Mitgliederversammlung der Arthouse Kinos

Kurz vor der Berlinale-Eröffnung trafen sich am Donnerstag die Mitglieder der AG Kino – Gilde zu ihrer Mitgliederversammlung. Im Mittelpunkt standen natürlich auch hier die Entwicklungen in der Film- und Kinoförderung. Die gegenwärtigen Veränderungen im Produktionssektor wirken auch auf die Kinos und so gilt es, klare Vorstellungen und Forderungen für die Zukunft zu entwickeln.

Zu kritisieren ist insbesondere, dass die neue Fördersystematik die Kinos noch immer nicht richtig im Blick hat. So müssten bereits jetzt durch den Beauftragten des Bundes für Kultur und Medien die Weichen gestellt werden, damit „echtes“ Geld für die Kinos im nächsten Bundeshaushalt steht und die Kinos endlich die Verlässlichkeit und Planbarkeit in den Förderungen haben, die bereits im Koalitionsvertrag vereinbart wurde.

Außerdem ist noch immer offen, wie es mit dem Zukunftsprogramm Kino in 2026 weitergeht. Die Bereitstellung von Mitteln ist vom Budget der Produktionsförderung abhängig und damit sehr fraglich. Auch hier sollte Klarheit geschaffen werden.

Schließlich sieht man auch mit Sorge, wie sich die Produktion und Herausbringung hochwertiger Kinofilme entwickelt. Die geplante Übernahme von Warner Bros. Discovery konzentriert den Markt weiter in Richtung Streaming und auch bei der Zusammenlegung von DFFF und GMPF besteht die Gefahr, dass die Kinoauswertung deutscher Filme an Bedeutung verliert.

Es gibt also viel zu besprechen für die Branche am Rande der Berlinale. Die AG Kino – Gilde hat jedenfalls hat klare Vorstellungen was die Kinos jetzt brauchen und damit auch den deutschen Film unterstützen.

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