Die Känguru-Chroniken

Seit gut zehn Jahren gibt es das Känguru, erfunden vom Autor, Liedermacher und Kleinkünstler Marc-Uwe Kling, der für einen Podcast aus seinem fiktiven WG-Leben mit dem sprechenden Känguru erzählte. Nach erfolgreichen Hörbüchern und Büchern mit dem Känguru kommt nun der von Fans heiß erwartete Film. Die episodische Struktur des literarischen Sammelsuriums hat Marc-Uwe Kling in eine durchgehende Handlung verwandelt, spielt dabei jedoch gekonnt mit der Form, wenn er erzählt wie sein anarchisches Alter Ego und das kommunistische Känguru alles daransetzen, die Baupläne eines Nazi-Bonzen zu durchkreuzen. Herausgekommen ist der wohl schrägste und witzigste Film des Jahres.

Webseite: www.x-verleih.de

Deutschland 2020
Regie: Dani Levy
Darsteller: Dimitrij Schaad, Rosalie Thomass, Adnan Maral, Henry Hübchen, Bettine Lamprecht
Verleih: X Verleih
Länge 90 Min.
Start: 05. März 2020

FILMKRITIK:

Als es an Marc-Uwes (Dimitrij Schaad) Tür klingelt, steht ein sprechendes Känguru davor. Es möchte sich ein paar Zutaten leihen, um Eierkuchen zu machen. Das Känguru kommt noch häufiger, denn nichts ist in der eigenen Wohnung vorhanden, noch nicht mal der Herd. Nach kurzen Irrungen und Wirrungen zieht das Känguru gleich ganz bei Marc-Uwe ein. Ein Jahr später hat man sich in der chaotischen WG zusammengerauft. Das Känguru gibt Marc-Uwe Beziehungstipps, weil der nicht weiß, wie er mit der Nachbarin anbandeln soll, es bringt dem Nachbarsjungen Boxen bei, und ist die treibende Kraft dahinter, die Pläne eines rechten Politikers (Henry Hübchen) zu durchkreuzen. Denn der möchte den Block, in dem alle so schön leben, plattmachen, um einen Nazi-Tower, pardon, den Europa-Tower, zu errichten.

Die Welt von „Die Känguru-Chroniken“ ist eine des zelebrierten Absurden. Dass ein Känguru spricht, ficht niemanden wirklich an. Es ist halt so. Dem Irrsinn der im Film präsentierten Realität wird das Werk aber auch formal gerecht. Schon in den ersten Minuten zeigt man dem Publikum, dass dies alles andere als ein konventioneller Film ist. So hört man Marc-Uwe Kling und das Känguru im Audiokommentar darüber streiten, wie man den Film am besten startet, während der schon läuft – und dann wird den beiden der Ton abgedreht. Aber das ist längst nicht alles, das Finale, das mit seiner Vorhersehbarkeit sicherlich niemanden überraschen wird, wird einfach ganz übersprungen. Weil man ja eh weiß, wie das Ganze ausgeht. Stattdessen nutzt der Film die damit gewonnene Zeit damit, noch ein paar knackige Gags unterzubringen. Die findet man übrigens auch im Nachspann, also nicht gleich aus dem Kino stürmen. Denn auch hier gibt es noch gut was zu lachen.

Ein Film wie dieser steht und fällt natürlich auch damit, wie überzeugend das Känguru gestaltet ist. Mit einem Wort: brillant. Was die Münchner Effektschmiede Trixter, die auch schon für verschiedene Marvel-Produktionen tätig war, hier abgeliefert hat, ist einfach grandios. Der Bewegungsablauf, vor allem aber auch die Mimik des Kängurus sind in jeder Einstellung überzeugend. Man zweifelt niemals an der Existenz des Beuteltiers und wird so direkt in die absurde Welt des Films hineingezogen.

