Nachrichten

BKM erweitert den Kinoprogrammpreis substantiell als Soforthilfe
(30.04.2020)

Wie gerade bekannt wird, erweitert Bundeskulturministerin Monika Grütters den diesjährigen BKM-Kinoprogrammpreis mit einem zusätzlichen Kinosonderpreis über rund 5 Mio. Euro, um den prämierten Kinos, die wegen der Corona-Maßnahmen alle geschlossen sind, zu helfen. Die Preissummen sollen nicht nur investiv, sondern direkt für den laufenden Betrieb einsetzbar sein. - Ein erster Bericht von Blickpunkt:Film hier... Eine offizielle Verlautbarung vom BKM ist für Montag angekündigt.

Startnext-Initiative der Hamburger Programmkinos
(30.04.2020)

Auf Initiative des Abatons wurde letzten Donnerstag eine Spendenkampagne zugunsten der Hamburger Programmkinos gestartet: www.startnext.com/hamburgerkinos. "Wir stehen derzeit bei etwas über € 28.000,-. Jetzt beginnt die zweite Welle der Berichterstattung in den Zeitungen und social media mit unserem Plakat zur Kampagne, was wir gerade fertiggestellt haben. Vielleicht ist das für andere Städte nachahmenswert? Wir haben die Idee ja auch von den Berliner Kinos geklaut und sind selber überrascht, wie groß die Spendenbereitschaft ist", so Abaton-Kinomacher Felix Grassmann.

Kulturinfrastrukturfonds in Planung
(29.04.2020)

Der Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates, Olaf Zimmermann, hatte vor kurzem die Gelegenheit, im Bundestagskulturausschuss für die Belange der Kultur in Deutschland angesichts der Corona-Schließungen zu streiten. Nun bestätigt der Kulturrat in einer Pressemitteilung, dass laut RBB Kulturstaatsministerin Grütters bestätigt hat, einen Kulturinfrastrukturfonds zur Hilfe für Künstler und Kulturinstitutionen zu erarbeiten. - Der Bericht des Kulturrates hier...

Rheinland-Pfalz und Hessen stützen Programmkinos
(29.04.2020)

Rheinland-Pfalz engagiert sich in Corona-Zeiten für seine Kulturlandschaft: „Kultur ist nicht alles. Aber alles ist nichts ohne Kultur. Deswegen wollen wir die Kultur stärken und für die Krisenzeit Möglichkeiten schaffen, Kultur stattfinden zu lassen“, erklärten die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer und Kulturminister Konrad Wolf heute in Mainz. Mit einem 15,5 Millionen Euro umfassenden 6-Punkte-Programm wird die Landesregierung die Kulturlandschaft in Rheinland-Pfalz unterstützen. Sie betonten: "Die kulturell bedeutsamen Programmkinos erhalten eine Förderung, um beispielsweise eine Umstellung der Angebote auf Freiluftveranstaltungen und Autokino-Formate vorzunehmen. Für sie ist eine halbe Million Euro vorgesehen." - Die Mitteilung des Landes Rheinland-Pfalz hier...

Auch in Hessen soll den Kinos mit einem Soforthilfeprogramm über die Corona-Krise hinweggeholfen werden. Die Hessen Film und Medien GmbH, zuständig für die Filmförderung des Landes, hat dafür 500.000 Euro für die Soforthilfe bereitgestellt. - Ein Bericht der Frankfurter Allgemeinen Zeitung dazu und zur allgemeinen Situation hier...

FFA-Präsident Bernd Neumann: Appell zum Erhalt der Kinos
(25.04.2020)

Anlässlich der Verleihung des Deutschen Filmpreises appelliert der FFA-Präsident (und ehemaliger Kulturstaatsminister) Bernd Neumann an die Politik, angesichts der aktuellen Krise "für den Erhalt unserer Produktions- und Kinosturktur" zu sorgen. U.a. heißt es in seinem Appell: "Die Kinos sind für Monate geschlossen, die Produktion ist zum Erliegen gekommen, die Geschäftsgrundlage so gut wie aller Marktteilnehmer ist zusammengebrochen. Um diesen für unsere Kultur und auch für unsere Kreativwirtschaft so wichtigen Bereich am Leben zu erhalten, sind weitere Unterstützungsmaßnahmen von Bund und Ländern unverzichtbar. Die bisherigen sind unzureichend. Geeignet wären Maßnahmen, wie sie etwa die Spitzenorganisation der Filmwirtschaft mit ihrem 560-Millionen-Stabilisierungsfonds vorgeschlagen hat."

Deutscher Filmpreis: “Das Kino, es soll leben” – 8 Lolas für “Systemsprenger”
(25.04.2020)

War der Jahrgang so dünn? Gefühlt waren alle Entscheidungen immer nur zwischen "Berlin Alexander Platz" und "Systemsprenger" zu treffen, und ein bißchen noch zu "Es gilt das gesprochene Wort". Am Ende gab es 5 Lolas für "Berlin Alexanderplatz" und sogar 8 für "Systemsprenger", u.a. beste Hauptdarstellerin, beste Regie und schließlich auch der Hauptpreis als bester Film. Die Filmakademie machte mit einer einfallsreichen Show das Beste aus der aktuellen Situation, die nur Videoschaltungen und Einzelauftritte statt großer Gala erlaubte. Filmakademie-Präsident Ulrich Matthes betonte abschließend ganz wunderbar, wie wichtig das Kino sei: "Das Kino, es soll leben!"
- Zur Website des Deutschen Filmpreises hier...
- Ein aktueller Bericht des Spiegels hier...

