Nachdem die Kinoverbände nochmals eindringlich für die Weiterführung des so erfolgreichen Zukunftsprogramms Kino geworben haben, unterstützen auch viele Bundesländer explizit dieses Anliegen. In Mecklenburg-Vorpommern fordert die dortige Kulturministerin Bettina Martin eine „verlässliche Förderkulisse“ für die Kinos.
In ihrer Pressemitteilung sagt sie: „Es ist kulturpolitisch eine völlig falsche Entscheidung, die Investitionsförderung für Kinos einzustellen. Kinos sind unverzichtbarer Bestandteil unserer Kulturlandschaft. Gerade im ländlichen Raum entfalten sie eine große kulturelle und gesellschaftliche Wirkung. Ich unterstütze deshalb die Forderung der Kinoverbände ausdrücklich, dass der Bund das Zukunftsprogramm Kino weiterführt.“
In Mecklenburg-Vorpommern wurde die Kinoinvestitionsförderung des Landes „Film ab!“ mit jährlich 750.000 € verstetigt. Über die MV Filmförderung GmbH können flexibel Bundesmittel kofinanziert oder eigenständige Förderungen gewährt werden. Dabei werden auch nichtgewerbliche Kinos einbezogen; Förderquoten von bis zu 90 % sind möglich, um die regionale Kinoinfrastruktur zu sichern, schreibt die Landesregierung.
Auch das Bundesland Sachsen sieht die Bedeutung der Kinos für die Regionen und will die Orte besser unterstützen. In der vergangenen Woche gab es ein Treffen von Kinobetreibenden in der Sächsischen Staatskanzlei bei dem über Möglichkeiten für eine Förderung gesprochen wurde. Ebenso gab es Gespräche im Berliner Abgeordnetenhaus. Bei beiden Treffen hob der AG Kino – Gilde Vorsitzende Christian Bräuer die Bedeutung der Kinos für die Filmwirtschaft hervor. Er weist aber auch immer wieder darauf hin, dass die Erlösstrukturen der meisten Kinos dringende Investitionen kaum möglich machen.
Alle Länder stellen klar, dass sie die Lücke, die der Bund hinterlässt nicht werden schließen können. In Berlin stehen immerhin 1 Million Euro für Investitionen bereit, so der Chef der dortigen Senatskanzlei Florian Graf. (Ein Artikel zum Treffen in Berlin findet sich unter rbb24.de)
Kontinuität und Verlässlichkeit für die gesamte Kinobranche ist, bei allem guten Willen einzelner, durch diese Kleinteiligkeit aber nur schwer zu erreichen. So ist es ermutigend, wenn weiter viele für das Zukunftsprogramm Kino kämpfen.
Bild: Ministerin Bettina Martin beim Empfang der Arthouse-Kinos bei der Berlinale (c) AG Kino – Gilde






