European Work in Progress 2026: Zehn Projekte in Hamburg ausgezeichnet

Beim Branchenformat European Work in Progress (EWIP) sind am 29. September in Hamburg zehn Filmprojekte ausgezeichnet worden. EWIP fand zum zweiten Mal im Rahmen der Industry Days des FilmFest Hamburg statt, in Zusammenarbeit mit dem Filmfest und der MOIN Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein. Für die neunte Ausgabe waren aus einer Rekordzahl von über 270 Einreichungen 25 Projekte ausgewählt worden.

Anders als im Festivalprogramm werden die Filme bei EWIP nicht fertig gezeigt, sondern als Work in Progress vorgestellt. Rund 300 Fachleute aus Weltvertrieb, Verleih, Festivals, Produktion, Finanzierung und Marketing bekamen erste Einblicke in die Projekte und kamen mit den Filmschaffenden ins Gespräch. Die Preise bestehen aus Sachleistungen für die Fertigstellung, von der Tonmischung über die Farbkorrektur bis zur Untertitelung, und waren insgesamt mit über 100.000 Euro dotiert.

Über die Vergabe entschied eine internationale Jury: Christian Bräuer (Geschäftsführer der Yorck Kinogruppe, Vorstandsvorsitzender der AG Kino – Gilde und CICAE-Präsident), Paolo Bertolin (Auswahlkomitee Filmfestival Venedig und künstlerischer Leiter des Whānau Mārama: New Zealand International Film Festival), Rebecca De Pas (Filmkuratorin beim International Film Festival Rotterdam), Valeska Neu (Management & Sales beim Weltvertrieb Films Boutique) und Íñigo Trojaola (Editorial Manager beim spanischen Pay-TV- und VOD-Anbieter Movistar+).

Den höchstdotierten Preis, den Post Republic Award (Postproduktion im Wert von 30.000 Euro), erhielt FOLK PLAY (Narodna drama) von Mirjana Karanović (Serbien/Frankreich/Luxemburg/Kroatien/Slowenien/Montenegro). Die Jury würdigte die Darstellung des Erwachens einer jungen Frau, die mit Darstellungsmustern weiblicher Figuren spiele und sie unterlaufe.

Die weiteren Preisträger:

  • Cine Complete Postproduction Award (Postproduktion, 15.000 €):
    MOTHER OF SUGAR (MARE DE SUCRE) – Clàudia Cedó (Spanien)
  • K13 Studios Award (Dolby-Atmos-Mischung, 10.000 €):
    EKA – Suman Sen (Indien/Australien/Frankreich)
  • K13 Studios Award (Synchronisation, 5.000 €):
    KARMIC KNOT – Signe Baumane (Lettland/Deutschland)
  • Loft Tonstudios Award (Ton-Postproduktion, 10.000 €):
    SPROSS – Friederike Güssefeld (Deutschland)
  • Optical Arts Award (Farbkorrektur, 10.000 €):
    LA UNIÓN – Cordelia Alegre (Spanien/Kolumbien)
  • Zeigermann_Audio Award (Ton, 10.000 €):
    WITCH (ZHALMAYUZ) – Adilkhan Yerzhanov (Kasachstan/Frankreich)
  • Gruvi Award (Marketing-Technologie, 5.000 €):
    PANNA SOPHIA / COMENIUS  – Václav Kadrnka (Tschechien/Slowakei/Türkei/Niederlande)
  • Way Film Translation Award (Untertitelung, 5.000 €):
    A HOUSE ON THE WAVES (KHANEI BAR AMVAJ) – Lily Mousavi (Iran/Frankreich)
  • Zeitkostüm Award (Kostüme, 2.500 €):
    DON’T BE A STRANGER – Robert Thalheim (Deutschland)

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