Zurück nach Dalarna!

 

Sarkastisch, schwarzhumorig, aber auch sentimental und voller Emotionen schildert die Schwedin Maria Blom die tragikomischen Ereignisse einer Familienfeier in der schwedischen Provinz. Im Mittelpunkt stehen dabei drei Schwestern, die sich brauchen, aber deren Geschwisterliebe unter einem Berg von Ängsten, Neid und gegenseitigen Vorhaltungen begraben liegt. Eine Groteske voller Gefühle mit einem genauen, warmherzigen Blick aufs wahre Leben. In Schweden war der Film ähnlich wie "Wie im Himmel" ein großer Erfolg!

Webseite: www.koolfilm.de

Schweden 2004
Regie: Maria Blom
Darsteller: Sofia Helin, Kajsa Ernst, Ann Petrén
Start: 9.2.2006
Koolfilm
98 Min

PRESSESTIMMEN:

Maria Bloms erfrischende Tragikomödie über Schwesternliebe und Familienbande lockte in Schweden über eine Million Zuschauer in die Kinos: Machen wir’s ihnen nach – dieser Film hat es verdient!"
BRIGITTE

"Ergreifendes Familiendrama mit Tiefgang und einer ordentlichen Prise schwedischen Humors – ein Film wie direkt aus dem Leben gegriffen!"
CINEMA

"Frech-derb, federleicht und meisterhaft!"
www.kino.de

"Um dieses Trio herum gruppiert sich eine Meute mit Macken, knorrige Originale, brummige Dickschädel. Kein Wunder, dass es bald hoch hergeht und in der anrührenden Tragikomödie kein Blatt vor den Mund genommen und mit dem Gewehr auf Katzenjagd gegangen wird. Die Regisseurin, selbst von Stockholm nach Dalarna umgezogen, trifft atmosphärisch ins Schwarze. Ein grandioses Ensemble, Herzlichkeit und Humor, brillante Dialoge und (überspitzte) Situationen. Ingmar Bergman darf auf seine Nachfolgerin stolz sein, die mit Zurück nach Dalarna! ein witziges und herzerwärmendes Meisterwerk abliefert, das rundum glücklich macht!"
Margret Köhler, KINO KINO – BR Online

"Ein tragikomischer Balanceakt zwischen karikierender Distanz und emphatischer Nähe mit bitterbösen, sarkastischen Momenten und einer Art Ursympathie für die knorrigen Einwohner Dalarnas. Die Konflikte kulminieren punktgenau zu einem jener mystischen Tage, die es so nur im Film gibt!"
FILMDIENST

"Fesselndes, frech-derbes Provinz-Melodram über das Wiedersehen dreier egozentrischer Schwestern – meisterhaft versteht es Blom, die Sprachlosigkeit ihrer Protagonisten mit teilweise bizarrem Aktionismus auszufüllen. Nicht nur bei Fans des nordischen Kinos wird der Film für Furore sorgen!"
BLICKPUNKT: FILM

"Ein packendes, psychologisch dichtes Schwesterndrama – besticht durch unromantische Detailgenauigkeit und die geradezu Strindbergsche Unbarmherzigkeit, mit der es insbesondere weibliche Lebensentwürfe aufeinander prallen lässt. Ohne Nostalgie und mit umso mehr lakonischem Humor!"
Birgit Roschy, EPD FILM

"Ein bitter-komisches Familientreffen, auf dem ein schwesterlicher, vom Neid vergifteter Kampf entbrennt, vordergründig um die Gunst der Eltern und im Kern um die gegenseitige Akzeptanz. Die Abrechnung mit der Familie operiert zwar nicht so grunderschütternd wie Vinterbergs DAS FEST, enthüllt aber auf überzeugende Weise die Geheimnisse und Schwächen der Vorurteilsgetriebenen Konkurrenten. Ein kurzweiliger und rühriger Kinoabend!"
ZITTY

FILMKRITIK:

Nur schnell hinter sich bringen möchte Mia den Besuch in ihrem heimatlichen Dorf. Vor 15 Jahren ist die Karrierefrau aus Stockholm weggezogen und auch jetzt fährt sie nur in den hohen Norden, weil der Vater seinen siebzigsten Geburtstag feiert. Zuhause in dem verschneiten Provinznest im mittelschwedischen Dalarna kommt es auch zum Wiedersehen mit ihren beiden älteren Schwestern Gunilla und Eivor. Die Wiedersehensfreude ist vor allem zwischen Eivor und Mia nicht ungetrübt. Während Gunilla nach ihrer Scheidung erstmal im sonnigen Süden nach Selbstbestätigung suchte und nun ungefragt allen vom Sex in Bali vorschwärmt, ist Eivors Eifersucht auf den beruflichen Erfolg der jüngsten Schwester unübersehbar. Umso energischer verteidigt sie ihre Pfründe als Hausfrau und Organisatorin des Festes. Als Kontrollfreak am Rande des Nervenzusammenbruchs treibt sie alle um sich herum in den Wahnsinn. Dabei hat Mia alle Hände voll zu tun, ihre sorgsam einstudierte Deckung nicht zu vernachlässigen. Doch die Panzerung aus Arroganz und Ignoranz mit der sie den „Hinterwäldlern“ Zuhause begegnet, beginnt schon bald zu bröckeln. Bei ihrer Nenntante Barbro kann sie sich endlich mal wieder ausheulen und deren Sohn Jan-Olof weckt Erinnerungen an erste Jugendschwärmereien, auch wenn der Umstand, dass der Vierzigjährige immer noch bei der Mutter lebt, von ihr mit Verachtung bestraft wird. Das Fest beginnt und der in Strömen fließende Schnaps sorgt schnell dafür, dass sämtliche Dämme brechen. Die mühsam im Zaun gehaltenen Ängste und Vorbehalte treten im Zuge des Alkohols offen hervor. Ein Hauen und Stechen beginnt, unter den Schwestern und den Menschen in ihrem Umfeld, bei dem sich keiner schont und keiner geschont wird. Mia, die sich von ihrer Familie gänzlich unverstanden fühlt, Gunilla, die glaubt, dass keiner ihren neuen Lebensweg Ernst nimmt, und Eivor, die ohnehin alle für undankbar hält, weil keiner ihre Lebensleistung würdigt; sie alle bräuchten Zuspruch und schwesterliche Solidarität und ernten doch nur was sie säen: Streit.

Mia Blooms tragikomische Familienzusammenführung spricht wohl allen aus den Herzen, die auf ihr elterliches Zuhause mit einem Gefühl der Hass-Liebe zurückblicken. Mit den Augen ihres Alter Egos Mia schaut sie auf die Menschen ihrer Heimatstadt, deren knorrigen Humor sie ebenso vermisst, wie sie deren ungehobelte Härte fürchtet. Dabei schwelt unter der Oberfläche von Sarkasmus und spitzem Spott immer ein Moment der Rührung. Die bricht aber erst dann richtig aus, als es für die letzte, große Aussprache bereits zu spät ist. Doch die Wahrheit fällt, anders etwa als bei Thomas Vinterbergs „Das Fest“, nicht bitter, sondern versöhnlich aus. Denn am Ende ist die Geschwisterliebe zwischen den drei Frauen stärker als aller Neid, Missgunst und Eifersucht. In Schweden fand die anrührende Abrechnung mit der eigenen Familie ein Millionenpublikum. Hierzulande sollte immerhin ein weiterer nordischer Überraschungserfolg, nach „Wie im Himmel“, möglich sein.