NEU in Programmkinos
Das geheime Leben der Bäume
Die Verfilmung des Bestsellers von Peter Wohlleben
Jojo Rabbit
Freche Hitler und Anti-Hass-Satire – nominiert für 6 OSCARs!
Die Wütenden - Les Misérables
Sozialdrama aus Frankreich - nominiert für den OSCAR als bester fremdsprachiger Film
Das Vorspiel
Nina Hoss in einem Drama um eine Musiklehrerin und ihre Lebenslügen
Nachlass - Passagen
Kinder und Enkel von NS-Tätern erzählen ihre Geschichte
DEMNÄCHST in Ihrem Kino
Little Women
Greta Gerwick erzählt von starken Frauen im 19. Jahrhundert
Die Kunst der Nächstenliebe
Über die Schwierigkeiten des sozialen Engagements
Ein verborgenes Leben
August Diehl im Glaubensdrama von Terenche Malick
Sorry We Missed You
Ken Loach thematisiert die Probleme der modernen Arbeiterklasse
Romys Salon
Eine besondere Freundschaft zwischen einem Mädchen und ihrer dement werdenden Oma
Mystify: Michael Hutchence
Filmisches Porträt über den Sänger der Band INXS
nachrichten
Wettbewerbsfilme der Berlinale
(29.1.2020)
Die Berlinale hat neben ersten Berlinale-Special-Terminen die Wettbewerbsfilme vorgestellt - dabei sind auch Burhan Qurbanis "Berlin Alexanderplatz" und "Undine" von Christian Petzold. Das Wettbewerbsprogramm umfasst 18 Filme aus 18 Ländern, darunter 16 Weltpremieren sowie eine dokumentarische Form. Dazu Carlo Chatrian, der neue Künstlerische Leiter der Berlinale: „Die Wettbewerbsfilme erzählen kleine oder weltbewegende, individuelle oder kollektive Geschichten, die Bestand haben und ihre Wirkung im Zusammenspiel mit dem Publikum entfalten. Wenn die eher dunklen Farben überwiegen, mag das daran liegen, dass die von uns ausgewählten Filme eher illusionslos auf die Gegenwart blicken – nicht, weil sie Schrecken verbreiten, sondern weil sie uns die Augen öffnen wollen. Das Vertrauen des Kinos in den Menschen, dieses leidende, geschundene, manipulative Wesen, ist ungebrochen – so ungebrochen, dass es ihn immer wieder als Protagonisten in den Blick nimmt."
Jordanische Klempnerinnen zum Weltfrauentag
(29.1.2020)
Der Rise-and-Shine-Filmverleih weist auf den Film „Waterproof“ hin, der am 5. März startet und mit dem Sondervorstellungen am Weltfrauentag am 8. März möglich sind. Der jordanische Dokumentarfilm gibt Einblicke in eine Welt, die uns fremd erscheint, belustigt aber auch durch sein Kernthema. Im Mittelpunkt stehen zwei jordanische Frauen, die sich ihren Weg in die Unabhängigkeit erkämpfen: bewaffnet mit Rohrzange und Schraubenschlüssel definieren sie sich ganz neu als Klempnerinnen in einem von Männern dominierten Land. Zum Hintergrund: Viele Frauen in jordanischen Haushalten können keine Klempner ins Haus lassen, da es verboten ist, mit einem fremden Mann allein zu sein. - Die Programmkino.de-Kritik dazu hier...
Aktuelle Verleih- und Videoförderung der FFA
(28.1.2020)
In ihrer ersten Sitzung des Jahres hat die FFA-Kommission für Verleih-, Vertriebs- und Videoförderung insgesamt 2.110.383 Euro bewilligt. Kinostarts von sieben Filmen zum Anfang des noch jungen Jahres werden mit 1.655.000 Euro Verleihförderung sowie Medialeistungen in Höhe von 400.000 Euro gefördert. Für die Herausbringung von zwei Filmen auf DVD/Blu-ray Disc und über Video-on-Demand-Dienste bewilligte die Kommission 55.383 Euro.
Arthouse-Charts: Das geheime Leben des Jojo
(28.1.2020)
Zwei neue Filme konnten am Wochenende stark in den deutschen Arthouse-Charts einsteigen: Auf Platz 2 hinter Spitzenreiter „Lindenberg!“ schaffte es die Wald-Doku „Das geheime Leben der Bäume“ nach dem Bestseller von Peter Wohlleben, auf Platz 3 die engagierte wie freche Antinazi-Satire „Jojo Rabbit“ mit Hollywoodstar Scarlett Johansson.
