Die Produktionsfirma Broadwave hat schon einige sehenswerte Dokumentationen ins Kino gebracht. Der Fokus liegt dabei auf Sportlern, und das gilt auch für „On the Wave“, in der es um den Nürnberger Sebastian Steudtner geht, der den Weltrekord für die größte jemals gesurfte Welle hält.
Über den Film
Originaltitel
On the Wave
Deutscher Titel
On the Wave
Produktionsland
DEU
Filmdauer
128 min
Produktionsjahr
2025
Regisseur
Gerdau, Axel / Wolf (IV), Peter
Verleih
mindjazz pictures UG
Starttermin
05.03.2026
Sebastian Steudtner wuchs in Nürnberg auf – recht viel weiter von Wellen kann man wohl nicht entfernt sein. Bei einem Urlaub in der Bretagne entdeckte er seine Liebe fürs Surfen. Eine Liebe, die er in Deutschland kultivierte, auch wenn Windsurfen nicht das war, was er wirklich machen wollte. Aber ihm war klar, dass er seine Heimat verlassen musste. So zog es ihn nach Hawaii, wo er seiner Leidenschaft nachging, immer auf der Suche nach der großen Welle – die fand er dann in Portugal.
„On the Wave“ nutzt Interviews mit Legenden des Surfsports, Freunden und Weggefährten, aber auch Privataufnahmen der Familie Steudtner, um das Porträt eines jungen Mannes zu zeichnen, der seiner Leidenschaft alles unterordnet. Leicht war das nicht. Für jede Stunde, die er auf Hawaii im Wasser und auf einem Surfbrett sein wollte, musste er auf dem Bau arbeiten, um sich dies überhaupt leisten zu können. Immer auch stand die Frage im Fokus, wie sich diese Leidenschaft finanzieren lässt, insbesondere, als er sich entschlossen hat, die größten Wellen dieser Welt zu finden und auf ihnen zu surfen. Es geht auch um die Logistik, um das Finden von Partner und Sponsoren.
Der Film bietet atemberaubende Bilder vom Surfen, gigantische Wellen, auf denen der Mann auf dem Brett fast verloren wirkt, aber sich der Naturgewalt nicht beugt. Das präsentiert der Film in 4K-Cinemascope und mit wuchtigem Dolby-Atmos-Ton. Im Kino stellt sich so gerade bei den Surfszenen das Gefühl ein, als sei man mittendrin.
„On the Wave“ erzählt von der Macht der Träume, aber auch vom unbedingten Willen, diese Träume umzusetzen. Dabei versteht es der Film, dem Zuschauer ein Gefühl dafür zu geben, was diese Leidenschaft ausmacht, wieso es für Menschen sie Sebastian Steudtner so wichtig ist, die große Welle zu finden. Die Welt des Big Wave Surfens wird hier ein wenig greifbarer, wobei die Faszination für diese Wellen durchaus zum Tragen kommt. Man spürt die Begeisterung nicht nur von Steudtner, sondern seinen Weggefährten. Menschen, für die das Surfen zum Teil ihres Lebens wurde.
Die größte jemals gesurfte Welle bezwang Steudtner übrigens im portugiesischen Nazaré. Sie war 26,21 Meter hoch.
Peter Osteried