AG KINO: Wiedereröffnung der Kinos mit Hygieneregeln ist nicht nur möglich, sondern auch sinnvoll!
(23.04.2020)

In einer ausführlichen Stellungnahme weist die AG KINO, der Verband der deutschen Filmkunst-Programmkinos, auf die Notwendigkeit einer Perspektive für die "Wiedereröffnung mit Abstand und Augenmaß" hin: "Um die kulturelle Grundversorgung zu erhalten und die wirtschaftliche Perspektive der Kinos zu sichern, ist ein Fahrplan der Landesregierungen und des Bundes zur zeitnahen Wiedereröffnung der Kinos erforderlich. Wir erwarten deshalb jetzt konkret: 1. Soforthilfen zum Erhalt des Kulturort Kino und zur Abwendung eines Kinosterbens! 2. Einen Fahrplan zur Wiedereröffnung mit dem Ziel, dass Kinos spätestens im Juli wieder ihre Türe öffnen können! 3. Eine Starthilfe für die Kinobranche in der Phase der Wiedereröffnung mit begrenzten Kapazitäten!"

Die ganze Mitteilung - inklusive einem gemeinsamen SCHUTZ- UND HYGIENEPLAN IN KINOBETRIEBEN ZUR WIEDERERÖFFNUNG von HdF und  AG Kino - hier:

Süddeutsche Zeitung: Rückkehr ins Kino-Kulturleben
(23.04.2020)

Unter der Überschrift "Rückkehr ins Kulturleben: Popcorn vs. Mundschutz" berichtet die SÜDDEUTSCHE ZEITUNG: "Manche sehnen sich mehr nach dem Lieblings-Kino als nach Restaurants oder Fitnesscentern. Verschobene Filmstarts und der Föderalismus dürften bei einer Wiedereröffnung aber Probleme bereiten." - Der ganze SZ-Bericht hier...

SPIO-Präsident Thomas Negele: “Warum die Kinobranche eine halbe Milliarde Euro braucht”
(22.04.2020)

Die FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG hat ganz aktuell mit Thomas Negele, dem Präsidenten der Spitzenorganisation der Filmwirtschaft (SPIO) über die aktuelle Situation der Filmwirtschaft im Lockdown gesprochen. Unter der Überschrift "Warum die Kinobranche eine halbe Milliarde Euro braucht" heißt es: "Geschlossene Lichtspielhäuser und abgebrochene Dreharbeiten: Thomas Negele vom Verband der Filmwirtschaft erklärt, warum seine Branche dringend Hilfe von Politik und Fernsehsendern braucht." - Der ganze FAZ-Beitrag hier...

Landkinocoach im Blickpunkt:Film-Interview
(20.04.2020)

Das von der AG Kino-Gilde initiierte Projekt Netzwerk für Landkinos ging Anfang April an den Start. BLICKPUNKT:FILM sprach mit dem Leiter Julian Gorsanski über seine ersten Erfahrungen als Kinocoach in Zeiten von Corona. - Das ganze Blickpunkt:Film-Interview hier...

Tagesspiegel: “Die Kulturstaatsministerin ist gefragt”
(19.04.2020)

In einem "Appell" im TAGESSPIEGEL BERLIN fordert der ehemalige Innen- (und damals damit auch Kultur-)Minister Gerhart Baum "eine nationale Kraftanstrengung, um Künstler und kulturelle Einrichtungen in die Zeiten nach Corona, in die Normalität hinüberzuretten. Gefordert ist ein spezieller Kulturnothilfefonds des Bundes". Der Bund habe für Mehrausgaben der einzelnen Ressorts einen Fonds von 60 Milliarden Euro zur Verfügung gestellt, bisher sei aber "nicht erkennbar, was davon an die Kultur geht". Er fragt ganz direkt: "Wer kämpft im Bundestag jetzt für die Durchsetzung kultureller Belange? Dort gibt es doch einen Kulturausschuss. Warum setzt sich die zuständige Kulturstaatsministerin nicht an die Spitze der Bewegung?" - Der ganze Tagesspiegel-Bericht hier...

FAZ: Filmwirtschaft doch kein “Lebensmittel”?
(17.04.2020)

Nach dem STERN (s.u.) verweist auch die FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG  (Ausgabe Freitag 17.4.) scharf darauf, dass bei den aktuellen Corona-Maßnahmen bzw. den Neustarts eine Schieflage zulasten der Film- und Kinowirtschaft entstanden ist: "Die Maßnahmen gegen Corona gefährden die deutsche Filmwirtschaft massiv". Weiter heißt es: "Zur Infrastruktur gehören aber auch ganz wesentlich die Kinos. Mit diesem Netzwerk von Spielstätten gibt sich die Republik eine hochdifferenzierte Öffentlichkeit. (...) Gefährdet sind derzeit nahezu alle Abspielbetriebe, aber mit den kleineren, regional verankerten Kinos träfe es auch die Verleiher, die dann ihre Filme nicht mehr zeigen können. (...) Hilfsmaßnahmen für die Filmbranche müssen zweifellos rasch erfolgen." In einem Kommentar dazu heißt es: "Das Beschlusspaket des Bundes und der Länder vom Mittwoch schiebt die Kultur in den Anhang, der die weiterhin gültigen Schließungsanordnungen aufführt, zwischen ''Gastronomiebetriebe, Bars, Clubs'' und 'Prostitutionsstätten', zwischen Bier und Bordell. (...) Man muss die Kulturstaatsministerin korrigieren: Die Erzeugnisse der Branche, für die sie zuständig ist, gehören für die Regierungen in Bund und Ländern nicht zu den Lebensmitteln, sondern zu den Genussmitteln."