Es ist eine große Ehre für einen der ganz Großen des deutschen Kinos: Hans-Peter Jansen erhält in diesem Jahr den Ehrenpreis der AG Verleih, Spitzenverband der unabhängigen Filmverleihe. Die Laudatio bei der Verleihung am 17.02.206 hält Hamburgs Kultursenator Dr. Carsten Brosda.
Hans-Peter Jansen steht wie kaum ein anderer für ein Kinoverständnis, das Mut, Haltung und Nähe zum Publikum verbindet. Als Quereinsteiger wagt er 1977 mit dem ALABAMA in Hamburg-Eidelstedt den Schritt ins Kinogeschäft und etabliert früh ein bewusst gegen den Mainstream gerichtetes Programm: Kino als Ort der Reibung, der Neugier und der Freiheit. In den folgenden Jahrzehnten geht Jansen immer wieder ins unternehmerische Risiko und prägt die Kinokultur im Hamburger Raum mit dem FAMA Kino, dem ELBE Kino, der KORALLE, ASTRA u.v.m.. Sein Wirken ist geleitet von Beharrlichkeit, Neugier und einem tiefen Vertrauen in das Publikum. Mit der Gründung des MAJA Filmpreises im Jahr 2023, der im Rahmen des MICHEL Filmfests Hamburg jährlich vergeben wird, setzt er zudem ein persönliches Zeichen des Erinnerns an seine verstorbene Frau und Kinobetreiberin Lydia Matern-Jansen und unterstreicht einmal mehr, dass Kino für ihn immer auch ein zutiefst menschlicher Ort ist.
„Hans-Peter Jansen hat über Jahrzehnte hinweg bewiesen, dass unabhängiges Kino kein Auslaufmodell ist, sondern eine Haltung. Er hat Räume geschaffen für Filme, die sonst keinen Platz gefunden hätten, und für Zuschauer*innen, die mehr suchen als bloße Unterhaltung. Sein Mut, seine Konsequenz und seine Liebe zum Kino stehen exemplarisch für das, wofür wir als AG Verleih eintreten: eine vielfältige, lebendige und unabhängige Kinolandschaft. Dafür ehren wir ihn mit großer Überzeugung,“ so Björn Hoffmann, Vorstandsvorsitzender der AG Verleih.
Bild: Hans-Peter Jansen





