Shaun das Schaf – Spuk im Kürbisfeld

Auf Ufos und Außerirdische ist Shaun das Schaf schon getroffen, in seinem neuesten Film wird es jedoch gruselig. Denn Halloween naht, was für sich genommen noch nicht viel bedeuten würde. Aber dann geht ein Experiment schief und das Grauen erfasst die Bewohner der Farm. Das ist recht unschuldig gemacht, gänzlich kindgerecht aber nicht unbedingt. 

 

Über den Film

Originaltitel

Shaun the Sheep: The Beast of Mossy Bottom

Deutscher Titel

Shaun das Schaf – Spuk im Kürbisfeld

Produktionsland

UK

Filmdauer

90 min

Produktionsjahr

2026

Regisseur

Cox, Steve / Walker, Matthew

Verleih

STUDIOCANAL GmbH

Starttermin

01.10.2026

 

Shaun und seine Freunde züchten Kürbisse für Halloween, die versehentlich kaputtgehen, weswegen er wie ein verrückter Wissenschaftler ein Elixier erfindet, das einen Kürbiskern wahnsinnig schnell wachsen lässt. Leider kommt auch der Farmer in den Besitz des Mittels und benutzt es, um seine Haarpracht der Jugend wiederherzustellen. Als das Haarwachstum aber nicht stoppt und er aussieht wie Bigfoot, versetzt er die Stadt und die Farmtiere in helle Aufregung.

 

Wie immer ist der Film ausgesprochen liebevoll gemacht. Er lebt von einer Vielzahl von kleinen Gags, die nicht immer auf das kindliche Publikum abzielen. Wenn Shaun und die anderen Schafe wie Michael Jackson und die Zombies im Musikvideo „Thriller“ tanzen oder Zahnseide Geräusche macht, die an die Geigenmusik aus „Psycho“ erinnert, dann sind das Witze, die die Erwachsenen unterhalten. Es gibt auch eine Reihe von schönen Slapstickeinlagen, so dass die jüngsten Zuschauer durchaus auch ihren Spaß haben. 

 

Wie bisher eigentlich immer gelingt es den Leuten vom Knetmasse-Studio Aardman einen vergnüglichen Film zu erschaffen, der über alle Altersstufen hinweg funktioniert – und das ganz ohne Worte, denn Shaun und Co. kommunizieren nur mit recht gutturalen Lauten.

 

Es gibt viele Bilder, die direkt an Filme erinnern, schon der Anfang lässt an James Whales „Frankenstein“ denken, andere nutzen auch die Ikonographie des Genres und das Wissen um das kollektive Bewusstsein des Publikums in Hinblick auf diese zementierten Genre-Bilder. Aber das kann durchaus auch ein zweischneidiges Schwert sein. Denn obwohl der Film von der FSK ab 0 Jahren freigegeben wurde, sind die Bilder eben doch stark mit dem Horror-Genre verbunden. Sicherlich, auf recht simple und den Humor zelebrierende Art und Weise.

 

Es soll aber nicht verschwiegen werden, dass in der Pressevorführung zwar viele Kinder hörbar Spaß hatten, eines aber auch Angst entwickelte und mit der Mutter den Saal vorzeitig verließ. Man sollte also im Vorfeld überlegen, wie weit der eigene Nachwuchs ist, bevor man in „Shaun das Schaf: Spuk im Kürbisfeld“ geht. Für die meisten Kids wird er nicht zu intensiv sein, für besonders sensible mag das aber anders aussehen.

 

Peter Osteried

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