Nachrichten

Gildepreisträger "Futur Drei" gestartet
(25.09.2020)

Vor einer Woche wurde auf der Filmkunstmesse Leipzig FUTUR DREI mit dem Gildepreis der AG Kino-Gilde als Bester Film Junges Kino ausgezeichnet - jetzt ist er im Kino angelaufen (Salzgeber Filmverleih). Inszeniert wurde die Geschichte vom schwierigen Heranwachsen vom jungen Regisseur Faraz Shariat. "Ein beachtliches Debüt, in dem auf intelligente Weise zentrale Fragen und Problemfelder rund ums Heranwachsen mit Migrationshintergrund verhandelt werden. Sicherlich eines der Highlights des Berlinale-Festivals, das völlig zu Recht 2 Teddy Awards abräumte und neben 'Kokon' wohl den bislang wichtigsten queeren Beitrag deutschen Kinos in diesem Jahr markiert!" schrieb unser Kritiker auf Programmkino.de. - Ein ausführliches Gespräch mit Faraz Shariat zum Filmstart ist jetzt auf ZEIT-online zu lesen...

Regisseurin Carmen Losmann präsentiert OECONOMIA auf großer Premierentour
(24.09.2020)

Zum Start ihres Dokumentarfilm "Oeconomia" geht die Regisseurin Carmen Losmann (Foto) auf eine sehr umfangreiche Kinotour, nämlich durch 28 (!) Kinos bundesweit. Der Film macht die weltweit einheitlichen Spielregeln des Kapitalismus sichtbar und offenbart einen systembedingten Zusammenhang zwischen Wirtschaftswachstum, Verschuldung und Vermögenskonzentration. Er startet am 15. Oktober 2020 im Verleih von Neue Visionen.

BKM-Etat für 2021 erhöht - Zukunftsprogramm Kino auch für 2021 eingestellt
(23.09.2020)

Die Bundesregierung wird ihre Ausgaben für Kultur und Medien im nächsten Jahr um mehr als 120 Millionen Euro steigern. Nach dem heute vom Kabinett verabschiedeten Regierungsentwurf für den Haushalt 2021 stehen für die BKM insgesamt 1,94 Milliarden Euro zur Verfügung. Das ist ein Plus von rund 6,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Seit dem Amtsantritt von Kulturstaatsministerin Monika Grütters im Jahr 2013 ist der Kulturetat der Bundesregierung damit um rund 60 Prozent gestiegen – seit dem Amtsantritt von Bundeskanzlerin Merkel im Jahr 2005 sogar um rund 85 Prozent. Wichtig für die Arthouse- und Landkinos: Für das Zukunftsprogramm Kino (I) sind für das Jahr 2021 erneut 15 Millionen Euro vorgesehen!

"Film des Monats" der Ev. Jury: "Niemals Selten Manchmal Immer"
(23.09.2020)

Als FILM DES MONATS Oktober 2020 zeichnet die Evangelische Filmjury den Film „Niemals Selten Manchmal Immer“ von Eliza Hittman aus. Der Film, der auf der Berlinale mit einem Silbernen Bären und auf der Filmkunstmesse Leipzig mit dem Gilde-Preis ausgezeichnet wurde, begleitet eine junge Frau in den USA, die ungewollt schwanger wird und die Schwangerschaft abbrechen lassen will. Universal bringt den Film am 1. Oktober in die Kinos. In der Begründung heißt es: "Die amerikanische Independent-Regisseurin Eliza Hittman behandelt in extremer Verdichtung und mit größter Umsicht ein Thema, das auch nach mehr als hundertjährigem Kampf um Geburtenkontrolle ein Minengelände ist." - Zur Jury-Empfehlung hier...

