Als bester Film im Wettbewerb wurde ausgezeichnet:

GELBE BRIEFE

von Ilker Çatak
im Verleih von Alamode Filmdistribution
Infos zum Film

Begründung der Jury:
Es ist das Wesen unserer modernen Gesellschaften, dass wir zwischen Anpassung und Abgrenzung, zwischen autoritären und freiheitlichen Strukturen changieren. In „Gelbe Briefe“ existieren demokratische und diktatorische Gesellschaftsstrukturen nebeneinander. Die Innenansicht der Türkei, wie sie heute existiert, wird ins Stadtbild von Berlin und Hamburg (Ankara und Istanbul) verlegt. Ein toller Kunstgriff, weil er die gesellschaftliche Entwicklung, in der wir uns aktuell auch in ganz Europa und weltweit befinden, auf den Punkt bringt. Das Nebeneinander von Gradlinigkeit und Anpassung spiegelt sich kongenial im Figurenensemble und deren Spiel. In persönlich unsicheren Zeiten fallen die Protagonisten in scheinbar überwunden geglaubte patriarchalische Verhaltensmuster zurück.

Lobende Erwähnung:

THE LONELIEST MAN IN TOWN

von on Tizza Covi und Rainer Frimmel
Infos zum Film

Begründung der Jury:
Ein Film wie ein guter Bluessong. Ein Wiener Original in einer leider aussterbenden Welt, der zeigt, dass die analoge Welt mit ihren Schallplatten und Zeitschriften ihren eigenen Zauber hat. Der Bluesmusiker Alois alias Al Cook spielt sich in der schönsten Überraschung des Berlinale-Wettbewerbs selbst.

 


Bester Film in der Sektion Generation 14plus

WHAT WILL I BECOME?

von Lexie Bean und Logan Rozos
Infos zum Film

Begründung der Jury
Der Film kreiert einen Ort, gehört und gesehen zu werden – bewusst, authentisch, sicher. Eine selbstgebaute Höhle, in die wir hineinkrabbeln, die in unserer Gesellschaft nicht existiert. Wir haben Raum für Wut, Trauer, Überforderung. Trotzdem hinterließ er uns mit Hoffnung – dem Wunsch nach Akzeptanz, Unterstützung, Liebe.

Danke Lexie, Logan, für persönliche Lebensgeschichten, die zu einem Teil von uns wurden. Dass ihr die transmännliche Community sichtbar macht und für uns da seid.
Danke für WHAT WILL I BECOME?
Danke, dass ihr diese Frage stellt.
Danke, dass ihr da seid.

Lobende Erwähnung

SUNNY DANCER

von George Jaques

Begründung der Jury
Unsere lobende Erwähnung gilt einem Film, der uns mitnimmt in eine Momentaufnahme, ganz ohne Filter.

Der Film hat uns direkt zum Auftakt des Festivals alle Emotionen durchleben lassen und zusammengeschweißt. Mit dieser Energie verlassen wir tänzelnd und als Teil dieser besonderen Clique den Kinosaal. Begeben uns als Freund*innen gemeinsam auf die weitere Achterbahnfahrt durch die gesamte Bandbreite des Generation 14plus-Programms. Danke George, dass Du uns mit SUNNY DANCER hast tanzen lassen, selbst wenn wir uns nicht immer danach gefühlt haben.

Infos zum Film

 

Für die Jurys aus Kinobetreibenden steht zum einen die Qualität der Werke im Fokus. Berücksichtigt wird aber auch die Einschätzung, wie die Filme beim Publikum ankommen werden.

Die Gilde Filmpreis Jury für den Wettbewerb der Berlinale 2026 bestand aus:
Claudia Dostal (Yorck Kino GmbH, Berlin)
Hans Jörg Bondiau (Zoom Kino, Brühl)
Kathrin Bohm-Berg (multiculturelles centrum, Templin)

Die Jury CinemaVision 14plus 2026 bestand aus:
Nadine Melzer (Scala Kino, Leverkusen)
Ophelia Hertel (Broadway Filmtheater, Trier)
Dina Schilke (Capitol Arthouse Kino, Mainz)