Nachrichten

FFA: 5,4 Mio für Kinostarts und mehr
(23.11.2020)

Zu den sehnlichst erwarteten Filmen nach den Kino-Wiedereröffnungen gehören Sönke Wortmanns Gesellschaftskomödie „Contra“ mit Christoph Maria Herbst und Ed Herzogs siebter Eberhofer-Kinofilm „Kaiserschmarrndrama“ mit dem bundesweit beliebten Provinzpolizisten aus Bayern. In dem Politdrama „Je suis Karl“ spricht Christian Schwochow aktuelle Themen an, Philipp Stölzl hat Stefan Zweigs Klassiker „Schachnovelle“ mit Oliver Masucci verfilmt. Dazu ein neues Kinoabenteuer der „Biene Maja“... Für sie und viele weitere Filme hat die FFA-Kommission für Verleih-, Vertriebs- und Videoförderung 3,8 Mio Euro für die Herausbringung und den Weltvertrieb von 19 Filmen vergeben. Zehn Filme erhalten für ihren Kinostart 3,6 Mio Euro, davon kommen 2,3 Mio Euro aus dem BKM-Sonderprogramm NEUSTART KULTUR; aus FFA-Mitteln stammen 1,3 Euro. Zusätzliche Medialeistungen in Höhe von 1,6 Mio Euro erhalten sieben Filme.

Neuer Gilden-Dienst
(23.11.2020)

...mit Filmkritiken von Thomas Engel zu "The Trouble With Being Born", "Vaterland", "Woman" und "Nachspiel" hier...

Süddeutsche Zeitung: Kino vers. Streaming
(21.11.2020)

In einem Kommentar in der SÜDDEUTSCHEN ZEITUNG fragt SZ-Redakteur Tobias Kniebe: "'Wonder Woman 1984' startet (in den USA) Weihnachten gleichzeitig als Stream und im Kino. Ein Corona-Präzedenzfall. Und eine Zeitenwende?" Um am Ende seiner Analyse vor allem bezogen auf den Seriendruck der Streamingdienste die Antwort zu geben: "Fürs Kino aber ist das eine gute und sogar hoffnungsvolle Nachricht. Es bedeutet, dass die Streaming-Anbieter auf serielle Leitfiguren setzen müssen, deren Geschichten sich schnell fortspinnen lassen, während das einmalige große Spektakel, auf dessen Sequel man zwei Jahre warten muss, bis auf Weiteres eine Domäne des Kinos bleibt. Ob diese von anderen Anbietern so leicht erobert werden kann, steht immer stärker infrage." - Der ganze Beitrag der Süddeutschen Zeitung hier...

ZDF-Morgenmagazin: "Kultur im Shutdown"
(20.11.2020)

Unter der Überschrift "Kultur im Shutdown" berichtete das ZDF-MORGENMAGAZIN heute morgen ausführlich über die Situation der Kinos, der Theater, der Künstler im aktuellen Shutdown. In einer ersten Gesprächsrunde waren AG-Kino-Vorsitzender Christian Bräuer und die Künstlerin Emiko Gejic eingeladen, in einer zweiten Bundeskulturstaatsministerin Monika Grütters (die auch immer wieder die Bedeutung der Kinos bertonte) und der Schauspieler Hans-Werner Meyer.
- "Kultur sei ein "Grundpfeiler unserer Gesellschaft", so Christian Bräuer, Vorsitzender der AG Kino. Er und die Tänzerin Emiko Gejic berichten bei moma vor Ort über ihre schwierige Situation." - Der ganze Bericht hier...
- "Ziel sei es "Schauspieler wie Soloselbstständige" zu behandeln, so Kulturstaatsministerin Monika Grütters, CDU. "Wir wollen weiter arbeiten", sagt Schauspieler Hans-Werner Meyer." - Der zweite Bericht hier...

European Cinema Night 2020 im zeise-Kino
(20.11.2020)

Dieses Jahr nehmen über 70 eurooäische Kinos an der EUROPEAN CINEMA NIGHT 2020 teil. Als einziges Kino in Deutschland ist auch das zeise-Kino Hamburg dabei: mit einem einmaligen, kostenlosen Online-Stream des französischen Kino-Highlights und 2019er Cannes-Abschlussfilms "Alles außer gewöhnlich" (deutsche Fassung). Heute am Freitag, den 20.11., um 20 Uhr kann man sich auf zeise.de einloggen. Vor dem Stream wird Fatih Akin ein Grußwort sprechen! Gesponsert wird die Veranstaltung von European Commission’s Creative Europe MEDIA.

