Die Schweizer Produktion „Mein Freund Barry“ erzählt von einem echten Hund, aber im Rahmen einer fiktiven Geschichte. Es ist die Geschichte des Bernhardiners Barry, der in einem Hospiz lebte und im Lauf seines Lebens mehr als 40 Menschen nach Lawinenabgängen gerettet hat. Im Film ist er auch ein Held, um ihn herum wird jedoch eine hübsche kleine Geschichte um einen Jungen gesponnen, der eine besondere Beziehung zu Barry hat.
Über den Film
Originaltitel
Mein Freund Barry
Deutscher Titel
Mein Freund Barry
Produktionsland
DEU, CHE
Filmdauer
97 min
Produktionsjahr
2026
Regisseur
Welter, Markus
Verleih
Wild Bunch Germany GmbH
Starttermin
19.03.2026
Barry lebte von 1800 bis 1814, im Film sieht man ihn als Welpen, der fast nicht überlebt, weil er keine Milch der Mutter bekommt. Der kleine Georg, der im Hospiz untergekommen ist und dort überwintern muss, kümmert sich um den kleinen Welpen und päppelt ihn auf. Barry wird größer und stärker. Auch für Georg gilt das, da er selbstbewusster wird, insbesondere, weil die Novizen ihn seine niedere Herkunft immer spüren lassen.
Im Grunde ist fast alles an „Mein Freund Barry“ fiktiv, und das bis hin zum Rumfass, das der Bernhardiner um den Hals trägt. Das gab es tatsächlich nämlich nie, die Idee des Rumfasses ist nur ein früher gelungener Marketing-Coup. Im Kern ist der Film aber ohnehin eine Geschichte über das Erwachsenwerden, aber auch über eine Freundschaft von Mensch und Tier, die einigen Herausforderungen trotzen muss.
Das ist ziemlich unaufgeregt erzählt. Selbst die Probleme, die Georg hat – mit einem Novizen, der neidisch auf ihn ist, aber auch mit dem Umstand, dass er Barry verlieren könnte – wirken nie besonders dramatisch, denn letztlich ist dies ein für Kinder intendierter Film, an dem aber auch ein älteres Publikum seinen Spaß haben kann. Einfach, weil die Geschichte hübsch anzusehen ist, ebenso wie die verschneite Berggegend, die mit einigen wirklich tollen Bildern aufwartet.
„Mein Freund Barry“ ist eine ruhige, schöne Erzählung, in der selbst die Antagonisten irgendwann eine Kehrtwende machen. Der Film erzählt von einer Welt, in der das Gute obsiegt. Das mag nicht immer so sein im wahren Leben, im Film ist es aber schön zu sehen. Man könnte sagen: Dieser Hundefilm ist auch Labsal für die Seele. Weil er simpel konstruiert ist, aber auch, weil er sympathisch und ohne dramatische Überdrehungen seine Geschichte zum Besten gibt. Ulrich Tukur als Prior des Hospizes ist das einzig bekannte Gesicht, die Kinderrollen sind jedoch gut besetzt. Sie schlagen sich im Rahmen dessen, was ihre Rollen überhaupt erlauben, ziemlich gut.
Im Grunde ist der Film ein reines Märchen, aber eben eines, dem man sich gerne hingibt.
Peter Osteried