„Die Känguru-Chroniken“ ist in erster Linie ein Spaßfilm für Fans, aber auch für all jene, die bisher noch keine Berührungspunkte mit Marc-Uwe und seinem Mitbewohner hatten. Der Film setzt auf Humor, der Unterbau ist aber durchaus ernst und in seiner satirischen Art beißend. Und das längst nicht nur, wenn das Logo der rechtspopulistischen Partei an die AFD erinnert, das Akronym AZD aber für „Alternative zur Demokratie“ steht. In der Umsetzung von einem akustischen bzw. literarischem Medium zu einem des Sehens geht die Essenz nicht verloren. Im Gegenteil, der anarchische Sinn für Humor, der auch Gags durchzieht, bei denen Verfechter des guten Geschmacks vielleicht die Nase rümpfen, ist das erhebend Frische an diesem Film.

Kaum zu glauben, aber „Die Känguru-Chroniken“ darf man schon jetzt als einen der ungewöhnlichsten Filme dieses Jahres zu feiern – und das in einem Kinojahr, das auch „Jojo Rabbit“ zu bieten hat. Der Erfolg dürfte dem Film sicher sein, und dem Zuschauer damit weitere Begegnungen mit dem Känguru, denn Marc-Uwe Kling hat bereits vier Bücher mit den Abenteuern des Kängurus publiziert.

Peter Osteried


Nach Radio, Buch und Hörbuch hüpft das kommunistische Känguru von Marc-Uwe Kling nun auf die Kino-Leinwand. Regisseur Dani Levy liefert eine nette Komödie mit flapsigem Klassenkampf und klasse Besetzung.

Eigentlich fängt es damit an, dass ein Känguru bei Marc-Uwe Kling (Dimitrij Schaad) nervig klingelt und um ein paar Eier bittet, um wenige Momente später gleich ganz einzuziehen. Doch wie es sich für die Geschichte eines kommunistischen Kängurus und eines anarchistischen Kleinkünstlers gehört, wird beim Film erst mal kritisch über die passende Nacherzählung diskutiert. Der Streit-Ton ist damit gesetzt, es ist das intellektuell durchaus gehaltvolle, zitatenreiche und links-politische Gekabbel zwischen neuen WG-Bewohnern.

Dem flott chaotischen Auftakt um hauptsächlich verschütteten Eierkuchen-Teig mit geistreichem Wortwitz, guter Animation und noch besserem Schauspiel folgt ein Mix aus Kiez-Porträts, Slapstick und anti-kapitalistischer Handlung. Denn die typische Berliner Viertel-Bude im Multikulti-Viertel soll vom fiesen Immobilien-Bonzen Jörg Dwigs (herrlich angebräunt: Henry Hübchen) für einen populistisch-nationalen Europa-Tower platt gemacht werden. So wie die Nazis, die gerade Kling und Känguru wegen dessen Köter-Weitkicken verfolgen, aus purer Blödheit Dwigs’ Porsche platt gemacht haben. Dass der Immobilien-Hai auf Sand gebaut hat, erfährt die Protest-Truppe um Kling, das Känguru, die Kneipen- und Büdchen-Besatzung sowie Klings Love-Interest (Rosalie Thomass) erst später. Hilfreich beim Kampf um das Viertel und dem Vortrieb der Handlung ist eine Hasenpfote, die Dwigs’ Vater im Hintern durch den Krieg gebracht hat…

Ja, genau: Tarantinos „Pulp Fiction“ mit der Uhr-Szene von Christopher Walken wird herrlich albern zitiert. Dazu pinkelt ein Nazi (oder doch der statisch wahrscheinliche V-Mann?) auf Klings Teppich, damit man den Pyjama-Träger als Geistes-Verwandten von „The Big Lebowski“ verorten kann. Denn „Von Amerika lernen, heißt siegen lernen“ (Dwigs). Bei der Western-Salon-Szene in der Kiez-Kneipe wiehern draußen die Pferde. Helge Schneider gibt einen Fitness-Trainer.