Alle aktuellen Arthouse-Chartplatzierungen hier...
Erstmalig zwei Gilde-Jurys bei der Berlinale 2020
(27.1.2020)
Zum 31. Mal sendet der Arthouse-Kinoverband AG Kino-Gilde e.V. eine Jury aus engagierten Kinobetreiber*innen zum Wettbewerb der Berlinale - und zum ersten Mal wird es zusätzlich eine Jury des Arthouse-Verbands für die Sektion GENERATION 14+ geben. Seit über 30 Jahren vergibt eine Jury der AG Kino-Gilde e.V. den Gilde Filmpreis für den besten Film im Wettbewerb, präsentiert jeweils von Adrian Kutter. In diesem Jahr nun übernimmt mit Petra Rockenfeller eine der renommiertesten Kinomacherinnen Deutschlands den Jury-Vorsitz. Ihr zur Seite stehen Christopher Bausch und Miriam Pfeiffer, die ebenfalls für ihre engagierte Kinoarbeit regelmäßig mit Spitzenpreisen ausgezeichnet werden.
Neuer Gilden-Dienst
(27.1.2020)
...mit Filmkritiken von Thomas Engel zu "Intrige", "Varda par Agnès", "Darkroom" und "Countdown" hier...
"My Salinger Year" eröffnet Berlinale
(24.1.2020)
Zum Auftakt des 70. Jubiläums der Internationalen Filmfestspiele Berlin wird als Berlinale Special Gala "My Salinger Year" des Drehbuchautors und Regisseurs Philippe Falardeau am 20. Februar 2020 im Berlinale Palast seine Weltpremiere feiern. Zur hochkarätigen Besetzung des Berlinale-Eröffnungsfilms gehört die mehrfach für den Oscar nominierte Sigourney Weaver.
Brasilianischer Filmemacher in deutschen Programmkinos
(23.1.2020)
Am 13. Februar startet der inklusive Tanzfilm „Looking at the Stars“ im Verleih von W-film in den deutschen Kinos! Im Film geht es um die weltweit einzige Ballettschule für blinde Menschen mitten im Herzen von São Paulo. Mit ihrer „Associação Fernanda Bianchini“ hat Gründerin Fernanda Bianchini eine Methode entwickelt, mit der sie das Unmögliche möglich macht: Sie unterrichtet klassischen Tanz durch bloße Berührung. Diesem einzigartigen Inklusionprojekt setzt Regisseur Alexandre Perera mit seinem Dokumentarfilm ein Denkmal. Zum Start kommt der junge Filmemacher aus Brasilien für drei Kinotour-Termine nach Deutschland. Persönlich vorstellen wird er seinen Film zur Premiere in Köln ( Odeon, 27.1., 20.00 Uhr) und anschließend in Hamburg (Abaton, 28.1., 18.00 Uhr) und Berlin (Filmkunst 66, 29.1., 19.30 Uhr) vorstellen.
Stabwechsel im Central Würzburg
(22.1.2020)
Leitungswechsel im Würburger Programmkino Central im Bürgerbräu: Heidrun Podszus übergibt die Geschäftsführung an Thomas Schöneborn., wie die MAIN POST berichtet: "Mit dem Abschied von Geschäftsführerin Heidrun Podszus geht für das Programmkino eine Ära zu Ende. Gemeinsam mit ihrem Nachfolger blickte sie auf ihre Kinokarriere zurück." - Der ganze MainPost-Bericht hier...
FFA -Millionen für neue Filmprojekte und Drehbücher
(22.1.2020)
In ihrer jüngsten Sitzung hat die Kommission für Produktions- und Drehbuchförderung der Filmförderungsanstalt rund 2,5 Mio. Euro vergeben. Mit 2,2 Mio Euro wird die Herstellung von fünf neuen Filmprojekten unterstützt; die Entstehung und Fortentwicklung von neun Drehbüchern wird mit rund 320.000 Euro gefördert. Unter anderem „Oskars Kleid“, in dem Florian David Fitz, der auch das Drehbuch schrieb, als verbitterter Vater plötzlich mit seiner 9-jährigen Tochter zu tun bekommt – die allerdings als Sohn geboren wurde.
