Die Vampirschwestern 2

Inzwischen haben sich die Vampirschwestern Dakaria und Silvana in der deutschen Provinz eingelebt und freuen sich auf den Sommer. Welche Abenteuer sie dabei erleben erzählt Wolfgang Groos in „Vampirschwestern 2 – Fledermäuse im Bauch“, in der die bewährte Mischung aus Teenager- und Fantasyfilm mit Rockmusik und erster Verliebtheit angereichert wird.

Webseite: www.vampirschwestern2.de

Deutschland 2014
Regie: Wolfgang Groos
Buch: Ursula Berger, nach den Büchern von Franziska Gehm
Darsteller: Marta Martin, Laura Roge, Christiane Paul, Stipe Erceg, Michael Kessler, Georg Friedrich, Tim Oliver Schultz, Richy Müller, Jamie Bick, Jonas Holdenrieder
Länge: 97 Minuten
Verleih: Sony Pictures
Kinostart: 16. Oktober 2014
 

FILMKRITIK:

Der Sommer beginnt, die Schule ist aus und so planen die Vampirschwestern Dakaria (Laura Roge) und Silvania (Marta Martin) zusammen mit ihren Freunden Helene (Jamie Bick), Ludo (Jonas Holdenrieder) und Jacob (Jeremias Meyer) ein paar Tage am See zu campen. Ihre Eltern Elvira (Christiane Paul) und Mihai (Stipe Erceg) freuen sich derweil ihres Lebens, das nur von gelegentlichen Eifersuchtsattacken des heißblütigen Vampirs Mihai gestört wird. Ihr Nachbar Dirk Van Kombast (Michael Kessler) dagegen hat sich inzwischen hinter einem mit Knoblauch und Kreuzen verzierten Zaun verbarrikadiert und hofft immer noch, zu beweisen, dass die freundliche Nachbarsfamilie zum Teil aus Vampiren besteht.

Bevor es zum Camping an den See geht, will Dakaria unbedingt ein Konzert der Vampir-Band Krypton Krax besuchen, für deren Sänger Murdo (Tim Oliver Schultz) sie schwärmt. Doch Mihai ist strikt gegen einen Ausflug ins benachbarte Dorf, denn der Manager der Band ist Xantor (Georg Friedrich), der einst Elvira zu seiner Vampir-Dienerin machen wollte und von Mihai besiegt wurde. Wie Teenagerinnen nun mal so sind ignoriert Dakaria das Verbot ihres Vaters und fliegt zusammen mit Silvania zum Konzert. Welche Kette aufregender Abenteuer sie damit in Gang setzt ahnt sie da noch nicht.

Allzu viel Neues fügt Wolfgang Groos den Abenteuern um die beiden Vampirschwestern Dakaria und Silvania nicht hinzu. Aber warum auch, war der vor kaum zwei Jahren gestartete erste Teil doch ein gelungener Kinderfilm, der mit seinem originellen Konzept und seinen quirligen Charakteren viel Spaß machte. Und so geht es auch in der Fortsetzung weniger um typische Vampir-Probleme, als um ganz normale Dinge, nur das die Protagonisten eben Vampire sind.

Wie der Untertitel „Fledermäuse im Bauch“ andeutet, geht es nicht zuletzt um die erste Liebe, bzw. das erste Verknalltsein, denn mehr als ein Schwarm ist der charismatische Vampir-Rocksänger Murdo nicht. Gespielt wird er von Tim Oliver Schultz, der schon in Wolfgang Gross leider untergegangenem „Systemfehler – Wenn Inge tanzt“ sehr überzeugend auf der Bühne gestanden hat. Der zweite Neuzugang im Cast ist der Österreicher Georg Friedrich, der mit seinem unverwechselbaren Akzent wie geschaffen für die Rolle eines auf Rache sinnenden Vampirs ist.

Doch auch wenn immer wieder Szenen mit den Erwachsenen eingeschoben sind, gehört der Film doch ganz seinen jungen Heldinnen und ihren Abenteuern. Das ist zwar nicht mehr ganz so originell wie noch im ersten Teil, aber immer noch ein überdurchschnittlicher, unprätentiöser Teenagerfilm.
 
Michael Meyns