Manchmal fragt man sich, was es ist, das einen Verleih dazu bringt, einen Film im Kino auswerten zu wollen. Es ist kein Genre, das treue Fans ins Kino locken würde. Noch nicht mal die Geschichte ist wirklich überragend. Soll heißen: Man hat einen Film, der keine Perle ist, entscheidet sich aber für den Kinoeinsatz, während man ansonsten jede Menge Filme einfach als Video-on-Demand unters Volk bringt. Ein solcher Film ist „April X“, ein halbgarer Sci-Fi-Streifen, der ausgesprochen dröge daherkommt. Aber dann fällt es auf: Connor Storrie ist dabei. Wer? Der Name mag nicht jedem etwas sagen, aber der Star der Serie „Heated Rivalvry“ soll wohl Fans anlocken.
Über den Film
Originaltitel
April X
Deutscher Titel
April X
Produktionsland
US, RO
Filmdauer
92 min
Produktionsjahr
2026
Produzent
Michel K. Parandi, Lavinia Postolache
Regisseur
Michel K. Parandi
Verleih
Tiberius Film GmbH & Co KG
Starttermin
10.12.2026
In einer postsowjetischen Stadt der Zukunft muss Bax nach seiner Zwillingsschwester April suchen, die verschwunden ist, die er aber mit Hilfe ihrer Fähigkeit, ihre Träume speichern zu könne, zu finden hofft. Allerdings begibt er sich dafür immer mehr in einen städtischen Moloch, der droht, ihm den Verstand zu rauben.
Der Film, eine amerikanisch-rumänische Koproduktion, hat durchaus gute Ideen, nur macht er nichts daraus. Die Zukunftswelt wird nie erklärt, als Zuschauer wird man mittenrein geworfen, ohne ein Koordinatensystem zu haben, an dem man sich entlanghangeln konnte. Natürlich muss ein Film nicht alles erklären, er muss seine Erzählwelt aber zumindest spürbar werden lassen. Hier fühlt man sich außen vor, weil mit vielen Ideen jongliert wird, diese jedoch nie in ein kohärentes Ganzes übergehen.
Stattdessen fühlen sich viele Elemente des Films völlig voneinander losgelöst an. Selbst die Haupthandlung kommt erst nach einer halben Stunde in Gang, aber da hat man ohnehin schon jegliches Interesse an „April X“ verloren.
Der Hauptdarsteller wirkt in diesem Film auch gänzlich verloren. Er hat Präsenz, aber er kann sie nicht ausspielen. Ihm bleibt im Grunde nichts, was er tun könnte, er sieht sich einem konstanten Fluss mediokrer Dialoge und einer holprigen Narrativen gegenüber. Niemand kann da gewinnen. Das gilt auch für das Publikum, denn „April X“ ist durch und durch eine Enttäuschung. Die Art Film, die man nicht im Kino sehen muss, und der in den Weiten Streamings auch nur als Futter für Allesseher gelten würde.
Peter Osteried