Hamm: "Kinos sind nicht als Infektionsherde aufgefallen"
(23.09.2020)

In Nordrhein-Westfalen bekommt man es hin, mit der komplexen Corona-Lage sehr differenziert umzugehen! Wie Blickpunkt:Film gut herausgestellt hat, gibt es bei den Corona-Verschärfungen in der nordrhein-westfälischen Stadt Hamm ein für die Kinobranche wesentliches Detail: Die Kirmes wurde abgesagt, Maskenpflicht gilt auch im Schulunterricht, ganz besonders werden Feiern eingeschränkt - nicht aber der Kinobesuch! Im Westfälischen Anzeiger heißt es dazu: "Nicht von aktuellen Maßnahmen betroffen sind Kulturveranstaltungen und das Kino sowie alle Sporteinrichtungen inklusive der Bäder. Als Grund führt der OB an, dass diese Orte bislang nicht als Infektionsherde aufgefallen sind." - Kino ist ein sicherer Ort, das hat schon die Filmkunstmesse Leipzig bewiesen. Und entsprechend die Verantwortlichen in den Ministerien und Staatskanzleien der Bundesländer aufgefordert, dies zu berücksichtigen. In der "Leipziger Erklärung" der AG Kino heißt es: "„Wir appellieren an die Politik, die Abstandsregeln bundesweit auf einen Sitzplatz zwischen Besuchergruppen zu reduzieren, ohne Maskenpflicht am Platz während des Films. Wir bitten die Verantwortlichen in der Politik, mit den Abstandsregeln die Grundlage für die Wiederbelebung des Kinomarkts in Deutschland mit seinen über 1.400 mittelständischen Betrieben zu schaffen. Die Bundesländer Sachsen und Nordrhein-Westfalen haben eine solche Regelung umgesetzt. Auch in vielen unserer Nachbarländer gelten diese Abstandsregelungen."

Arthouse-Charts: Jean Andersson
(22.09.2020)

Zwei erfolgreiche Neustarts und damit Stabwechsel an der Spitze der Arthouse-Charts, wenngleich auf niedrigem Zahlenniveau: Die neue Nr. 1 ist das politische Biopic JEAN SEBERG, gefolgt auf Platz 2 von Roy Anderssons ÜBER DIE UNENDLICHKEIT.
Alle aktuellen Arthouse-Chartplatzierungen hier...

Neuer Gilden-Dienst
(21.09.2020)

...mit Filmkritiken von Thomas Engel zu "Unser Boden, unser Erbe", "Morgen gehört uns", "Die Adern der Welt" und "Sag Du es mir" hier...

20. Filmkunstmesse Leipzig erfolgreich beendet - Nächste Ausgabe vom 20. bis 24.9.2021
(18.09.2020)

Die Jubiläumsausgabe der Filmkunstmesse Leipzig ist erfolgreich und sicher zu Ende gegangen, was angesichts der aktuellen Situation mehr als nur eine gute Nachricht ist. Mit einem detaillierten Hygienekonzept und der Disziplin der am Ende über 800 (!) Fachbesucher*innen konnte die Veranstaltung zeigen, dass Filmfestivals auch in Corona Zeiten real vor Ort stattfinden können. Unter den Besucher*innen fanden sich über 400 Kinobetreiber*innen, über 100 Verleihvertreter*innen und rund 300 Gäste aus der Filmbranche und Politik. Die AG Kino-Gilde als Veranstalter setzte auf die Begegnung in Leipzig, entwickelte aber auch digitale Angebote, um möglichst viele Menschen, die nicht kommen konnten, einzubeziehen. So wurden die wesentlichen Panels und Keynotes, darunter auch der Besuch von Kulturstaatsministerin Monika Grütters, ins Internet übertragen. Sie sind weiterhin unter www.filmkunstmesse.de als Aufzeichnung abrufbar. Ebenso sind hier die Video-Tagebücher zu finden.

Die Gilde Filmpreise 2020
(17.09.2020)

Seit 1977 vergeben die deutschen Filmkunsttheater den Gilde Filmpreis. Mit dieser traditionsreichen Auszeichnung wollen sich die Kinobetreiber bei den Filmschaffenden und Verleihern bedanken, die mit außergewöhnlichen Produktionen und packenden Geschichten die Zuschauer begeistern. Die Jury besteht aus Mitgliedern und dem Vorstand der AG Kino-Gilde. Der Gilde-Filmpreis 2020 wurden jetzt, am Donnerstag, den 17. September im Rahmen der 20. Filmkunstmesse Leipzig in der Eventlocation Täubchenthal verliehen. Es ist eine der ersten Preisverleihungen, die wieder live vor Ort und mit Publikum stattfand. Als Liveact begeisterte Tom Schilling mit seiner Band The JazzKids. Ausgezeichnet wurden u.a. zwei Filme, die anerkennenswerterweise zur Wiedereröffnung vieler Kinos am 2. Juli gleich im großen Maßstab gestartet wurden: UNDINE von Piffl Medien und MEINE FREUNDIN CONNI von Wildbunch.
- Die Gewinner in diesem Jahr und Fotos von der Gildepreis-Feier hier:

