Der Europäische Arthouse-Kinotag hat mit seiner mittlerweile 10. Ausgabe wieder weltweit die Aufmerksamkeit auf den europäischen Film und das Kino gelegt. Ca. 600 Kinos in 45 Ländern, von Indonesien bis Bangladesh, von Usbekistan bis Kirgistan, überall in Europa und von den Vereinigten Staaten bis nach Südamerika. Europäisches Filmschaffen wird in der Welt wahrgenommen und das in einer Zeit, in der kulturelle Vielfalt und die freie Meinungsäußerung nicht mehr überall selbstverständlich sind. Die Menschen wollen über den Tellerrand blicken und sich von der Kraft des Kinos verzaubern lassen.
Doch der Europäische Arthouse-Kinotag ist auch ein wirtschaftlicher Booster für den Film. 73% aller gespielten Filme in den Mitgliedskinos der AG Kino – Gilde kamen am Sonntag aus Europa. Der Besucheranteil an europäischen Filmen lag dabei mit 61% weit über dem Jahresschnitt.
Etwa 140 Kinos beteiligten sich hierzulande aktiv am Europäischen Kinotag, indem sie ein spezielles Programm und Sonderveranstaltungen organisierten. Die Aufmerksamkeit rund um den Sonntag lockte auch insgesamt mehr Besucher in europäische Filme als an allen anderen Tagen der Woche. Unter den TOP Filmen am Sonntag befanden sich aktuelle Titel wie AMRUM und DANN PASSIERT DAS LEBEN, oder europäisches Kino wie Agnieszka Hollands FRANZ K. aus Tschechien. Auch Klassiker wie Jaques Tatis MON ONCLE oder Federico Fellinis 8 EINHALB zogen die Menschen vor die große Leinwand.
Der Europäische Kinotag ist die älteste und wirkungsvollste internationale Initiative, die dem unabhängigen Kino gewidmet ist, sowie der weltweite Aktionstag für die Branche und ihre Verbündeten. Organisiert von der International Confederation of Arthouse Cinemas (CICAE) gemeinsam mit ihren nationalen Mitgliedsverbänden, verfolgt sie das Ziel, die wichtigen kulturellen Beiträge von Arthouse-Kinos sichtbar zu machen, die (film-)kulturelle Vielfalt zu verteidigen, marginalisierte Stimmen zu stärken und den Dialog über Grenzen hinweg zu fördern. Sie hebt die Kraft des Kinos als Instrument für interkulturelle Zusammenarbeit, Reflexion sowie einen freien und offenen demokratischen Austausch hervor.







