Angesichts der Tatsache, dass die Fördertöpfe des Deutschen Filmförderfonds (DFFF) und des German Motion Picture Fonds (GMPF) bereits 4 Monate vor Jahresende ausgeschöpft sind und die Mittel entgegen aller Zusagen für die Folgejahre von 250 auf 200 Mio. Euro gekürzt wurden, laufen die Branchenverbände Sturm. Auch die Kinos fühlen sich von der Politik im Stich gelassen. Eine Investitionsförderung für Kinos die sich wie vorgeschlagen aus „Restmitteln“ der Produktionsförderung speist ist völlig illusorisch. Und für das Zukunftsprogramm Kino stehen nach wie vor keine Mittel im Haushaltsansatz.
In einem gemeinsamen Papier kritisieren nun 48 Verbände der Film- und Kinowirtschaft die Unzuverlässigkeit der Regierung. Sie gefährde den gerade gewonnenen Aufschwung in der Produktionsbranche und drohe, das Vertrauen in die Verlässlichkeit des Filmstandorts Deutschland erneut zu beschädigen.
Dabei geht es um die gesamte Wertschöpfungskette Film bis hin zu den Kinos als wichtigsten Auswertungsort. Den Filmtheatern kommt dabei eine doppelte Funktion zu. Neben dem wirtschaftlichen Aspekt der Filmverwertung sind sie Orte der kulturellen Teilhabe in Stadt und Land. Dort wo sie weg brechen, fehlen Räume der Begegnung und gesellschaftlichen Auseinandersetzung. Dort wo investiert wird, kommen mehr Besucher und die gesamte lokale Wirtschaft kann profitieren.
So appellieren die Verbände: „Nur mit verlässlichen Rahmenbedingungen lassen sich Förderstopps verhindern, Investitionen absichern, Qualität und kulturelle Vielfalt am Filmstandort Deutschland fördern und Beschäftigung sowie Wertschöpfung nachhaltig stärken.“
Den gesamten Aufruf finden Sie hier…





