Wettbewerb in Cannes 2026

Über mangelnde deutsche Beteiligung bei den 79. Filmfestspielen von Cannes muss man sich nicht beklagen. So können sich einige Filmschaffende Hoffnung auf eine Auszeichnung machen: Die Berliner Produktionsfirma Komplizen Film um Janine Jackowski, Maren Ade und Jonas Dornbach ist gleich mit zwei Filmen im Rennen um die Goldene Palme vertreten. Valeska Griesebachs DAS GETRÄUMTE ABENTEUER wurde in den Wettbewerb eingeladen. Ebenso zählt GENTLE MONSTER von Marie Kreutzer dazu, den Komplizen Film koproduziert hat. Hauptverantwortlich zeichnet hier die Film AG von Alexander Glehr und Johanna Scherz. Kreutzer hatte bereits vor vier Jahren mit „Corsage“ in Un Certain Regard für Aufsehen gesorgt.

Auch aus deutscher Perspektive gibt es weitere erfreuliche Nachrichten: Heimatfilm ist als Koproduzent an Ryusuke Hamaguchis Wettbewerbsbeitrag ALL OF A SUDDEN beteiligt. Zudem entstand VATERLAND von Pawel Pawlikowski unter deutscher Mitwirkung – produziert von Edward Bergers Firma Nine Hours. Vor der Kamera stehen zahlreiche deutsche Schauspieler, darunter Hanns Zischler, August Diehl und Sandra Hüller.

Des weiteren sind im Wettbewerb um die Goldene Palme bislang zahlreiche internationale Produktionen vertreten: Andrey Zvyagintsev tritt mit MINOTAURUS an, Rodrigo Sorogoyen mit EL SER QUERIDO, in dem Javier Bardem zu sehen ist, und Ira Sachs mit THE MAN I LOVE.

Ebenfalls eingeladen sind László Nemes mit MOULIN sowie Cristian Mungiu, der seinen in Norwegen gedrehten Film FJORD mit Sebastian Stan und Renate Reinsve präsentiert. Hinzu kommen NOTRE SALUT von Emanuel Marre und HISTOIRES DE LA NUIT von Léa Mysius, die erstmals im Wettbewerb vertreten ist, nachdem sie zuvor am Drehbuch von EMILIA PEREZ mitgewirkt hatte.

Weitere Beiträge sind SHEEP IN THE BOX von Hirokazu Kore-eda, HOPE von Na Hong-Jin, NAGI NOTES von Kôji Fukada.

Ergänzt wird das Feld unter anderem durch COWARD von Lukas Dhont, LA BOLA NEGRA von Javier Calvo und Javier Ambrossi, GARANCE von Jeanne Herry und L’INCONNU von Arthur Harari. Zudem konkurrieren PARALLEL STORIES von Asghar Farhadi, der erneut in Frankreich gedreht hat, Pedro Almodóvars AMARGA NAVIDAD sowie A WOMAN´S LIFE von Charline Bourgeois-Taquet um die begehrten Trophäen.

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