Beste Zeit

Regisseur Marcus H. Rosenmüller („Wer früher stirbt ist länger tot“, „Schwere Jungs“) erzählt erneut eine gefühlvolle und ehrliche Geschichte über die zentralen Themen „Heimat“ und „Freiheit“. Der bayerische Dialekt unterstreicht dabei den Charme und den Witz des Films. Er handelt von zwei Freundinnen, die in einem kleinen Dorf leben und über die weite Welt sinnieren. Es geht um die Frage, wo und mit wem sie die „beste Zeit“ ihres Lebens verbringen möchten.

Webseite: www.constantin-film.de

Deutschland 2007
Regie: Marcus H. Rosenmüller
Darsteller: Anna Maria Sturm, Rosalie Thomass, Ferdinand Schmidt-Modrow, Andreas Giebel, Johanna Bittenbinder, Florian Brückner, Volker Bruch, Stefan Murr
95 Minuten
Verleih: Constantin
Kinostart: 27.07.2007

PRESSESTIMMEN:

 

Eine stimmungsvolle Mischung aus Heimatfilmelementen und skurrilem Humor.
film- dienst

Schon phänomenal, wie chnell Marcus H. Rosenmüller ("Wer früher stirbt, ist länger tot") Filme dreht, ohne dass die Qualität der Geschichten darunter leidet… Lustig und lebensnah erzählt der Film vom Erwachsenwerden und der Zerrissenheit zwischen Freiheitsdrang und Heimweh – ein Heimatfilm im besten Sinne. Die urbayerischen Dialoge wären zwar manchmal stark untertitelungsbedürftig, aber: Passt scho!
Brigitte

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FILMKRITIK:

Hilgertshausen-Tandern, ein kleines Dorf in Bayern. Hier leben Kati und Jo – beste Freundinnen seit Kindheitstagen – und fristen ihr jugendliches Dasein. So jedenfalls mag es anmuten, wenn sich die beiden Teenager allabendlich treffen und ihre Gedanken und Gespräche sie weit über die Grenzen ihres Dorfes davontragen. Es geht um Freiheit und um die große Liebe, um Fernweh und um die Heimat. Es geht um die „beste Zeit“ ihres Lebens. Doch woher sollen sie wissen, was das Beste für sie ist? Was bedeutet eigentlich Freiheit? Und wie erkennen sie die wahre Liebe? Sollen sie in die Ferne schweifen, oder liegt das Gute tatsächlich so nah? Fragen über Fragen.

Mögliche Antworten erwarten Kati in Amerika, sofern sie das Angebot annimmt für ein Jahr in die große weite Welt zu ziehen. Dagegen spräche der Abschied von Jo – und auch von Rocky, einem ebenso langjährigen Freund. Dafür hingegen spräche der Abschied von ihrem stets zeternden Vater sowie die vielleicht einmalige Chance, endlich so wild und frei zu leben, wie sie es sich immer ausgemalt hat. Für Kati geht es um alles. Doch bevor sie eine so folgenschwere Entscheidung trifft, soll genau abgewogen werden, wo und mit wem sie die beste Zeit ihres Lebens verbringen will.

Marcus H. Rosenmüller erfindet den Heimatfilm neu. Nach seinem Sensationserfolg „Wer früher stirbt ist länger tot“, der selbst im hohen Norden für ausverkaufte Kinos sorgte, liefert er nun einen weiteren Beitrag für die bayerische „Nouvelle Vague“. Neben weiteren Filmmachern gelingt es Rosenmüller nicht allein für den Heimatfilm eine neue Ära anzubrechen, sondern überdies den bayerischen Dialekt bundesweit salonfähig zu machen. Mehr noch. Es gelingt ihm über die Akzeptanz des Dialekts hinaus, den Charme und den Witz seiner Filme mit eben diesem in besonderer Weise zu unterstreichen. Der Dialekt bringt Zwischentöne zum Klingen, steigert den Ausdruck und verleiht dem Film Authentizität.

Dank der unverbrauchten Darsteller, der ländlichen Idylle und der leichtfüßigen Inszenierung, hinterlässt „Beste Zeit“ den nachhaltigen Eindruck einer leichten Sommerbrise. Ein gefühlvoller und ehrlicher Film, der sich erneut um die zentralen Themen „Heimat“ und „Freiheit“ dreht. Lediglich am Anfang braucht er ein wenig, bis er sich von dem ersten Eindruck einer eher banalen „Coming-of-Age“ – Geschichte und den teilweise noch recht gestellt wirkenden Dialogen frei spielt. Insbesondere Anna Maria Sturm in der Rolle der Kati ist es zu verdanken, dass dies umso schneller passiert. Sie ist rebellisch, wild und schüchtern zugleich. Eine Beschreibung, die so auch auf den ganzen Film zutrifft. Der Regisseur: „Ich will die Menschen im Kino zum Lachen und zum Weinen bringen, und mein großer Wunsch ist, dass sie mit einem Lächeln das Kino verlassen und sich am Leben freuen.“ Passt scho!

Gary Rohweder