Es gibt reichlich Häppchen aus dem modernen Klassiker „Die Känguru-Chroniken“: Der grammatikalische Korinthenkacker bekommt ebenso sein Fett ab, wie die Nazis, die AzD (Alternative zu Deutschland), „Fick Neoliberalismus“ (als Graffito nicht Graffiti!), rechte Aluhüte, ein Berliner Schwabe, der den Mangel an korrektem Deutsch beklagt, und das Gentrifizieren. Wenn die Handlung zwischendurch mal an Schwung verliert, tragen die sympathischen Figuren und die trefflichen Karikaturen die Komödie locker über die Hänger.

Dimitrij Schaad gibt die menschliche Hauptfigur stimmig, die animalische Animation ist gut und vor allem witzig. Dani Levys vertrauter Darsteller Henry Hübchen karikiert klasse den rechtspopulistisch verbrannten Unsympath und Rassisten. Das ist inhaltlich eher rebellisch als formal von Marc-Uwe Kling und Dani Levy auf die Leinwand gebracht. Nach Komödien wie „Alles auf Zucker“ ist es diesmal kein feiner Lubitsch von Levy. Für die vielen Fans sind „Die Känguru-Chroniken“ möglicherweise zu wenig pointiert, für Neueinsteiger auf jeden Fall ein netter Spaß mit dem Herz am linken Fleck. Für Nazi, AfD-Wähler und Immobilien-Spekulanten aber eher nichts.

Günter H. Jekubzik


Basierend auf den Büchern von Marc-Uwe Kling bringt „Alles auf Zucker!“-Regisseur Dani Levy nun „Die Känguru-Chroniken“ als Film in die Kinos und tut sich mit der Struktur eines plotgetriebenen Langspielfilms keinen Gefallen. Mehr noch: Seine Geschichte eines ungleichen Duos aus Kleinkünstler und Känguru, die sich gegen einen rechtspopulistischen Immobilienhai verschwören, spielt grob fahrlässig ausgerechnet den Rechten in die Hände. Die Analyse eines gut gemeinten aber längst nicht gut gemachten Films.

Eines Tages steht es plötzlich vor Marc-Uwes Tür: ein Känguru, seines Zeichens Kommunist und ganz verrückt nach Pfannkuchen. Erst möchte es sich nur Eier ausborgen. Anschließend Milch, einen Schneebesen, den Herd und schließlich zieht es mit Sack und Pack bei seinem Nachbarn ein. Aus einer Zweckgemeinschaft wird eine Freundschaft, denn schon bald stellen Marc-Uwe (Dimitrij Schaad) und das Känguru fest, dass sie einen gemeinsamen Feind haben: den rechtspopulistischen Immobilienhai Dwigs (Henry Hübchen), der das Wohnviertel der beiden abreißen und das Prestigeprojekt eines Wolkenkratzers darauf errichten will. Gemeinsam mit ihrer Nachbarin Maria (Rosalie Thomass), in die Marc-Uwe heimlich verliebt ist, schmieden er und das Känguru einen Plan, wie sie Dwigs zu Fall bringen können. Doch damit der gelingt, müssen sie sich nicht nur einer Horde gewaltbereiter Nazis entgegenstellen, sondern auch schon mal ein teures Auto in einem Pool versenken. Eine Reihe abstruser Ereignisse nimmt ihren Lauf…