NFP meldet Insolvenz an – Filmwelt nicht betroffen
(21.1.2020)
Die NFP marketing & distribution GmbH hat am 16.12.2019 in Berlin Insolvenz in Eigenverwaltung beantragt. Das Geschäftsmodell des Verleihs sei „auch aufgrund eines deutlich veränderten Kinomarktes mit einem starken Rückgang der Besucherzahlen insbesondere bei den kleineren und besonderen Arthausfilmen, die vom Publikum nicht mehr entdeckt werden, und der dadurch bedingten Schwächung der weiteren Verwertungsstufen nachhaltig unter Druck geraten, so dass dieser Schritt notwendig geworden ist“. Es ist beabsichtigt, „das Verleihgeschäft der NFP marketing & distribution GmbH in einer den veränderten Rahmenbedingungen entsprechenden Weise während des Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung fortzuführen und das Verfahren für eine Sanierung des Unternehmens zu nutzen“.
Mittlerweile betont die Filmwelt Verleihagentur ausdrücklich, dass sie als „enger Partner von NFP“ von dessen Insolvenz nicht betroffen ist. In einer Mitteilung heißt es: „Die Herausbringung unserer kommenden Filme SORRY WE MISSED YOU (30.1.2020), RUSSLAND VON OBEN (27.2.2020), BODY OF TRUTH (26.3.2020), HELMUT NEWTON – THE BAD AND THE BEAUTIFUL (30.4.2020), etc. wird wie geplant vonstattengehen.“
Arthouse-Charts: Lindenberg macht die 1
(21.1.2020)
Auch im Kino macht Udo sein Ding: LINDENBERG! MACH DEIN DING, das mit viel 70er-Jahre-Gefühl angereicherte Biopic über seine frühen Trommler- und Sängerjahre bis zum entscheidenden Durchbruch, ist klar die neue Nr. 1 in den Arthouse-Kinos. Auf Platz 2 schaffte es „1917“, Sam Mendes‘ mit 2 Golden Globes ausgezeichnetes und für 10 Oscars nominiertes bilderstarkes Drama vom Ersten Weltkrieg. VOM GIESSEN DES ZITRONENBAUMS, der Blick auf das absurde Treiben in Nahost und in der Welt, kam auf Platz 6. Auf Platz 10 schaffte es noch CRESCENDO, das Drama über eine israelisch-palästinensische Versöhnung per Musik.
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Neuer Gilden-Dienst
(20.1.2020)
...mit Filmkritiken von Thomas Engel zu "Ein verborgenes Leben", "Sorry We Missed You", "Mystify" und "Die Kunst der Nächstenliebe" hier...
"Butenland"-Kinotour
(17.1.2020)
Am 6. Februar startet mindjazz pictures die Doku BUTENLAND – es geht um einen Bauernhof, der zu einem Lebenshof wurde. Erzählt wird die Geschichte des ehemaligen Milchbauern Jan Gerdes und der Tierschutzaktivistin Karin Mück, die die Bedürfnisse der Tiere in den Mittelpunkt stellen, fernab von jeglichen wirtschaftlichen Interessen. Filmemacher Marc Pierschel hat die beiden auf Hof Butenland über einen Zeitraum von mehr als zwei Jahren mit der Kamera begleitet. Zum Start gibt es eine deutschlandweite Kinotour mit Regisseur Pierschel und den beiden „Butenländern“ Jan Gerdes und Karin Mück. - Die Termine:
Benefiz-Aktionstag für das Moviemento
(14.1.2020)
Das Moviemento-Kino in Berlin ist durch drohenden Immobilienverkauf in seiner Existenz bedroht, wie bereits berichtet. Jetzt starten die Neuen Kammerlichtspiele Kleinmachnow (nahe Berlin) eine Unterstützungsinitiative: „Das Moviemento braucht die Unterstützung von uns allen, um seinen Spielort zu bewahren und sein facettenreiches Programm im Herzen Kreuzbergs weiter auf die Leinwand zu werfen. Daher rufen wir alle anderen Kinobetreiber*innen auf, sich mit dem Moviemento zu solidarisieren und mit dazu beizutragen, dieses besondere Kino zu retten. Die Idee: Wir haben einen Benefiz-Aktionstag am 26.1.2020 ins Leben gerufen, mit dem Ziel, Geld für das Moviemento zu sammeln und gleichzeitig darauf aufmerksam zu machen, wie wichtig ein Zusammenhalt untereinander ist.“
Arthouse-Charts: Von Familien und Kaninchen
(14.1.2020)
Die intelligente Agatha-Christie-Hommage KNIVES OUT - MORD IST FAMILIENSACHE hat in der zweiten Woche den Spitzenplatz der Arthouse-Charts übernommen, Caroline Links ALS HITLER DAS ROSA KANINCHEN STAHL ist jetzt auf Platz 2. Die Neustarts konnten sich nicht so stark durchsetzen: QUEEN & SLIM kam auf Platz 5, MILES DAVIS: BIRTH OF THE COOL auf Platz 8 und MILCHKRIEG AUF DALSMYNNI auf Platz 9. (LITTLE JOE wäre Platz 11 gewesen).