EU-Parlament fordert Corona-Finanzhilfe für Kultursektor
(17.09.2020)

Das Europaparlament hat angesichts der Coronavirus-Pandemie mehr finanzielle Unterstützung für den Kultursektor gefordert. Der geplante EU-Wiederaufbaufonds müsse mehr Mittel speziell für die Kultur- und Kreativwirtschaft in Europa bereitstellen, betonten die EU-Abgeordneten in einer am Donnerstag verabschiedeten Resolution. Mindestens zwei Prozent des milliardenschweren Wiederaufbaufonds müsse in die europäische Kulturindustrie fließen. Dies hatte auch schon Bundeskulturstaatsministerin Monika Grütters auf der Filmkunstmesse in Leipzig als sehr wichtig herausgestellt, in diese Richtung ist auch Christian Bräuer aktiv in seiner Funktion als Präsident des internationalen Filmkunstkinoverbandes CICAE.

Leipziger Erklärung: Zukunft des Kinos sichern - Kinobranche braucht Abstandsregeln mit Augenmaß, Appell an Bundesländer
(17.09.2020)

Anlässlich der 20. Filmkunstmesse Leipzig, bei der zum ersten Mal seit langem über 700 Kinobetreiber, Filmverleiher und Filmschaffende aus ganz Deutschland zusammenkommen, tritt die Kinobranche für Abstandsregelungen mit Augenmaß für die Kinos in Deutschland ein. In einer Erklärung heißt es: „Wir appellieren an die Politik, die Abstandsregeln bundesweit auf einen Sitzplatz zwischen Besuchergruppen zu reduzieren, ohne Maskenpflicht am Platz während des Films. Wir bitten die Verantwortlichen in der Politik, mit den Abstandsregeln die Grundlage für die Wiederbelebung des Kinomarkts in Deutschland mit seinen über 1.400 mittelständischen Betrieben zu schaffen. Andernfalls wird die Filmwirtschaft insgesamt großen Schaden nehmen. Die mittelständischen deutschen und europäischen Produzent*innen und Verleiher*innen werden von Algorythmus-getriebenen Großproduktionen verdrängt und die kulturelle Vielfalt bleibt auf der Strecke. Die Bundesländer Sachsen und Nordrhein-Westfalen haben eine solche Regelung umgesetzt. Auch in vielen unserer Nachbarländer gelten diese Abstandsregelungen. Ebenso verliefen die Festspiele in Salzburg nach unserer Kenntnis ohne Zwischenfälle. Es ist kein einziger Fall weltweit bekannt, in dem sich jemand im Kino infiziert hätte.“
„Es muss allen Beteiligten klar sein, dass auch mit einer Auslastung um 50% noch kein wirtschaftlicher Kinobetrieb möglich ist,“ so der Vorsitzende der AG Kino-Gilde Christian Bräuer. „Deshalb brauchen wir flankierend Förderprogramme, die den Kulturort Kino nachhaltig sichern.“
Der Appell der Kinobetreiber wurde bereits über die Nachrichtenagentur dpa verbreitet und fand dadurch Eingang in aktuelle Radionachrichten (u.a. WDR), auch berichten bereits viele Medien wie DIE ZEIT,  RND, ntv u.v.a. über die Erklärung.

Die Leipziger Erklärung hier...

