Quereinsteigerinnen, Die

Eine ausgefallene Satire über alte gelbe Telefonzellen und Aktionismus gegen die Telecom.

Webseite: www.quereinsteigerinnen-der-film.de

D 2005 Regie / Produktion: Rainer Knepperges & Christian Mrasek
mit Nina Proll, Claudia Basrawi, Klaus Lemke u.a.
81 Min.
Verleih: Rif Film
Kinostart: 17. August 2006

PRESSESTIMMEN:

Der pfiffige No-Budget-Film kommt wie eine Helge-Schneider-Parodie auf "Die fetten Jahre sind vorbei" daher… Die Lust am Schabernack, als charmant-schlampiges Amateurkino getarnt, überträgt sich direkt aufs Publikum. Ein absurdes Vergnügen.
Cinema

Lässig, bezaubernd, irre…
Süddeutsche Zeitung

Ein großes, wunderbares Loblied auf die Unprofessionalität.
ARTECHOCK


FILMKRITIK:

Mit Hilfe von Stefan entführen Katja und Barbara den Telecom-Vorstand Harald Winter. Sie haben etwas gegen diesen Konzern, der viele, viele Aktionäre enttäuschte. In einem abgelegenen Haus logieren die vier nun, Harald versucht zu fliehen, doch es ist eher ein Waldspaziergang, den er da unternimmt. Auch gefesselt wird er einmal, aber nur symbolisch. Er ist gar nicht richtig daran interessiert, wieder zu entkommen, denn er hat anscheinend ein Auge auf Katja geworfen.

Sie leben im Haus von Tante oder Oma Lucie. Geheimnisvollerweise sind unter einer Matratze Pistolen versteckt, mit denen sie aber offenbar nichts zu tun haben. Sie sind vom Telecom-Manager und –Fahnder Korn längst entdeckt worden, und schließlich fliehen sie bei Nacht und Nebel auch alle vier. Denn Harald Winter ist längst Teil des Teams, das vorher Eierlikör getrunken, Modeschauen vorgeführt, philosophiert, getanzt und zusammengelebt hat.

Ein irrer kleiner Film, der von den „alten gelben Telefonzellen“, von einer Geisterfotografin und von absichtlich aneinander vorbeigehenden Dialogen handelt. Ein Jux. Eine Satire. Ein Spiel voller Ironie – mit ein wenig Sozialkritik. Ein Nonsens-Film. Und insofern für Liebhaber des Abwegigen auch relativ unterhaltsam.

 

Thomas Engel