Nachrichten

Berliner Zeitung: "Nur noch ein Kinositz: Warum der Mindestabstand schrumpfen darf"
(06.08.2020)

Die BERLINER ZEITUNG beschreibt die aktuelle Situation der Kinobranche nach der Berliner Abstandsneuregelung und der "Mulan"-Verschiebung. Unter der Überschrift "Nur noch ein Kinositz: Warum der Mindestabstand schrumpfen darf" heißt es: "Christian Bräuer lobt die Berliner, aber er sagt auch, dass die Kinos längst noch nicht alle Sorgen los sind. Ein Grund dafür ist auch das Verhalten in Hollywood." - Der ganze Artikel der BERLINER ZEITUNG hier...

"Bochum"-Tour durch Deutschland
(06.08.2020)

Am 10.  September startet Mindjazz Pictures die Ruhrpott-Doku WE ALMOST LOST BOCHUM – DIE GESCHICHTE VON RAG. Der Film ist "ein Denkmal für RAG und beleuchtet die erste echte Hochphase des deutschen HipHop". Nach der ersten Präsentation gestern beim Sion Sommerkino in Köln gehen die Filmemacher Julian Brimmers und Benjamin Westermann auf Kinotour - und zwar weit über das Ruhrgebiet hinaus.

UNIC-Appell: Cinema first!
(06.08.2020)

Als Reaktion auf Disneys Verschiebung von "Mulan" auf seinen Streamingdienst (als PVoD) fordert der Europäische Kino-Dachverband UNIC in einem dringlichen Appell die Filmstudios auf, weiter als Partner an der Seite der Kinos zu stehen. Jetzt, wo Kinos ihre Türen nach der langen Schließungsphase wieder öffnen können, müsse der Fokus der gesamten Industrie darauf liegen, dass eine Genesung gelingen könne. Zwar hätten viele Studiovertreter sich dazu bekannt, dass man in der Krise zusammenstehe, allerdings hätten die jüngsten Geschehnisse klargemacht, dass diese Haltung nicht nur durch Worte, sondern auch durch Taten gestützt werden müsse. Neuer Content müsse zuerst im Kino veröffentlicht werden - und das mit einem "nennenswerten" Kinofenster, beides sei für das Überleben der weltweiten Filmindustrie essenziell.

Berlin reduziert Abstandsregelungen für Kinos auf 1 Meter
(05.08.2020)

Nach NRW und Sachsen ändert nun auch Berlin seine Abstandsregelungen für die Kinos. In den kommenden Tagen soll der Berliner Senat die Freigabe für ein neues Hygiene-Rahmenkonzept erteilen. Bei Kinos ist nicht mehr der Abstand von 1,50 Meter vorgesehen, sondern von 1 Meter (gemessen von Sitzmitte zu Sitzmitte) - vorausgesetzt, es gibt eine Belüftungsanlage. Die neuen Maßnahmen für die Kinos werden auch als Probelauf für weitere Lockerungen im Kulturbereich angesehen. Perspektivisch könnten ebenfalls Theater und Konzerthäuser auf kürzere Abstände hoffen – sollten sich denn die neuen Maßnahmen in den Kinos bewähren, wie die B.Z. berichtet (Artikel hier...).
Die AG Kino-Gilde begrüßt dies ausdrücklich. Die Neuregelung in Berlin sehe Abstandsauflagen vor, die sich in vielen europäischen Ländern wie etwa Österreich, der Schweiz, Frankreich, der Niederlande, Dänemark, Finnland, Polen und der Ukraine bewährt hätten. In der Praxis bedeuten sie, dass zwischen Personen bzw. Personengruppen ein Sitzplatz frei bleiben muss. Mit dem neuen Hygiene-Rahmenkonzept werde den Berliner Kinos nunmehr eine Saalauslastung von bis zu zwei Dritteln ermöglicht.
„Die verantwortungsvolle Reduzierung des Mindestabstands im Kinosaal in Berlin ist ein wichtiges Signal für die gesamte Branche,“ so Christian Bräuer, Vorsitzender des Filmkunsttheaterverbands AG Kino – Gilde. „Wir danken Senatskanzleichef Christian Gaebler, dem Berliner Senat und dem Medienausschuss des Abgeordnetenhauses für den intensiven Austausch und die sachliche Auseinandersetzung mit dem Ort Kino. Mit der Anpassung wird anerkannt, dass Kinos über geeignete räumliche, organisatorische und technische Gegebenheiten verfügen, um Hygieneauflagen sehr gut umzusetzen.“