Bundeskulturstaatsministerin Monika Grütters zu Gast bei der Filmkunstmesse - Panel zur aktuellen Lage
(17.09.2020)

Am Mitwoch stand die Filmkunstmesse Leipzig ganz im Zeichen des Besuchs von Kulturstaatsministerin Monika Grütters. Neben ihren Glückwünschen für das 20. Jubiläum brachte die Ministerin ein klares Bekenntnis zum Kino mit und betonte die Bedeutung für die gesamte Filmindustrie. Der Sonderpreis beim Kinoprogrammpreis, die Erhöhung des Zukunftsprogramms I für Landkinos und Arthouse-Kinos (das wohl in 2021 verlängert wird) sowie das Zukunftsprogramm II für viele andere Kinos waren wichtige Schritte zur Unterstützung der Kinos in der gegenwärtigen Krise. Aus dem Programm "Neustart Kultur" werden nun weitere 30 Mio. Euro für die Filmtheater bereitgestellt, "sozusagen ein Zukunftsprogramm Kino III". Das genaue Prozedere werde derzeit auch in Abstimmung mit den Verbänden ausgearbeitet, es soll ab Oktober greifen. Auch die schwierigen Abstandsregeln in den einzelnen Bundesländern bezüglich der Kinoregelungen machte sie zum Thema und bedauerte den "Flickenteppich regional unterschiedlicher Auflagen".
Die ganze, von viel Applaus begleitete Rede der Kulturstaatsministerin hier...

Monika Grütters eröffnete mit ihrer Keynote ein hochkarätiges Panel, bei dem die Geschäftsführerin von Unifrance, Daniela Elstner, Berlinale Chef Carlo Chatrian, Regisseurin Julia von Heinz, Verleiherin Leila Hamid (X-Verleih) und der AG-Kino-Gilde-Vorsitzende Christian Bräuer die gegenwärtige Situation, aber auch die Erwartungen für die nächsten Monate unter die Lupe nahmen.

FKM-Panel "Zahlen-Daten-Fakten": Programmkinos als "Meister der Kinoherzen"
(16.09.2020)

Auf dem Filmkunstmesse-Panel ZAHLEN-DATEN-FAKTEN warf auch in diesem Jahr FFA-Vorstandsmitglied Frank Völkert (Foto) einen traditionellen Blick auf die Zahlen der Programmkinos in Deutschland 2019 und stellte die „Programmkino-Studie 2019“ vor (diesmal per Videoübertragung). Im zweiten Teil des Panels präsentierten Bernd Zickert und Johanna Herfter von Comscore (auch offizieller Partner der Filmkunstmesse) aktuelle internationale Kinobesuchszahlen. Frank Völkerts Zahlen belegen, dass Kino in 2019 einen guten Lauf hatte mit Besuchs- und Umsatzsteigerungen von rund 9 %, der sich auch im Januar und Februar 2020 mit einem Plustrend fortsetzte - ehe dann der Corona-Lockdown alles zunichte machte. Die Programmkinos waren auch in 2019 wiederum besucher- und umsatztechnisch stabiler als der Gesamtmarkt und sind so beim Publikum, wie Frank Völkert es ausdrückte, „die Meister der Kinoherzen“.

Filmkunstmesse: Filmförder-Panel
(16.09.2020)

Am Dienstagnachmittag wurde in der Handelsbörse bei einem hochkarätigen Panel über die Zukunft der Film- und Kinoförderung in und nach der Corona-Krise gesprochen. Es diskutierten FFA-Vorstand Peter Dinges, Verleiher Michael Kölmel (Weltkino) und AG Kino-Vorstand Christian Bräuer. Es fehlte - wegen eines Eisenbahnschadens - leider Gitta Connemann, stellvertretende CDU-Fraktionsvorsitzende im Deutschen Bundestag. Die Moderation führte Ulrich Höcherl, Chefredakteur von Blickpunkt:Film. - Ein ausführlicher Bericht von Blickpunkt:Film dazu hier...
Fotos hier...

FKM-Videotagebuch 2
(16.09.2020)

Die Filmkunstmesse Leipzig stand am  Dienstag unter dem Motto "Begegnung ermöglichen". Die AG Kino: "Die Branche lebt vom Austausch und den persönlichen Begegnungen. Wir sind froh und glücklich, dass dies in Leipzig mit Abstand möglich ist. Bei strahlendem Wetter konnten sich die Fachbesucher auf dem Richard Wagner Platz gestern Abend in lockerer Atmosphäre treffen." -Der Link zum VIDEOTAGEBUCH Tag 2 hier...