Hollywood hat die Schriftstellerin Colleen Hoover für sich entdeckt. Nach den Erfolgen mit „Nur noch ein einziges Mal“ und „All das Ungesagte zwischen uns“ gibt es „Für immer ein Teil von dir – Reminders of Him“, bei dem Hoover zusammen mit Lauren Levine das Drehbuch geschrieben hat. Die Geschichte ist nichts wirklich Besonderes. Ein Herzschmerzroman, der mit viel Emotion auf die Leinwand gebracht wurde.
Über den Film
Originaltitel
Reminders of Him
Deutscher Titel
Für immer ein Teil von dir
Produktionsland
USA
Filmdauer
114 min
Produktionsjahr
2026
Regisseur
Caswill, Vanessa
Verleih
Universal Pictures International Germany GmbH
Starttermin
12.03.2026
Kenna kehrt nach mehreren Jahren Gefängnis in ihr Geburtsstädtchen Paradise zurück. Sie saß im Gefängnis, weil sie unter Drogeneinfluss gefahren ist und ihr Freund bei einem Unfall ums Leben kam. Im Gefängnis brachte sie ein Mädchen, Diem, zur Welt und hofft nun, dass sie dieses kennen lernen kann. Aber sie lebt bei den Eltern ihres toten Freundes Scotty. Zugleich lernt sie Ledger kennen, Scottys besten Freund…
Von dem Moment, da Kenna die Bar betritt und auf Ledger trifft, weiß man, wie diese Geschichte sich hin zum Happyend entwickeln wird. Es gibt auch keine Überraschung, keine Abweichung, kein noch so geringes Brechen bekannter Konvention. Das kann man als Manko ansehen, aber auch einfach hinnehmen, weil es einfache Geschichten wie diese sind, die emotional wirken und von denen man sich mitnehmen lassen kann, wenn es gelingt, nicht zu kritisch auf das Dargebotene zu blicken.
Denn im Grunde ist das alles natürlich nicht mehr als das, was es über lange Zeit vornehmlich als Fernsehfilm gab. Was fürs Herz, ein bisschen Emotion, ein paar Hindernisse und dann das erwartbare Happyend. Aber die Formel funktioniert, und hier noch mehr, weil Hauptdarstellerin Maika Monroe exzellent ist. Sie ersetzte Mikey Madison, bei der man sich nur schwer vorstellen kann, dass sie an Monroe herangekommen wäre. Denn sie umweht ein Hauch von Traurigkeit – nicht nur in dieser Rolle, generell in ihren Filmen. Vielleicht sind es die Augen, vielleicht ist es der Blick, aber bei Maika Monroe hat man immer das Gefühl, die Last der ganzen Welt läge auf ihren Schultern. Genau das ist für die Rolle der Kenna, die von Ledger als „das traurigste Mädchen, das ich je getroffen habe“ beschrieben wird, perfekt.
Tyriq Withers als Ledger sieht vor allem gut aus, das trauernde Ehepaar wird von Lauren Graham („Gilmore Girls“) und Bradley Whitford („The Handmaid’s Tale“) gespielt.
Wer nach diesem Film noch nicht genug von Hoovers Geschichten hat: Noch dieses Jahr folgt „Verity“, in dem Anne Hathaway eine Schriftstellerin spielt, die nicht mehr schreiben kann, weswegen ihr Mann eine Ghostwriterin anheuert. Eines wird es da sicherlich auch wieder geben: ganz viel Gefühl. Davon leben Hoovers Geschichten nun mal…
Peter Osteried