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Neuer Gilden-Dienst
(13.1.2020)
...mit Filmkritiken von Thomas Engel zu "Die Wütenden - Les Misérables", "Das Vorspiel", "Jojo Rabbit" und "Klavierstunden" hier...
Christian Bräuer im WDR-Mediengespräch
(10.1.2020)
Der Westdeutsche Rundfunk diskutierte in seinem Hörfunkprogramm die Frage „Gehört Netflix & Co die Zukunft?“. Wie darauf die Kinos und das Fernsehen reagieren, darüber sprachen u.a. AG-Kino-Vorsitzender Christian Bräuer, WDR-Redakteure und dem Kommunikationswissenschaftler Prof. Marcus S. Kleiner.Nachzuhören ist die Diskussion auf dem WDR-Internetportal hier…
Rosa von Praunheim auf Kinotour
(10.1.2020)
"Darkroom", der neue Film von Rosa von Praunheim wird am 20.01.2020 als Eröffnungsfilm auf dem Festival Max Ophüls Preis gezeigt, bevor er am 30. 01.2020 seine Premiere in Frankfurt feiern wird. Beide Termine sind Teil der Kinotour, zu der Rosa von Praunheim als Gast anwesend sein wird. Regisseur Rosa von Praunheim, der ebenfalls im Januar mit dem Ehrenpreis des Max Ophüls Festivals ausgezeichnet wird, erzählt in dem Krimi die Geschichte eines schwulen Serienmörders – eine Geschichte, die auf einem authentischen Kriminalfall aus der jüngeren Vergangenheit basiert. Der Film wird am 30. Januar bundesweit in den Kinos anlaufen (Verleih missing films). - Die Termine der Kinotour:
Arthouse-Charts 2019: Hohe Zuwächse bei Besuchern und Umsatz
(8.1.2020)
Peter Farrellys GREEN BOOK führt die deutschen Arthouse-Charts 2019 an. Auf Platz zwei folgt knapp dahinter Caroline Links liebevoll gestaltete Verfilmung des gleichnamigen Buchs von Hape Kerkeling DER JUNGE MUSS AN DIE FRISCHE LUFT. Der Gewinner des Goldenen Löwen in Venedig, JOKER von Todd Phillips liegt an der dritten Stelle. Mit dem Überraschungsdebüt SYSTEMSPRENGER (Platz 5) von Nora Fingscheidt und Christian Schwochows DEUTSCHSTUNDE (Platz 10) finden sich zwei weitere deutsche Filme in den TOP 10 der Arthouse-Jahrescharts, die vom Filmkunstverband AG Kino -Gilde in Zuammenarbeit mit Comscore ermittelt wurden. Insgesamt erreichten die Mitglieder der AG Kino – Gilde e.V. das beste Ergebnis seit fünf Jahren. Mit über 19 Mio. Besuchern wurden 2019 im Vergleich zum Vorjahr knapp 10 % mehr Tickets verkauft und die Umsätze stiegen um knapp 12 % auf 160 Mio. Euro. Das entspricht einem Anteil am Gesamtmarkt von 17,0 % (Besucher) bzw. 16,3 % (Umsatz).
„Wir blicken auf ein sehr gutes Filmjahr mit vielen herausragenden Werken zurück, die sich alle auch als Liebeserklärung an die große Leinwand verstehen lassen,“ so der Vorsitzende der AG Kino-Gilde, Christian Bräuer.