Die deutsche Kino- und Verleihbranche hat sich auf einen gemeinsamen Branchenstandard für die elektronische Rechnungsstellung (E-Invoice) in der Kinoauswertung verständigt. Damit schaffen Kinos und Filmverleiher eine einheitliche technische Grundlage für die künftig gesetzlich vorgeschriebene elektronische Rechnungsstellung und modernisieren gleichzeitig den Datenaustausch in der Abrechnung der Kinoauswertung.
Der beschlossene Standard basiert auf dem bekannten E-Rechnungsformat ZUGFeRD (EN 16931 konform) und wird um branchenspezifische Datenfelder erweitert, die für die Abrechnung zwischen Kinos und Filmverleihern erforderlich sind. Ziel ist es, die gesetzliche E-Invoice-Pflicht mit einer praxisnahen Branchenlösung zu verbinden, die bestehende Abrechnungsprozesse digitalisiert und gleichzeitig medienbruchfreie Datenübermittlung ermöglicht.
Der Einigung ging ein umfangreicher Abstimmungsprozess voraus, in dem Vertreter der Kino- und Verleihseite gemeinsam die erforderlichen Datenfelder und die technische Umsetzung definiert haben. Die Entwicklung und Koordination des Branchenstandards erfolgt unter der Projektleitung von Sven Andresen.
An dem Prozess beteiligt waren die folgenden Branchenverbände:
AG Kino – Gilde deutscher Filmkunsttheater e.V.
AG Verleih
AllScreens Verband Filmverleih und audiovisuellen Medien e.V.
HDF Kino e.V.
Mit der Einigung liegt erstmals ein gemeinsamer technischer Rahmen für die elektronische Abrechnung in der Kinoauswertung vor. Der Branchenstandard soll nun von den beteiligten Unternehmen und technischen Dienstleistern umgesetzt werden. Das Projekt wird von der Filmförderungsanstalt (FFA) gefördert.
Bild: DelphiLUX (c) Yorck Kino GmbH, Daniel Horn