"Systemsprenger"-Produzent: "Streamingplattformen sind für Arthouse-Filme keine Alternative zum Kino"
(20.11.2020)

In einem ausführlichen Interview mit dem Portal MEDIENPOLITIK.NET berichtet der "Systemsprenger"-Produzent Jakob D. Weydemann von der Situation der Filmproduzenten unter den aktuellen Corona-Bedingungen. Und betont, dass Streamingplattformen, auch wenn sie als neue Player neue Möglichkeiten böten, "für Arthouse-Filme keine Alternative zum Kino" seien. - Das ganze Interview hier...

Europa Cinemas sucht Jury-Mitglieder
(19.11.2020)

Europa Cinemas sucht Jury-Mitglieder für fünf europäische Filmfestivals in 2021, bei denen jeweils auch das Label Europa Cinemas als Preis verliehen wird. Und zwar für die Berlinale (Panorama, 11.-21.2.), für das Cannes Filmfestival (Director's Fortnight, 11.-22.5.), für das Filmfestival Karlsbad (Karlovy Vary, East of the West und Wettbewerb, 2.-10.7.), für das Locarno Filmfestival (Concorso internazionale & Cineasti del presente, 4.-14.8.) und das Filmfestival Venedig (Giornate Degli Autori , 1.-11.9.) Interessenten können sich melden per Mail an communication@europa-cinemas.org.

Niederländische Kinos dürfen wieder öffnen
(18.11.2020)

Ob es in Deutschland mit dem 1. Dezember wieder los geht, ist mehr als fraglich. Dafür gibt es jetzt zumindest aus den Niederlanden eine positive Meldung: ab dem heutigen Tag dürfen dort die Kinos und auch Theater und Museen wieder öffnen, während allerdings Kneipen und Restaurants weiterhin geschlossen bleiben müssen. - siehe SZ hier...

ZDF ASPEKTE u.a. mit Christian Bräuer
(14.11.2020)

Mit einer bemerkenswert engagierten Sendung hat am Freitagabend das ZDF-Magazin ASPEKTE die Wichtigkeit von (Live-)Kultur herausgestellt und die ganze Sendung den Verwerfungen gewidmet, denen gerade die Kulturmacher und Kulturinstitutionen dieser Republik ausgesetzt sind durch die erneuten Corona-Schließungen. Von Musikern wie Herbert Grönemeyer ausgehend über Konzerte, Theater, Museen, Künstlern bis hin zu Kinos wurde thematisiert, was da gerade passiert und wie die Reaktionen sind. Interviewt wurde auch Christian Bräuer als Vorsitzender der AG Kino und Geschäftsführer der Yorck Kinogruppe, aufgenommen wurde es im DelphiLUX in Berlin. Christian Bräuer betonte, wie schmerzlich der zweite Lockdown jetzt ist – wie unverzichtbar aber Kinos als Orte der Begegnung seien: „Kultur ermöglicht einen Blick in eine Welt, die wir allein durch Informationen nicht begreifen. Wir sehnen uns nach der unmittelbaren Begegnung, nach dem gemeinsamen Erleben.“

L.A.-Dokfilmfestival-Preis für neuen Pepe-Danquart-Film
(14.11.2020)

Seit seinem Oscar®-Gewinn für den Kurzfilm SCHWARZFAHRER im Jahr 1994 gehört Pepe Danquart zu Deutschlands bekanntesten Filmgrößen. Für seine Dokumentarfilme HEIMSPIEL (2000) und AM LIMIT (2007) gewann er Auszeichnungen wie den Deutschen Filmpreis und den Bayerischen Filmpreis sowie eine Nominierung für den Europäischen Filmpreis. Seine neueste Doku, VOR MIR DER SÜDEN, wurde nun beim diesjährigen DOC LA, Los Angeles Documentary Film Festival, mit dem Preis für den Besten Internationalen Dokumentarfilm ausgezeichnet. Der Film, der ins Jahr 1959 nach Italien führt und in der sich Pepe Danquart in einem Fiat Millecento auf die Spuren des Filmemachers Pier Paolo Pasolini auf eine Reise durch Italien begibt, startet am 17. Dezember 2020 im Verleih von Neue Visionen bundesweit im Kino.

Neuer Gilden-Dienst
(14.11.2020)

...mit Filmkritiken von Thomas Engel zu "Curveball - Wir machen die Wahrheit", "Himmel über dem Camino", "Atomkraft Forever" und  "Notre Dame - Die Liebe ist eine Baustelle" hier...