Abaton: Abstandsregeln aktualisieren!
(04.08.2020)

In einem Interview mit der ZEIT spricht sich Abaton-Macher Felix Grassmann für eine Aktualisierung, d.h. Reduzierung der Abstandsregelungen für Kinos aus, wie dies auch von der AG Kino gefordert wird. Im ZEIT-Interview heißt es: "Die Abstandsregeln waren anfangs hilfreich, damit die Leute Vertrauen fassen und zurück ins Kino kommen. Jetzt wäre es gut, wenn der Abstand schrumpft. Wie in Österreich oder in der Schweiz könnte nur noch ein Meter zwischen den Zuschauern sein, also ein freier Sitz zwischen zwei Gästen. Dann könnten wir 60 Prozent der Plätze nutzen und wahrscheinlich annähernd wirtschaftlich arbeiten. Nirgendwo hat sich bisher ein Infektionsherd im Kino gebildet. Bei uns wird ja auch nicht gesungen oder groß gesprochen." - Das ganze ZEIT-Interview hier...

Arthouse-Charts: die Nr. 1 aus Pohjanjoki
(04.08.2020)

“Urige Typen, lakonischer Witz und eine große Portion Warmherzigkeit, das sind die Zutaten für dieses bezaubernde Kinomärchen. Ein Film, der Menschen glücklich machen kann", so empfahl das ZDF heute journal Mika Kaurismäkis MASTER CHENG IN POHJANJOKI. Die Botschaft kam an beim Publikum - und bescherte dem finnischen Film Platz 1 der Arthouse-Charts. Auf Platz 2 schaffte es die Geschichte einer selbstbewussten tunesischen Frau und Psychotherapeutin AUF DER COUCH IN TUNIS.
Alle aktuellen Arthouse-Chartplatzierungen hier...

Filmkunstmesse: Noch ein Monat bis zum Anmeldeschluss
(03.08.2020)

Vom 14. bis 18. September findet die 20. Filmkunstmesse Leipzig als das erste zentrale Branchenevent seit Beginn der Corona-Pandemie physisch und unter strenger Einhaltung der dann geltenden Hygiene- und Abstandsregeln statt. Angemeldet wurden bislang 55 Filme, die in den Passage Kinos, der Schauburg und - um die Vorstellungen mit viel Platz zu entzerren - dem CineStar Leipzig gezeigt werden. Dabei sind namhafte Filmemacher*innen, Highlights der Berlinale und Beiträge aus Venedig. Die Verleiher setzen damit in diesen unsicheren Zeiten ein positives Signal für den Markt. Über 200 Kinobetreiber*innen und Branchenvertreter*innen haben sich schon angemeldet. Die veranstaltende AG Kino-Gilde e.V. rechnet insgesamt mit etwa 600 Akkreditierten und Gästen. Neben den Screenings soll der Blick mit hochkarätigen Panels und Seminaren in die Zukunft gerichtet und Strategien aus der Krise besprochen werden. Darüber hinaus bietet die Filmkunstmesse in diesem Jahr ein Rahmenprogramm, das Austausch und Begegnung in sicherem Umfeld ermöglicht.

Neuer Gilden-Dienst
(03.08.2020)

...mit Filmkritiken von Thomas Engel zu "Persischstunden", "I still believe", "Pelikanblut - Aus Liebe zu meiner Tochter" und "Kokon" hier...

15 Mio. BKM-Förderung für Verleih und Vertrieb
(31.07.2020)

Kulturstaatsministerin Monika Grütters fördert im Rahmen des rund 1 Milliarde Euro schweren Zukunftsprogramms NEUSTART KULTUR mit einem umfangreichen Maßnahmenpaket den Verleih von Kinofilmen in Deutschland. Für die Kinoverleih- und Vertriebsförderung werden bis Ende 2021 zusätzlich bis zu insgesamt 15 Mio. Euro bereitgestellt. Grütters: „Wir wollen das Kinopublikum zurückgewinnen“.

Kinotour zu "Sein - gesund, bewusst, lebendig"
(31.07.2020)

Die Doku SEIN - GESUND, BEWUSST, LEBENDIG erzählt von verschiedenen Wegen der Heilung. In einer umfangreichen Kinotour zum Kinostart stellt Regisseur Bernhard Koch mit Protagonist*innen und weiteren Gästen (bspw. zu Yoga) den Film persönlich vor. Die Termine:

Ev. Filmarbeit: "Schlingensief" Film des Monats August
(30.07.2020)

Die Jury der Evangelischen Filmarbeit empfiehlt die Doku "Schlingensief - In das Schweigen hineinschreien" (Weltkino, Kinostart 20.8.) als FILM DES MONATS AUGUST 2020. In der Begründung heißt es, der Film sei "eine brillante Hommage an einen fulminanten Künstler, der stets vor neuen Ideen sprudelte". - Die ganze Bewertung hier...