Der deutsche Autor, Liedermacher, Kleinkünstler und Kabarettist Marc-Uwe Kling begann seine heute vor allem in Studentenkreisen beliebten „Känguru-Chroniken“ einst als Podcast beim Berliner Radio Fritz. Darin gibt das titelgebende kommunistische Känguru kurze, pointierte Anekdoten von sich; nicht selten gespickt mit starken politischen Aussagen. Diese Kurzgeschichten erwiesen sich in Audioform als so erfolgreich, dass Kling sie schon bald in Buchform herausbringen konnte. 2009 erschien der erste Band „Die Känguru-Chroniken: Ansichten eines vorlauten Beuteltiers“ im Berliner Ullstein Verlag, dem bis heute drei weitere folgten. Im Anbetracht des immensen Erfolgs – sowohl von der rezensierenden Presse gab es vorwiegend positive Resonanz als auch von den Lesern, die die Bücher regelmäßig in die Bestsellerlisten hievten – war es nur eine Frage der Zeit, bis sich jemand die Filmrechte am Stoff sichern und ihn schließlich auf die große Leinwand bringen würde. Geworden ist es Dani Levy, Regisseur von unter anderem Filmen wie „Alles auf Zucker!“ oder, im Anbetracht des Genres als Politsatire wohl noch passender, „Mein Führer – Die wirklich wahrste Wahrheit über Adolf Hitler“. Doch obwohl es auch in „Die Känguru-Chroniken“ vorwiegend um das Thema Politik (hier: rechts gegen links) geht, liegt der Vergleich mit einem anderen Film seines Genres viel näher: In seinen besten Momenten erinnert Levys Werk nämlich an die Romanverfilmung „Er ist wieder da“ – nur leider in viel, viel schwächer umgesetzt und dadurch bisweilen regelrecht fahrlässig in seiner Grundaussage. Wer nicht mitdenkt, dem vermittelt der Film den Eindruck, dass die Linken hier weitaus gefährlicher seien als die Rechten, dabei wäre es wohl noch am ehesten im Sinne des Kängurus, eine politische Mitte zu favorisieren. So aber bleibt am Ende ein bitteres Geschmäckle übrig.

In David Wnendts Romanverfilmung „Er ist wieder da“ taucht Adolf Hitler höchstpersönlich wie von Geisterhand in der deutschen Hauptstadt im Jahr 2015 auf und beginnt, mit denselben Mitteln wie damals im eigentlich aufgeklärten Deutschland einen ähnlich populistischen Siegeszug anzutreten. Der künstlerisch selbstbewusste Kniff: Damit einen die Erkenntnis über den Erfolg von Hitlers angewandten Methoden auch so richtig schön ins Mark trifft, provozierte schon der Roman, dass man dem Führer über einen gewissen Zeitraum auf den Leim gehen muss, eh die weiteren Verwicklungen der Handlung dem Zuschauer den Boden unter den Füßen wegziehen. Marc-Uwe Kling, der für die Leinwandfassung seiner „Känguru-Chroniken“ eine ganz neue Rahmenhandlung um seine ansonsten eher kurzgeschichtenartig aneinandergereihten Anekdoten verfasste, geht für seinen Film nun ähnlich vor – doch ausgerechnet den finalen Schlag in die Magengrube lässt sein Film vermissen. Mehr noch: Im Laufe der schlanken neunzig Minuten von „Die Känguru-Chroniken“ kommt es immer wieder zu Ereignissen, die, würde man dem Film Böses wollen, ausgerechnet der rechtnationalistischen Politecke Recht geben. Da wir im Anbetracht der Vorlagen aber kaum hiervon ausgehen möchten, lässt sich „Die Känguru-Chroniken“ wohl am ehesten noch als erzählerisch grob fahrlässig bewerten.

Beispiele: Als Marc-Uwe und das Känguru bei einem Ausflug in den Stadtpark eine Gruppe von Nazis treffen, tritt das Beuteltier ohne ersichtlichen Grund den Hund der Truppe mehrere Meter weit weg und philosophiert anschließend darüber, welche Hunderasse am weitesten fliegt. Das mag einem schnellen Gag dienlich sein, doch inhaltlich rückt es die politisch links gesinnten Hauptfiguren plötzlich in das negative Licht der Streitsucher, gegen die sich die Nazis lediglich zur Wehr setzen wollen. Die Pläne des rechtspopulistischen Immobilienmoguls Dwigs lassen sich ganz nüchtern darauf herunterbrechen, ein Gebäude mit viel, viel Wohnraum gegen Gebäude mit deutlich weniger Wohnraum auszutauschen. Auch hier greifen die Protagonisten schließlich zu wahlweise illegalen, brutalen oder anderweitig fiesen Mitteln, um die Pläne zu vereiteln, anstatt sich nüchtern mit der Erkenntnis auseinanderzusetzen, dass dieses Gebäude dem deutschen Gesetz nach gar nicht gebaut werden dürfte. Und wenn das Känguru als Running Gag immer wieder einen Glücksbringer klaut, ohne dass dies für irgendeinen Teil der Pläne relevant wäre, erhärtet das den Eindruck, Marc-Uwe Kling ginge von vornherein davon aus, dass man als Zuschauer schon wisse, wie all diese Figuren ticken. Ansonsten müsste man nämlich sehr schnell von der Sympathie für die Hauptfiguren abrücken. Vermutlich tut er das auch, denn es wird wohl kaum ein Zuschauer „Die Känguru-Chroniken“ im Kino sehen wollen, der sich eher mit der rechtsgesinnten Seite der Politik identifiziert. Doch sollte sich doch so Jemand ins Kino verirren, liefert ihm Kling überraschend viel Zuspruch für die gern eingenommenen Opferrolle.

