328615
Fax:030-64328615
E-Mail:info@kino-union.de
Webseite:www.union-kino.de/staedte/berlin.html



SELBSTDARSTELLUNG:

UNION Filmtheater

Geschäftsführer Matthias Stütz
Bölschestraße 69
12587 Berlin

Info-Tel.: 030/650 131 41
Büro-Tel.: 030/650 131 15
Fax: 030/650 131 39

Die Lage des UNION Filmtheaters Friedrichshagen
                    
Friedrichshagen (17.300 Einwohner) ist Ortsteil im Bezirk Treptow-Köpenick (236.500 Einwohner) und liegt am äußersten Süd-Osten Berlins, am Nordwestufer des Müggelsees.

Das Kino befindet sich in direkter S-Bahn-Nähe am Anfang der Bölschestraße (Nr. 69). Außerdem halten zwei Straßenbahnlinien und der Nachtbus direkt vor der Eingangstür des Kinos. Die Bölschestraße ist als „Flaniermeile“ und „Lebensader“ seit jeher Mittelpunkt von Friedrichshagen. Als Haupteinkaufsstraße mit zahlreichen Einzelhandelsgeschäften ist die Bölschestraße vom S-Bahnhof Friedrichshagen bis zur Brauerei am Müggelsee lebendiges und geschäftiges Zentrum der Ortsmitte, welches auch von Kurzurlaubern zahlreich frequentiert wird. Gern wird hier verweilt und nach dem Spaziergang am See und im Wald lässt man in den Restaurants und Kneipen gern den Tag ausklingen.

Programm und Besucher
Wir präsentieren ein vielfältiges Filmprogramm. Kinder- und Ferienfilme an den Nachmittagen, den „Kinderfilm des Monats“ in Kooperation mit örtlichen Kultureinrichtungen, Schulveranstaltungen, Filme mit kulturellem Anspruch, Filmkunst, Literaturverfilmungen, Retrospektiven mit Filmklassikern, Themenreihen und Seniorenfilmreihen stellen sicher, dass für alle denkbaren Zielgruppen ein geeignetes Programm angeboten werden kann. Diese Vielfalt hat dazu geführt, dass sich das Kino einer zunehmenden Beliebtheit erfreut.

Kinderfilmprogramme stellen einen besonderen Schwerpunkt dar. DEFA-Kinderfilmklassiker, tschechische Märchenfilme, Kinderfilme der älteren Generation, der „Kinderfilm des Monats“ in Kooperation mit dem Kinderkinobüro des JugendKulturService Berlin, eintrittspreisreduzierte Vorführungen für Kitas, Hort und Schul-gruppen stellen ein breites cineastisches Spektrum dar.

Die im Herbst 2004 eingeführte „Seniorenkino“- Reihe, in der wir jeden Mittwoch um 10 Uhr einen anspruchsvollen Film aus dem aktuellen Programm für 3 € inkl. Kaffee und Kuchen darbieten, erfreut sich weiterhin außerordentlicher Beliebtheit. Nicht nur die ältere Generation nutzt diesen Rahmen als wöchentlichen Treffpunkt. Er ist fester Bestandteil des gesellschaftlichen Senioren-/ Lebens. Die Vorstellung ist häufig ausverkauft und zählt nach der Samstags-18.30 Uhr-Vorstellung zu der besucherstärksten der Woche.

Unser Wunschfilmkasten wird sehr gern von unseren Besuchern genutzt, um ihre Filmwünsche kund zu tun.

Zu den wesentlichen Bestandteilen des Programmangebots zählen aber auch regelmäßige Sonderveranstaltungen an den Wochenenden oder auch mal wochentags. Länderabende, Multivisionsshows, Theateraufführungen, Chansonabende, Konzerte, Partys und Tanzveranstaltungen, Abiturfeiern etc. werden außerordentlich gut angenommen und locken bis zu 400 junge Leute pro Veranstaltung in den Kinosaal. Auch das Interesse, das Kino für private Veranstaltungen zu mieten, wächst stetig.

Kleiner Zukunftsblick
Drei Kinosäle, ein Kaffeehaus und ein Wintergarten!

Das Ziel ist eine Erweiterung der zeitlichen Nutzung des bestehenden großen Saales durch eine duale Nutzung als Kaffeehaus und als Filmtheater sowie der Anbau zweier Säle und eines Wintergartens auf dem heutigen Hof. 


