Der vereinsgeführte Kinoclub am Hirschlachufer investiert in die Erfurter Programmkinolandschaft. Nachdem das einzige Arthouse-Kino in Erfurt mit nur einem Saal schon lange an seine Kapazitätsgrenzen gestoßen ist, suchten die Betreibenden viele Jahre nach einer passenden Lösung für eine Erweiterung.
Fündig geworden ist der Kinoklub im bürgerschaftlich getragenen Projekt KulturQuartier Schauspielhaus. Hier haben sich neben dem Kinoklub das Tanztheater Erfurt und das Radio F.R.E.I. mit sich über 900 Bürgerinnen und Bürger in der ersten thüringischen Kulturgenossenschaft zusammengeschlossen und das ehemalige Schauspielhaus Erfurt von der Stadt erworben. Seit 2025 wird das historische Gebäude umfassend saniert und für seine neue Nutzung umgebaut.
Der KINOKLUB Erfurt errichtet dort eine zusätzliche Spielstätte mit zwei Kinosälen.
Mit den neuen Räumen entstehen für den KINOKLUB vielfältige Möglichkeiten, sein Programm
weiterzuentwickeln. Neben dem regulären Kinobetrieb können künftig mehr Filmreihen, evtl. Festivals, Premieren, Schulvorstellungen und Filmgespräche stattfinden. Auch Kooperationen mit kulturellen und gesellschaftlichen Akteuren der Stadt lassen sich mit dem zweiten Standort ausbauen.
Bei einem Besuch vor Ort zeigte sich der Vorstand der AG Kino – Gilde beeindruckt über das Engagement der Erfurter Kollegen. Man war sich einig, dass dieser Mut für einen Ausbau der Kinolandschaft in der Stadt sicher belohnt wird und auch wirtschaftlich erfolgreich sein wird. Es zeigt sich hier, wie wichtig eine nachhaltige Förderpolitik ist. Investitionen in Kinos sind mehr als nur Kulturprojekte. Sie tragen zur Stadtentwicklung bei und schaffen (Frei-)Räume für die Bürgerinnen und Bürger.
Aktuell laufen die Rohbauarbeiten, in der zweiten Jahreshälfte beginnt der eigentliche Kinoausbau. Die Eröffnung ist für die erste Jahreshälfte 2027 geplant.
Bild: Der Vorstand der AG Kino – Gilde mit Ronald Troué vom Kinoclub am Hirschlachufer bei der Besichtigung der Baustelle für den neuen Kinostandort.






