Ein Film mit Gefühl, mit Humor, mit einer Botschaft, mit einem Faible für das Absurde und Unmögliche, das ist „Hoppers“, der neueste Film aus dem Hause Pixar. Hier wird experimentiert und ein menschlicher Verstand in einen Roboterkörper verfrachtet – dem von einem Biber. Das kommt einer jungen Frau, die eine Lichtung vor der Zerstörung retten will, gerade recht.
Über den Film
Originaltitel
Hoppers
Deutscher Titel
Hoppers
Produktionsland
USA
Filmdauer
105 min
Produktionsjahr
2025
Regisseur
Chong, Daniel
Verleih
The Walt Disney Company (Germany) GmbH
Starttermin
05.03.2026
Der Film beginnt damit, dass man sieht, wie die kleine Mabel Tiere aus der Schule retten will. Jahre später ist sie eine Aktivistin, die sich gegen die Umgehungsstraßenpläne von Bürgermeister Jerry wehrt, weil diese zur Folge hätten, dass eine Lichtung, auf der viele Tiere leben, zerstört wird. Aber: Es ist kein Tier mehr da. Als Mabel zufällig über die Experimente ihrer Professorin stolpert, die dahingehen, dass ein menschlicher Verstand in einen Roboterkörper transferiert wird, sieht sie ihre Gelegenheit. Sie schlüpft in den Biberroboter und sucht nach einem echten Biber, der den Teich rund um die Lichtung wieder bevölkern soll …
Dass die Animation großartig ist, dass die Figuren-Designs von süß über schräg bis zu verspielt reichen, dass dies eine Geschichte ist, die nicht nur Kids anspricht, das alles muss man bei Pixar im Grunde nicht mehr erwähnen. Wie keinem anderen Studio gelingt es diesem, Geschichten zu erzählen, die wirklich jede Altersgruppe abholen, von den Kleinsten bis zu den Größten. Vielleicht schießt der Film hier sogar ein bisschen übers Ziel hinaus, weil es gerade zum Ende hin schon Momente gibt, die vielleicht auch ein bisschen gruselig sein können. Aber in erster Linie ist „Hoppers“ ein Film, der zelebriert, dass wir alle Teil von etwas Größerem sind, und dass das Bewusstsein um diese Teilhabe Menschen beflügeln kann.
Es ist herzallerliebst, wie Mabel plötzlich mit den Tieren sprechen kann und eine recht komplexe Gesellschaft vorfindet, die sogar einen König hat (und Teichregeln: Wenn man fressen muss, frisst man, auch ein anderes Tier). „Hoppers“ ist amüsant, flott erzählt, mit dem Herz auf dem rechten Fleck, und mit einer Botschaft, die nie holzhammerartig dahergebracht wird, sondern Teil der DNS dieser Geschichte ist. Es geht um das Zusammenleben, um die Koexistenz, auch um den Menschen, der nur allzu oft vergisst, was er in seinem Streben nach Fortschritt verliert.
Das ist verpackt in ein rasantes Abenteuer mit solcher Emotionalität, dass man durchaus zu Tränen gerührt ist, aber auch mit solch teils absurdem Humor, wie man ihn bei Pixar eher selten anfindet, er hier aber perfekt in die Geschichte passt. Einer der großartigsten diesbezüglichen Momente hat mit einem stimmlichen Gastauftritt von Heidi Klumm zu tun. Ja, das mag man als Stunt-Casting sehen, aber es ist selbstironisch und es funktioniert tatsächlich sehr gut.
Ansonsten setzt man bei der Synchronfassung auf gestandene Sprecher, die ihre Sache hervorragend machen. An bekannten Stimmen sind Martina Hill und Max Giermann zu hören.
„Hoppers“ schafft es, eine Sci-Fi-Idee mit einer Öko-Geschichte zu kombinieren und damit für 105 Minuten in eine andere Welt zu entführen. Aufgepasst, was den Abspann betrifft: Es gibt nach dem Ende des Films noch zwei Sequenzen.
Peter Osteried