Filmkalender 2021
(30.07.2020)

Wir sind gerade mal mit der zweiten Jahreshälfte angefangen, aber die Zeit rast bekanntlich. Insofern: der Schüren Verlag weist darauf hin, dass der FILMKALENDER 2021 gerade frisch aus der Druckpresse gekommen ist und bestellt werden kann. Es gibt ein "Kalendarium mit über 1500 Geburts- und Todestagen von Filmschaffenden, Adressen rund um Kino und Film, internationale Filmfesivals usw." Und es gibt Texte zum Jubiläumsjahr «1», z.B. "1981: Hollywood im Zeichen des Videostars. MTV startet und beeinflußt mit neuer Bildsprache die Filmindustrie" oder "1991: Neue schwarze Perspektiven. Boyz N the Hood ist im Jahr 1991 prägend für den Ghettofilm und das New Black Cinema" und "1991: Hit it! Thelma & Louise ist 1991 das erste feministische Roadmovie. In der Folge kamen immer mehr Frauen in Actionrollen an (Terminator 2, Strange Days oder Set if off)."

Christian Bräuer: "AMC-Universal-Deal ist Kampfansage an mittelständischen europäischen Kinomarkt"
(29.07.2020)

Der weltgrößte Kinobetreiber AMC und das Hollywood-Filmstudio Universal haben eine neue folgenreiche Vereinbarung zur Regelung von Sperrfristen für Kinofilme bei Premium-VoD getroffen. Demnach sollen neue Produktionen nun schon nach 17 Tagen von der Kinoleinwand auf den TV-Bildschirm wandern, wo sie über digitale Plattformen wie iTunes, Amazon und Co gestreamt werden können. Bislang waren für das sogenannte "Kinofenster" typischerweise 70 bis 90 Tage reserviert. Grundweg ablehnend äußerte sich bereits Mooky Greidinger, CEO der weltweit zweitgrößten Kinokette Cineworld, er spricht, wie Blickpunkt:Film zitiert, vom "falschen Manöver zur falschen Zeit". Auch Christian Bräuer, Vorsitzender der AG Kino-Gilde und damit von 300 Arthouse-Kinos betont ausdrücklich: "Dieser Deal ist eine Kampfansage an mittelständischen europäischen Kinomarkt". - Zitiert wird er auf PRESSETEXT hier...

Afrika-Öko-Doku ausgezeichnet
(29.07.2020)

Der Dokumentarfilm THE GREAT GREEN WALL wurde am Sonntag beim BEYOND Film Festival Future Design mit dem Preis für den besten Dokumentarfilm ausgezeichnet (Begründung hier...). Im Mittelpunkt des aus dem ZKM Karlsruhe übertragenen Festivals stand dieses Jahr der Klimawandel und dessen Auswirkung. Regisseur Jared P. Scott nahm den Preis per Videoanruf entgegen. Weltkino startet den Film am 22.10.2020 in den Kinos. Empfohlen wird er auch von der FBW-Jugend-Filmury, die 4,5 Sterne vergab. In deren Begründung heißt es: „Der Dokumentarfilm erzählt nicht nur vordergründig von dem visionären Kampf gegen die Wüstenbildung in Afrika, um den Folgen des Klimawandels entgegenzuwirken, sondern stellt gleichzeitig die vielfältige und lebensfrohe Kultur Afrikas mit all ihren Schattenseiten dar. Die Problematik wird wundervoll dargestellt, gestützt durch charakteristische Landschaftsaufnahmen und spannende Porträts.“

Arthouse-Charts: Als Marie bei vollem Licht tanzte
(28.07.2020)

MARIE CURIE ist die neue Nr. 1 der Arthouse-Charts und hat BERLIN ALEXANDERPLATZ auf Platz 2 verwiesen. Die Neustarts konnten sich nur halb durchsetzen: auf Platz 4 ALS WIR TANZTEN und auf der 5 EDISON - EIN LEBEN VOLLER LICHT.
Alle aktuellen Arthouse-Chartplatzierungen hier...