"Kino: Sicherer geht's kaum"
(14.11.2020)

Mit einer Plakataktion unter dem Motto "Kino: Sicherer geht's kaum" machen die Betreiber*innen der Essener Filmkunstkinos darauf aufmerksam, dass Kino ein sicherer Ort in dieser Corona-Zeit ist. Marianne Menze: "In der Hoffnung etwas dazu beitragen zu können, die eigenen Ängste zu reflektieren, haben wir eine Serie von Plakaten produziert, die wir Ihnen hier vorstellen möchten. Wenn Sie Lust haben, Ihrerseits durch das Aushängen eines Plakates dazu beizutragen, melden Sie sich gerne bei uns."

Bayerische Kinoklage abgewiesen
(12.11.2020)

Wie aktuell gemeldet wird, hat das Bundesverfassungsgericht heute den Eilantrag einer Kino- und Restaurantbetreiberin auf Erlass einer einstweiligen Anordnung gegen die bayerischen Coronaregeln abgelehnt. Zwar sei die erzwungene Schließung des Restaurants ein Eingriff in das Grundrecht auf Berufsfreiheit, aber die Maßnahmen seien befristet, zudem gebe es wirtschaftliche Staatshilfen. Bezüglich des Kinos, heißt es weiter, hätte sich die Betreiberin zunächst an den bayerischen Verwaltungsgerichtshof wenden müssen. - siehe u.a. Yahoo-Nachrichten hier...

Hessische Kinos appellieren an Ministerpräsident Bouffier
(11.11.2020)

Das Film- und Kinobüro Hessen e.V. im Namen der hessischen Kinos hat sich "im Namen zahlreicher und unterschiedlichster hessischer Kinos" mit einem OFFENEN BRIEF an den hessischen Ministerpräsidenten Volker Bouffier gewandt, um finanzielle Unterstützung bei der jetzigen Lockdown-Situation anzumahnen. Genannt werden staatliche Unterstützung in Form von Betriebskostenzuschüssen, wie sie etwa in Bayern und NRW gegeben werden. Aber auch eine vernünftige Perspektive für die Wiedereröffnung wird gefordert in Form von sinnvolleren Abstandsregeln (ein auf 1m oder einen Sitzplatz reduzierter Abstand), was Sicherheit gewährleisten würde, die Kinos gleichzeitig ihre Kapazitäten aber auf zumindest 50 % ausweiten ließe. - Der Offene Brief als PDF hier...

AG Kino zum EU-Haushalt: „Bedeutendes Signal zur Stärkung der europäischen Filmkultur“
(11.11.2020)

Mit der Einigung über den mittelfristigen Finanzrahmen der EU von 2021 bis 2027 wurde der Etat für das Programm ‚Kreatives Europa’ von 1,46 auf 2,2 Mrd. Euro erhöht. Damit wird auch das MEDIA-Programm der Europäischen Union gestärkt. Christian Bräuer, Vorsitzender der AG Kino und Präsident des internationalen Filmkunsttheaterverbands CICAE: „Die Erhöhung des Budgets für ‚Kreatives Europa’ und dem Subprogramm ‚MEDIA’ ist ein bedeutendes Signal für die Sicherung der Vielfalt des europäischen Kinos. Wir danken allen, die sich hierfür eingesetzt haben. Es ist gut, dass nun Klarheit geschaffen ist. Damit sind die Kontinuität und das Förderjahr 2021 gesichert.“ Das MEDIA-Programm mit dem Kinonetzwerk ‚Europa Cinemas’ zählt zu den Erfolgsgeschichten der Europäischen Union und ist ein besonderes Beispiel für die gelebte europäische Einigung. Mit ihrem Programmschwerpunkt auf europäischen Filmen sind die Mitglieder des Kinonetzwerks ein Botschafter der europäischen Werte und Rückgrat der europäischen Filmwirtschaft. „Damit ist nun die Basis geschaffen, dieses Netzwerk, dessen Mitglieder durch die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie besonders betroffen sind, nun kräftig zu stärken und damit die Vielfalt der europäischen Filmkultur auch in Zukunft sichtbar zu machen,“ so Christian Bräuer. Wie auch jüngste Studien der Europäischen Audiovisuellen Observationsstelle zeigen, ist der Erfolg eines Films im Kino unverändert elementare Voraussetzung für seinen weiteren Erfolg auf Online- und Streamingplattformen.