In seinem dritten Kinoabenteuer begibt sich Checker Tobi erneut auf eine abenteuerliche Wissensreise rund um den Globus. Der Film (Buch und Regie: Antonia Simm) richtet sich in erster Linie wieder an Kinder und Familien, spricht aber auch Erwachsene an, die Unterhaltung mit Neugier, Humor und Bildungsanspruch verbinden möchten.
Mit viel Herz und Tempo gelingt es dem liebevoll gemachten Dokumentarspielfilm, komplexe Zusammenhänge kindgerecht zu erklären und zugleich die Freude am Entdecken zu feiern.
Über den Film
Originaltitel
Checker Tobi 3 – Die heimliche Herrscherin der Erde
Deutscher Titel
Checker Tobi 3 – Die heimliche Herrscherin der Erde
Produktionsland
DEU
Filmdauer
93 min
Produktionsjahr
2026
Regisseur
Simm, Antonia
Verleih
MFA
Starttermin
08.01.2026
Nachdem in den ersten beiden Tobi-Filmen die Themen Wasser und Luft im Mittelpunkt standen, geht es diesmal um die Erde, genauer gesagt: um den Boden, auf dem wir stehen. Gemeinsam mit seinem achtjährigen Ich reist der erwachsene Tobi um die ganze Welt, immer auf der Suche nach Antworten auf wichtige Fragen.
Die große Reise beginnt zu Hause bei Tobi, der eigentlich gerade beim Ausmisten seines Kellers ist und zwischen altem Krempel inklusive Videospielen, Pupskissen und Klamotten eine alte Videokamera findet. Der Film darin ist ca. 30 Jahre alt und zeigt ihn als neugierigen kleinen Jungen, der die Frage stellt: “Wer hinterlässt die mächtigsten Spuren im Erdreich?” Irgendwann wusste Tobi die Antwort darauf, aber nun ist er schon so lange erwachsen, dass er sie vergessen hat. Und schon geht’s los: Tobi ist sofort in Madagaskar, wo er mit seiner Freundin, der Biologin Hanitra, die exotische Flora und Fauna erforscht. Sie begegnen Lemuren und Chamäleons und Tobi lernt die Baobab-Bäume kennen, die auch „Wächter der Erde“ genannt werden. Ihre Samen sollen gerade nach Spitzbergen gebracht werden, in den weltweiten Saatgut-Tresor. Und natürlich ist Tobi auch hier dabei, jagt mit Schlittenhunden durch die Eiswüste und besichtigt noch nebenbei mit dem Geologen Malte das letzte Kohlebergwerk Norwegens. Die letzte Station ist Mexiko. Hier trifft Tobi die Köchin Samara, die zwar schon seit vielen Jahren in Österreich lebt, aber mit ihrer Heimat sehr verbunden ist. Mit ihr gemeinsam erforscht er die Spuren der Mayas und ihren Umgang mit der Umwelt.
Checker Tobi, gespielt von Tobias Krell, bleibt dabei immer ganz der neugierige, freundliche und zugewandte Erklärer, der als KIKA-Moderator bekannt und beliebt ist. Er trägt den Film mit seiner natürlichen Ausstrahlung, mit seiner Offenheit und einem guten Gespür für sein junges Publikum. Dabei ist er alles andere als pädagogisierend, und dasselbe gilt für Menschen, denen er begegnet. In realen Begegnungen trifft er überall auf der Welt auf Wissenschaftlerinnen, Forscher und Einheimische, die nicht als trockene Stichwortgeber auftreten, sondern als lebendige Gesprächspartner. Diese Mischung aus Abenteuer, Dokumentation und persönlicher Erfahrung macht den Film nicht nur authentisch, sondern gibt ihm einen ganz besonderen Charme, der ihn auch für ein erwachsenes Publikum interessant macht. Die Begegnungen mit Tobis jüngerem Ich, den Theodor Latta mit viel Herzlichkeit spielt, sind im Film nur für den älteren Tobi realistisch – dieser kleine kreative Fantasieschlenker gibt dem Film zusätzlich eine gute Portion Humor.
Der Film beeindruckt auch diesmal mit opulenten Naturbildern – die Landschaftsaufnahmen aus Madagaskar, Spitzbergen und Mexiko beeindrucken mit einer manchmal beinahe unwirklichen Schönheit und einer Ästhetik, die Lust macht, sofort auf Reisen zu gehen und selbst die Welt zu entdecken. Der Filmschnitt hält ein gutes Tempo, und zusätzliche Animationen dienen dazu, wissenschaftliche Zusammenhänge kindgerecht darzustellen.
Auffällig ist auch diesmal: Der Film nimmt das junge Publikum ernst, er erklärt komplexe Zusammenhänge verständlich und wahrt dabei eine angenehme Lässigkeit. Das Bewusstsein für Umwelt und Verantwortung entsteht hier nicht durch den erhobenen Öko-Zeigefinger, sondern durch Staunen und Verstehen. „Checker Tobi 3“ ist damit nicht nur ein unterhaltsamer Kinderfilm, sondern auch ein intelligent gemachter Beitrag zum Thema Bildung – spannend, visuell stark und nachhaltig im besten Sinne.
Gaby Sikorski







