Saarland verleiht erstmals Landesprogrammpreis Kino

Die saarländische Staatskanzlei hat am Dienstag im Filmhaus Saarbrücken erstmals den Landesprogrammpreis Kino verliehen. Vorausgegangen waren Gespräche von Kinos und der AG Kino – Gilde über die künftige Ausrichtung der Kinoförderung im Saarland.  Die mit 3.000 Euro höchstdotierte Auszeichnung für das beste Jahresfilmprogramm ging an die Camera Zwo in Saarbrücken.

Das Neue Regina in St. Ingbert wurde für sein Kinderfilmprogramm mit 2.000 Euro ausgezeichnet. Der mit 1.000 Euro dotierte Sonderpreis Innovation ging an die Thalia Lichtspiele in Bous. Weitere Prämien in Höhe von jeweils 1.000 Euro für ein besonderes Jahresfilmprogramm erhielten das Regina in St. Ingbert, die Lichtspiele Losheim und das Central Filmtheater in Nonnweiler. Über den ebenfalls mit 1.000 Euro dotierten Publikumspreis konnten die Saarländerinnen und Saarländer online abstimmen. Er ging an die Lichtspiele Losheim.

Insgesamt zwölf saarländische Kinos hatten sich mit ihrem Filmprogramm aus dem Vorjahr um die Auszeichnungen beworben. Eine unabhängige Jury empfahl die Preisträger in den einzelnen Kategorien.

Mit dem Landesprogrammpreis würdigt die Staatskanzlei das Engagement der Kinos für anspruchsvolle Filmprogramme. Das Förderprogramm soll insbesondere Kinos außerhalb der Ballungsräume stärken und damit zur Vielfalt der Kinolandschaft im Saarland beitragen.

Der Chef der Staatskanzlei, David Lindemann, hob die Bedeutung der Filmtheater für das kulturelle Leben hervor. Kinos seien „Orte der Begegnung, des kulturellen Austauschs und ein unverzichtbarer Bestandteil der saarländischen Kulturlandschaft“. Gerade kleinere Häuser leisteten „mit viel Leidenschaft und Kreativität Außergewöhnliches“.

Bild: Die Preisträger des Landesprogrammpreises Saarland (c) Anna Reitze

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