Street Dance 2

Der Tanz geht weiter. Nach "StreetDance in 3D", dem ersten Tanz-Film in dieser Vorführ-Technik, der sehr erfolgreich in den hiesigen Kinos lief, hoffen die deutsch-britischen Macher auf den nächsten Blockbuster. Wer will es ihnen auch verdenken. Weitere europäische Drehorte kommen dazu und das bewährte Konzept des Genremix von StreetDance, HipHop Breakdance mit einem anderen Tanzstil, diesmal Salsa, bildet das Rückgrat des Konzeptes. Nicht zuletzt die unvermeidliche Liebesgeschichte, die dem Ganzen zusätzliche Würze geben soll. Dabei bedeutet Salsa schon scharfe Sauce. Und entsprechend schwindelerregend sind die Tanzszenen.

Webseite: www.streetdance2-film.de

Deutschland/Großbritannien 2011
Regie: Max Giwa, Dania Paquini
Drehbuch: Jane English
Choreografie: Richmond und Anthony Talauega
Darsteller: Falk Hentschel, Sofia Boutella, George Sampson, Akai Osei-Mansfield, Tom Conti
Länge: 85 Minuten
Verleih: Universum Film
Kinostart: 7. Juni 2012

PRESSESTIMMEN:



FILMKRITIK:

Der Tänzer Ash (Falk Hentschel – der sächsische Shooting-Star) hat ein Ziel: Er möchte gegen die Tanzgruppe Invincible antreten und die Demütigung auswischen, die diese Truppe ihm angetan hat. Er sucht mit seinem neuen Freund Eddie (George Sampson) eine Truppe von Spitzen-Tänzern zusammen und tourt durch Europa. London, Berlin, Prag, Amsterdam, Rom und Paris bilden dabei attraktive Kulissen. In der französischen Hauptstadt treffen bald die besten StreetDance-Gruppen aufeinander. Und da soll es zum Show-Down zwischen den Tanz-Crews kommen. Vorher verliebt sich Ash in die Salsa-Tänzerin Eva (Sofia Boutella), deren Onkel Manu (Tom Conti) einen angesagten Club betreibt. Es dauert aber noch eine Weile mit allerlei Hindernissen, bis die unterschiedlichen Tanz-Stile eine Einheit bilden, um schließlich am entscheidenden Tag effektvoll eingesetzt werden zu können. Nicht zuletzt müssen sich die Protagonisten erstmal zusammengerauft haben.

Die Liebesgeschichte und attraktiven Drehorte sind schließlich doch nur Beiwerk in einem Film, in dem es vor allem um eines geht – um das Tanzen. Beim ersten Film funktionierte die Fusion von StreetDance und klassischem Ballett. Ein unvorhersehbares Erfolgskonzept. Diesmal sind es StreetDance, HipHop und Salsa, die einen weiteren Blockbuster-Erfolg garantieren könnten. Choreografisch ist alles perfekt, die Tanzfiguren sind bis ins kleinste Detail ausgearbeitet worden und Paartanz kann die Szene nur bereichern. Allen Respekt den Choreografen Richmond und Anthony Talauega, die lange an dem Szenario getüfelt haben, und den Tänzern, die – da muss man kein Experte sein – ausgiebig dafür trainiert haben. Den Kostümbildnern ebenso ein Lob für ihre Liebe zu Detail. "StreetDance 2" ist ein Fest fürs Auge.

Dafür bietet sich die 3D-Technik auch an, eine Technik die selbst Wim Wenders kürzlich für seinen Pina-Bausch-Film einsetzte. Als Zuschauer kommt man sich wie ein wirklicher Bestandteil des quirrligen Tanzgeschehens vor. Selbst Popcorn fliegt mal auf einen zu oder Federn flattern durch den Saal. Die Dynamik der Musik tut ein übriges. Choreografie, Musik und Technik, ebenfalls die Schnitttechnik, werden dem jüngeren Kino-Publikum ein vollkommenes Entertainment bieten. Totale Coolness eben – mit Sex-Appeal. Dem Zufall ist da nichts überlassen worden.

Man könnte es auch anders formulieren: Kalte Perfektion überrollt den Zuschauer 85 Minuten lang. Aber es macht trotzdem Spaß. Denn die Tänzer lieben das was sie machen, das spürt man.

Heinz-Jürgen Rippert

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