Der Frosch und das Wasser

Es ist eine sehr menschliche Geschichte, die in „Der Frosch und das Wasser“ erzählt wird. Eine darüber, wie Menschen eine Verbindung zueinander aufbauen, auch wenn sie sich nicht sprechend verständigen können. Ein Film mit dem Herz auf dem rechten Fleck, aber leider auch einer, dessen Geschichte nur funktioniert, wenn die Figuren allesamt irrational handeln. 

 

Über den Film

Originaltitel

Der Frosch und das Wasser

Deutscher Titel

Der Frosch und das Wasser

Produktionsland

DEU,JAP,CHE

Filmdauer

113 min

Produktionsjahr

2025

Regisseur

Stuber, Thomas

Verleih

Pandora Film Medien GmbH

Starttermin

30.04.2026

 

Buschi wurde mit dem Down-Syndrom geboren. Seine Mutter engagiert sich in einer Gruppe für behinderte Menschen und macht mit diesen einen Ausflug in Köln. Dabei merkt sie zu spät, dass Buschi sich abseilt und einer Gruppe japanischer Touristen anschließt, deren nächster Stopp Weimar ist. Während Buschi mit den Japanern unterwegs ist, sucht seine Mutter nach ihm.

 

Die Figuren sind liebenswert, die Situationen fast schon heimelig, das Miteinander der Menschen unterschiedlicher Kulturen und Sprachen hat seinen Reiz. Es zeugt von etwas Universellem. Das ist das Schöne an „Der Frosch und das Wasser“, aber leider hat das Ganze auch einen Wermutstropfen. Es fällt schwer, diese Geschichte zu schlucken. Sicher kann man sich vorstellen, dass die Urlauber sich nach und nach des jungen Mannes annehmen, aber dass der Reiseleiter nie bemerkt, dass ein weiterer Gast dabei ist? Das ist schon schwerer zu schlucken.

 

Überhaupt handeln die Figuren aber so, wie das Drehbuch es nötig macht, nicht, wie es logisch wäre, und das gilt auch, wenn man einpreist, dass Menschen sich eben nicht immer rational oder logisch verhalten. Die Mutter würde zwar sicherlich dem Bus nachfahren, aber wäre der sicherere Weg nicht, die Polizei zu rufen, die eine reelle Chance hat, den Bus aufzuhalten? Würden sich fast alle Touristen um den jungen Mann kümmern? Das mag aus einer kulturell anderen, weil fernöstlichen Perspektive vielleicht sogar stimmig sein, aber dennoch gibt es Szenen, bei denen man sich wundert. Denn jedem dieser Touristen muss klar sein, dass Buschi „verloren“ gegangen ist und dass es jemanden geben muss, der nach ihm sucht. Aber nichts passiert, die Reise geht einfach weiter.

 

Entsprechend fällt es ein wenig schwer, sich auf „Der Frosch und das Wasser“ einzulassen, weil er eigene rationale Teil des Verstandes immer infrage stellt, was hier passiert. Gelingt es, das auszublenden, präsentiert sich diese Mixtur aus Komödie und Drama jedoch als zutiefst menschlicher, emotional packender Film. Weil die Figuren – so merkwürdig sie auch handeln mögen – etwas sehr Feines an sich haben. Das sind Menschen, mit denen man gerne Zeit verbringt.

 

Peter Osteried

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