Nachrichten

Christian Bräuer im Morgenpost-Interview: Perspektive für die Kultur
(27.11.2020)

In einem Interview mit der BERLINER MORGENPOST nimmt AG-Kino-Vorsitzender Christian Bräuer Stellung zur aktuellen Corona-Kinolockdown-Situation. Er betont: "Bei all dem Schlimmen, was der Beschluss der Kanzlerin und der Ministerpräsidenten für uns bedeutet – ein guter Passus findet sich darin: "Beim weiteren Vorgehen ist zu beachten, dass das Infektionsschutzgesetz vorsieht, bei Beschränkungen des Betriebs von Kultureinrichtungen oder von Kulturveranstaltungen der Bedeutung der Kunstfreiheit Rechnung zu tragen“, heißt es da. Und weiter: „Sobald dies angesichts der Infektionslage möglich ist, sollten daher die Kultureinrichtungen wieder öffnen können. Die Kulturminister werden beauftragt, hierfür eine Strategie zu erarbeiten, die den notwendigen Vorlauf und hinreichende Planungssicherheit gewährleistet.“
- Das ganze Interview als PDF hier...

Und ein Radio-Interview mit RBB-Kultur hier...

Kulturstaatsministerin Monika Grütters: Besondere Stellung der Kultur
(26.11.2020)

In einem Kommentar zum Beschluss der Videoschaltkonferenz der Bundeskanzlerin mit den Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder am 25. November 2020 betont Kulturstaatsministerin Monika Grütters die Sonderstellung der Kultur: „Für die Kreativen ist es bitter, auch im Dezember ihre Kunst vielfach nicht ausüben zu können, und es ist traurig für uns alle, dass viele Kultureinrichtungen noch länger geschlossen bleiben müssen. Erstmals ist in dem Beschluss aber ausdrücklich klargestellt, dass sie wegen des hohen und auch im Grundgesetz verankerten Rangs der Kunstfreiheit öffnen dürfen, sobald dies unter Beachtung der Infektionslage wieder möglich ist. Dieses wichtige Signal begrüße ich sehr. Die Kulturszene verhält sich seit Beginn der Pandemie sehr solidarisch, obwohl sie in ihrem Lebensnerv getroffen ist und ein großes Opfer bringt. Zudem haben viele Kultureinrichtungen – auch mit Unterstützung des Bundes – in den vergangenen Monaten vorbildliche Hygienekonzepte und Abstandsregelungen entwickelt. Sie waren die ersten, die schließen mussten – sie dürfen nicht die letzten sein, die wieder öffnen dürfen.“

Lockdown verlängert - "Planungssicherheit für Kultur" vorgesehen
(25.11.2020)

Wie zu erwarten war, haben sich am späten Mittwochabend die Ministerpräsidenten und Ministerpräsidentinnen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel auf eine Verlängerung des Corona-Lockdowns verständigt. Für den Einzelhandel sind sogar Verschärfungen vorgesehen. Die Verlängerung gilt bis zum 20. Dezember – ab dann wird weiterhin im 2-Wochen-Rhythmus entschieden. Das heißt, dass bis auf noch nicht absehbare Zeit auch die Kinos geschlossen bleiben müssen. Die betroffenen Geschäfte und Einrichtungen sollen aber auch weiterhin wie bei den Novemberhilfen Entschädigungen erhalten, ca. 17 Milliarden Euro sind dafür vorgesehen.
IMMERHIN: die Kultureinrichtungen werden besonders gewürdigt! Im Beschluss heißt es: „Beim weiteren Vorgehen ist zu beachten, dass das Infektionsschutzgesetz vorsieht, bei Beschränkungen des Betriebs von Kultureinrichtungen oder von Kulturveranstaltungen der Bedeutung der Kunstfreiheit Rechnung zu tragen. Sobald dies angesichts der Infektionslage möglich ist, sollten daher die Kultureinrichtungen wieder öffnen können. Die Kulturminister werden beauftragt, hierfür eine Strategie zu erarbeiten, die den notwendigen Vorlauf und hinreichende Planungssicherheit gewährleistet.“ (Pkt. 6 des Beschlusses). Vor allem die Punkte „notwendiger Vorlauf“ und „hinreichende Planungssicherheit“ bieten die Möglichkeit, dass es – möglichst in Abstimmung mit den Verbänden - anders als im Sommer zu einem geregelten, geplanten und bundesweit abgestimmten Eröffnungsszenario kommt.

Anträge auf Novemberhilfen ab sofort möglich
(25.11.2020)

Firmen im Teil-Lockdown und Selbstständige wie Künstler können ab sofort Anträge auf die Novemberhilfen stellen. Das teilte das Bundeswirtschaftsministerium mit. Erste Hilfen sollen ab Ende November gewährt werden, und zwar in Form von Abschlagszahlungen. Das ist ein Vorschuss auf spätere Zahlungen ohne eine tiefergehende Prüfung.