Natürlich gibt es im erzählerisch lange unkoordiniert vor sich hinplätschernden Skript auch genug Momente, in denen derartig fragwürdige Szenen relativiert werden sollen. Dwigs und sein Gefolge praktizieren offen ausgesprochenen Populismus, äußern sich klar und deutlich gegen Minderheiten und Ausländer. Auch an der Nazi-Sippe rund um den großartig offensiv aufspielenden Daniel Zillmann („Heil“) lässt der Film kein gutes Haar. Doch seine in den kurzgeschichtenartigen Büchern viel besser zur Geltung kommenden, satirischen Pointen zünden hier nie so richtig. Am Ende läuft alles auf ein eindimensionales „Nazis sind dumm“ hinaus; und gerade aus dieser Eindimensionalität, die nichts außer plumpen Schlägereien oder Schwierigkeiten mit komplexer Sprache zur Folge hat, ergibt sich einer der größten Schwachpunkte am Film. Denn gerade wo sich „Die Känguru-Chroniken“ im szenischen Aufbau so oft angreifbar macht, müsste Kling mit starken Gags und klugen Beobachtungen kontern. Stattdessen liefert er absolut zusammenhanglos Referenzen an Videospiele oder „Pulp Fiction“, die sich vielleicht in Sketchform nett gemacht hätten, die in Ermangelung an Kohärenz jedoch einfach nur fehl am Platz wirken. Und das ist schade. Denn ausgerechnet der Part, der vorab vermutlich als größte Schwierigkeit in Erwägung gezogen wurde, überzeugt.

Selbst im internationalen und damit deutlich größer budgetierten Kino ist der Computereffekt eines einzelnen Lebewesens in einem ansonsten realen Setting eine ziemliche Herausforderung. Filme wie „Paddington“ oder „Life of Pi“ haben bewiesen, wie es funktionieren kann. Im deutschen Raum erwies sich der Versuch mit „Benjamin Blümchen“ zuletzt indes als tricktechnisch absolute Vollkatastrophe. Nun hatten die Verantwortlichen von „Die Känguru-Chroniken“ zwar längst nicht so viel Geld zur Verfügung wie die Macher von „Paddington“, das visuelle Ergebnis kann sich aber trotzdem mehr als sehen lassen. Nur ab und zu wirkt es befremdlich, wenn das Känguru den Mund zum Sprechen verzieht (zugegeben: man weiß aber auch einfach nicht, wie es aussehen würde, wenn Kängurus sprechen könnten). Davon einmal abgesehen fügt sich das CGI-Beuteltier jedoch ganz hervorragend in das haptische Setting. Auch seine Co-Stars, für die angenehmerweise nicht auf die immer gleichen deutschen Schauspielstars zurückgegriffen wurde, überzeugen voll und ganz. Neben Daniel Zillmann empfiehlt sich vor allem Newcomer Dimitrij Schaad („Asphaltgorillas“) für weitere Schauspielprojekte. Schade: Er hätte einen besseren Film verdient, mit dem er vermutlich endlich einer breiten Öffentlichkeit bekannt wird.

Fazit: Das Gegenteil von gut ist gut gemeint. Die Verfilmung der beliebten „Känguru-Chroniken“ ist nicht annähernd so pointiert und politisch klug beobachtend wie es die Bücher sind. Dafür überzeugt die Animation des Kängurus und der Cast.

Antje Wessels