Der auf ein junges Publikum zugeschnittene Film „Monster Mia“ ist eine deutsch-österreichische Koproduktion, bei der vor allem eines positiv auffällt: Das Thema der Andersartigkeit wird aus einer anderen Warte aufgegriffen. Denn Mia ist in ihrer neuen Schule so ungewöhnlich, wie es die blonde Marilyn in der Sechzigerjahre-Serie „Die Munsters“ gewesen ist.
Über den Film
Originaltitel
Monster Mia
Deutscher Titel
Monster Mia
Produktionsland
AT, DE, ES
Filmdauer
83 min
Produktionsjahr
2026
Produzent
Nicolás Matji, Dunja Bernatzky, Kris Staber, Edmon Roch, Holger
Regisseur
Verena Fels
Verleih
Tobis Film GmbH
Starttermin
15.10.2026
In Lilienthal gibt es schon seit 500 Jahren keine Monster mehr, aber Mia ist einfach von ihnen begeistert und möchte auch gerne beweisen, dass eine Nachbarin eine Hexe ist. Sie treibt es schließlich so weit, dass sie von der Schule fliegt. Danach kommt sie zur Finsterwald Academy, auf der alles anders ist. Denn hier bestehen Lehrkörper und Schülerschaft aus waschechten Monstern, und da Menschen dort der Zugang untersagt ist, muss sich Mia allerhand einfallen lassen, um selbst als Monster durchzugehen. Dabei kommt sie einer Verschwörung auf die Schliche, deren Ziel es ist, alle Menschen in Monster zu verwandeln. Nun braucht sie die Hilfe anderer Schüler, deren Taten auch zeigen, dass manchmal die größten Monster auch die größten Helden sind.
Die Geschichte ist hübsch verpackt und die Botschaft leidenschaftlich, denn im Kern geht es natürlich um die Frage, was ein Monster ist. Selten sind es jene, die wie solche aussehen. Aber es ist nicht nur das, es ist auch eine Umkehrung des üblichen Prinzips, da es mit Mia ein menschliches Mädchen ist, das wie ein Monster agieren muss, um nicht aufzufallen. Eine gute Botschaft macht aber noch keinen guten Film, dazu braucht es mehr. Narrativ hat „Monster Mia“ dabei durchaus einiges zu bieten. Er ist flott erzählt, hat eine quirlige und amüsante Hauptfigur und erzählt die Geschichte mit spürbarem Enthusiasmus.
Was der Film allerdings nicht hat: überzeugende Animationen. Die Designs der Figuren sind einfach gehalten, die Bewegungen erscheinen unnatürlich und die Texturen sind einfach nur flach. Es gibt keine Plastizität, alles wirkt unterentwickelt. Das mag man rechtfertigen können, weil hier halt nicht das Budget einer Produktion wie von Pixar oder DreamWorks vorhanden ist, aber letzten Ende ist es das Ergebnis, das zählt. Die Animationen wiederum haben das Niveau nicht allzu teurer computeranimierten Fernsehserien.
Ein älteres Publikum wird sich daran sicherlich stören, besonders junge Zuschauer werden da wohl weniger kritisch sein. Kurz gesagt: Ein Film für kleine Kids, erwachsene Begleiter merken dann aber schon, wie lange 76 Netto-Minuten sein können.
Peter Osteried