Bayerische Digitalministerin: Rasche Hilfe für Kinos auch vom Bund nötig
(25.11.2020)

Bayerns Digitalministerin Judith Gerlach fordert vom Bund die rasche Umsetzung des angekündigten Corona-Förderprogramms für Kinos. Vor allem die Mittel aus dem so genannten Zukunftsprogramm III, mit dem der Bund die Filmtheater mit bis zu 30 Millionen Euro bei den laufenden Betriebskosten unterstützen will, verzögern sich. Die für die bayerische Film- und Kinowirtschaft zuständige Ministerin erklärt: „Angesichts der anhaltenden Pandemie brauchen die Filmtheater jede mögliche Unterstützung. Vor allem brauchen sie jetzt schnelle und effektive Hilfe bei den auflaufenden Betriebsverlusten. Bayern unterstützt hier bereits tatkräftig und hat sogar gerade seine Kino-Anlaufhilfen bis Mitte 2021 verlängert und die bereitgestellte Summe auf insgesamt 24 Millionen Euro verdoppelt. Wichtig ist jetzt, dass auch der Bund seine zugesagten Hilfen auf den Weg bringt. Unsere Kinos sind ein wichtiger Bestandteil der Kulturszene. Bayern steht hier zu seinen Zusagen, der Bund sollte das auch tun.“

FFA: 5,4 Mio für Kinostarts und mehr
(23.11.2020)

Zu den sehnlichst erwarteten Filmen nach den Kino-Wiedereröffnungen gehören Sönke Wortmanns Gesellschaftskomödie „Contra“ mit Christoph Maria Herbst und Ed Herzogs siebter Eberhofer-Kinofilm „Kaiserschmarrndrama“ mit dem bundesweit beliebten Provinzpolizisten aus Bayern. In dem Politdrama „Je suis Karl“ spricht Christian Schwochow aktuelle Themen an, Philipp Stölzl hat Stefan Zweigs Klassiker „Schachnovelle“ mit Oliver Masucci verfilmt. Dazu ein neues Kinoabenteuer der „Biene Maja“... Für sie und viele weitere Filme hat die FFA-Kommission für Verleih-, Vertriebs- und Videoförderung 3,8 Mio Euro für die Herausbringung und den Weltvertrieb von 19 Filmen vergeben. Zehn Filme erhalten für ihren Kinostart 3,6 Mio Euro, davon kommen 2,3 Mio Euro aus dem BKM-Sonderprogramm NEUSTART KULTUR; aus FFA-Mitteln stammen 1,3 Euro. Zusätzliche Medialeistungen in Höhe von 1,6 Mio Euro erhalten sieben Filme.

Neuer Gilden-Dienst
(23.11.2020)

...mit Filmkritiken von Thomas Engel zu "The Trouble With Being Born", "Vaterland", "Woman" und "Nachspiel" hier...

Süddeutsche Zeitung: Kino vers. Streaming
(21.11.2020)

In einem Kommentar in der SÜDDEUTSCHEN ZEITUNG fragt SZ-Redakteur Tobias Kniebe: "'Wonder Woman 1984' startet (in den USA) Weihnachten gleichzeitig als Stream und im Kino. Ein Corona-Präzedenzfall. Und eine Zeitenwende?" Um am Ende seiner Analyse vor allem bezogen auf den Seriendruck der Streamingdienste die Antwort zu geben: "Fürs Kino aber ist das eine gute und sogar hoffnungsvolle Nachricht. Es bedeutet, dass die Streaming-Anbieter auf serielle Leitfiguren setzen müssen, deren Geschichten sich schnell fortspinnen lassen, während das einmalige große Spektakel, auf dessen Sequel man zwei Jahre warten muss, bis auf Weiteres eine Domäne des Kinos bleibt. Ob diese von anderen Anbietern so leicht erobert werden kann, steht immer stärker infrage." - Der ganze Beitrag der Süddeutschen Zeitung hier...

ZDF-Morgenmagazin: "Kultur im Shutdown"
(20.11.2020)

Unter der Überschrift "Kultur im Shutdown" berichtete das ZDF-MORGENMAGAZIN heute morgen ausführlich über die Situation der Kinos, der Theater, der Künstler im aktuellen Shutdown. In einer ersten Gesprächsrunde waren AG-Kino-Vorsitzender Christian Bräuer und die Künstlerin Emiko Gejic eingeladen, in einer zweiten Bundeskulturstaatsministerin Monika Grütters (die auch immer wieder die Bedeutung der Kinos bertonte) und der Schauspieler Hans-Werner Meyer.
- "Kultur sei ein "Grundpfeiler unserer Gesellschaft", so Christian Bräuer, Vorsitzender der AG Kino. Er und die Tänzerin Emiko Gejic berichten bei moma vor Ort über ihre schwierige Situation." - Der ganze Bericht hier...
- "Ziel sei es "Schauspieler wie Soloselbstständige" zu behandeln, so Kulturstaatsministerin Monika Grütters, CDU. "Wir wollen weiter arbeiten", sagt Schauspieler Hans-Werner Meyer." - Der zweite Bericht hier...