Die Geschichte des Hauses

Der Ursprung des Hauses
Das damalige im Jahre 1870 erbaute Bürgerhaus, direkt am Bahnhof gelegen, hatte einen Tanzsaal der sich als separates Gebäude neben dem Stammhaus befand. Man betrat den Saal immer nur durch das Bürgerhaus selbst, zur Straße hin gab es keinen Eingang, nur Fenster.

Der Anfang des Kinos
Der Tanzsaal wurde 1914 zum Kino umgebaut. Ein neues Gesetz, das jede Tanzveranstaltung verbot, um den Ehemännern in den Schützengräben des beginnenden 1. Weltkrieges ein besseres Gefühl zu geben, machte einen Tanzsaal als solchen nicht mehr nutzbar. Die vorherige Kutschendurchfahrt wurde im Zuge des Umbaus zu einem Kino durch den Anbau des heutigen Foyers geschlossen. Der Saal erhielt einen Rang. Der Spielbetrieb wurde im 2. Weltkrieg durch Bombenschäden unterbrochen. Nach Wiedereröffnung in den frühen 50ern brach ein Feuer aus und ruinierte Teile des Objekts. Nichtsdestotrotz wurde wieder repariert. Die Materialknappheit nach dem Krieg und in der DDR ist heute noch an vielen Baudetails zu erkennen.

Nach der Maueröffnung
1994 verkaufte die Treuhand das Kino an den Entertainer „Lippi“. Dieser hatte große Pläne und beantragte eine Abrissgenehmigung ... Ende der 90er Jahre verkaufte Wolfgang Lippert die Immobilie an einen Bauunternehmer, der im alten Gebäude ein Multiplex-Kino errichten wollte. Doch auch aus seinen Plänen wurde nichts. Der Spielbetrieb wurde 1998 eingestellt.

Durch die lange Tradition des Kinos und den ausgeprägten Lokalpatriotismus der Friedrichshagener formierte sich nach der Schließung eine Bürgerinitiative „Rettet das Kino Union“, die großen Zuspruch bei der Bevölkerung fand. Es gab Demonstrationen, Beschwerdebriefe und Unterschriftenlisten.

Wiedereröffnung
Matthias Stütz ist im Jahr 1998 nach Friedrichshagen gezogen und hat hier sein Studium der Architektur abgeschlossen. Der Verfall des leer stehenden Kinos und sein Interesse an Filmkunst sowie die Bekanntschaft zu einigen Personen aus dem Kreis der oben genannten Bürgerinitiative bewogen ihn dazu, über die Wiedereröffnung des Kino nachzudenken. Im Mai 2003 schlossen der Eigentümer der Immobilie und Herr Stütz einen Mietvertrag. Im Dezember 2003 startete der Kinobetrieb. Mit dem neuen und bewährten Konzept einer Mischnutzung, d. h. neben dem Kinobetrieb auch Veranstaltungen aller Art durchzuführen, verbesserte Herr Stütz erheblich die Auslastung des Hauses. Durch die Vielseitigkeit der Veranstaltungen wurde eine Vergrößerung des potenziellen Besucherkreises erreicht. Bereits die 1. Vorstellung war ausverkauft. 


Wissenswertes:

Zahl der Sitzplätze: 175
Zahl der Vorführungen 2008: 1.268
Zahl der Besucher 2008: 48.335
Auszeichungen: 3 x BKM-Kinoprogrammpreis des BKM (für die Jahre 2005-2007)
3 x medienboard-Kinoprogrammpreis (für die Jahre 2005-2007)

Technische Daten:

Filmformate:  16 mm, 35 mm, DVD/Videos
Objektiv-Formate: 1:1,35, 1:1,65, 1:1,85, 1:2,35
Tonspur-Systeme: Licht, Magnet
Klang-Systeme: Mono, Stereo, Dolby


"PROGRAMMKINOS IN DEUTSCHLAND" -
Deutschlands Arthouse-, Filmkunst- und Programmkinos stellen sich vor!

Alphabetisch sortiert nach den Orten (siehe Alphabet) oder auf der Deutschlandkarte fiinden Sie hier - z.T. mit einer SELBSTDARSTELLUNG - die Mitgliedskinos der AG Kino – Gilde deutscher Filmtheater.