European Cinema Night 2020 im zeise-Kino
(20.11.2020)

Dieses Jahr nehmen über 70 eurooäische Kinos an der EUROPEAN CINEMA NIGHT 2020 teil. Als einziges Kino in Deutschland ist auch das zeise-Kino Hamburg dabei: mit einem einmaligen, kostenlosen Online-Stream des französischen Kino-Highlights und 2019er Cannes-Abschlussfilms "Alles außer gewöhnlich" (deutsche Fassung). Heute am Freitag, den 20.11., um 20 Uhr kann man sich auf zeise.de einloggen. Vor dem Stream wird Fatih Akin ein Grußwort sprechen! Gesponsert wird die Veranstaltung von European Commission’s Creative Europe MEDIA.

"Systemsprenger"-Produzent: "Streamingplattformen sind für Arthouse-Filme keine Alternative zum Kino"
(20.11.2020)

In einem ausführlichen Interview mit dem Portal MEDIENPOLITIK.NET berichtet der "Systemsprenger"-Produzent Jakob D. Weydemann von der Situation der Filmproduzenten unter den aktuellen Corona-Bedingungen. Und betont, dass Streamingplattformen, auch wenn sie als neue Player neue Möglichkeiten böten, "für Arthouse-Filme keine Alternative zum Kino" seien. - Das ganze Interview hier...

Europa Cinemas sucht Jury-Mitglieder
(19.11.2020)

Europa Cinemas sucht Jury-Mitglieder für fünf europäische Filmfestivals in 2021, bei denen jeweils auch das Label Europa Cinemas als Preis verliehen wird. Und zwar für die Berlinale (Panorama, 11.-21.2.), für das Cannes Filmfestival (Director's Fortnight, 11.-22.5.), für das Filmfestival Karlsbad (Karlovy Vary, East of the West und Wettbewerb, 2.-10.7.), für das Locarno Filmfestival (Concorso internazionale & Cineasti del presente, 4.-14.8.) und das Filmfestival Venedig (Giornate Degli Autori , 1.-11.9.) Interessenten können sich melden per Mail an communication@europa-cinemas.org.

Niederländische Kinos dürfen wieder öffnen
(18.11.2020)

Ob es in Deutschland mit dem 1. Dezember wieder los geht, ist mehr als fraglich. Dafür gibt es jetzt zumindest aus den Niederlanden eine positive Meldung: ab dem heutigen Tag dürfen dort die Kinos und auch Theater und Museen wieder öffnen, während allerdings Kneipen und Restaurants weiterhin geschlossen bleiben müssen. - siehe SZ hier...

ZDF ASPEKTE u.a. mit Christian Bräuer
(14.11.2020)

Mit einer bemerkenswert engagierten Sendung hat am Freitagabend das ZDF-Magazin ASPEKTE die Wichtigkeit von (Live-)Kultur herausgestellt und die ganze Sendung den Verwerfungen gewidmet, denen gerade die Kulturmacher und Kulturinstitutionen dieser Republik ausgesetzt sind durch die erneuten Corona-Schließungen. Von Musikern wie Herbert Grönemeyer ausgehend über Konzerte, Theater, Museen, Künstlern bis hin zu Kinos wurde thematisiert, was da gerade passiert und wie die Reaktionen sind. Interviewt wurde auch Christian Bräuer als Vorsitzender der AG Kino und Geschäftsführer der Yorck Kinogruppe, aufgenommen wurde es im DelphiLUX in Berlin. Christian Bräuer betonte, wie schmerzlich der zweite Lockdown jetzt ist – wie unverzichtbar aber Kinos als Orte der Begegnung seien: „Kultur ermöglicht einen Blick in eine Welt, die wir allein durch Informationen nicht begreifen. Wir sehnen uns nach der unmittelbaren Begegnung, nach dem gemeinsamen Erleben.“

L.A.-Dokfilmfestival-Preis für neuen Pepe-Danquart-Film
(14.11.2020)

Seit seinem Oscar®-Gewinn für den Kurzfilm SCHWARZFAHRER im Jahr 1994 gehört Pepe Danquart zu Deutschlands bekanntesten Filmgrößen. Für seine Dokumentarfilme HEIMSPIEL (2000) und AM LIMIT (2007) gewann er Auszeichnungen wie den Deutschen Filmpreis und den Bayerischen Filmpreis sowie eine Nominierung für den Europäischen Filmpreis. Seine neueste Doku, VOR MIR DER SÜDEN, wurde nun beim diesjährigen DOC LA, Los Angeles Documentary Film Festival, mit dem Preis für den Besten Internationalen Dokumentarfilm ausgezeichnet. Der Film, der ins Jahr 1959 nach Italien führt und in der sich Pepe Danquart in einem Fiat Millecento auf die Spuren des Filmemachers Pier Paolo Pasolini auf eine Reise durch Italien begibt, startet am 17. Dezember 2020 im Verleih von Neue Visionen bundesweit im Kino.