Ein Kino, das Menschen verbindet: Das Programmkino Brazil und die Kneipe KKF in Schwäbisch Gmünd blicken auf 45 Jahre gemeinsamer Geschichte zurück. Was einst aus der Begeisterung für besondere Filme entstand, hat sich über die Jahrzehnte zu einem festen Bestandteil des kulturellen Lebens entwickelt.
Hinter dem Erfolg stehen Menschen, die mit viel Leidenschaft und persönlichem Engagement das Programm gestaltet und den besonderen Charakter des Kinos bewahrt haben. Zu ihnen zählen Walter Deininger und Reiner Koczwara, die das Brazil über viele Jahre hinweg mitgeprägt haben. Ihr Anliegen war es, nicht einfach Filme zu zeigen, sondern dem Publikum außergewöhnliche Kinoerlebnisse zu ermöglichen.
Das Programm setzte dabei auf eine vielseitige Auswahl, die über den üblichen Mainstream hinausging. Filmklassiker, anspruchsvolle Produktionen und besondere Entdeckungen machten das Brazil zu einem Treffpunkt für Kinoliebhaberinnen und Kinoliebhaber. Die Nähe zum Publikum und die persönliche Atmosphäre verliehen dem Haus einen Charakter, der sich deutlich von großen Kinokomplexen unterscheidet.
Auch die Kneipe KKF entwickelte sich zu einem wichtigen Ort des Austauschs und der Begegnung. Kino und Kneipe ergänzten sich und schufen einen Raum, in dem Kultur, Geselligkeit und gemeinschaftliches Erleben zusammenkamen.
Das 45-jährige Jubiläum ist deshalb nicht nur Anlass, auf die Vergangenheit zurückzublicken. Es würdigt vor allem das Engagement der Menschen, die diesen besonderen Kulturort aufgebaut und über viele Jahre lebendig gehalten haben. Das Brazil und die KKF stehen beispielhaft dafür, wie viel eine engagierte Initiative für das kulturelle Leben einer Stadt bewirken kann.
Ihre Geschichte zeigt: Ein Kino lebt nicht allein von den Filmen auf der Leinwand, sondern vor allem von den Menschen, die es mit Leben füllen. Um so schöner, dass schon die nächste Generation in den Startlöchern steht, um die Arbeit weiterzuführen. Jana Thiem leitet derzeit erfolgreich das Theater und die Gastronomie und bereichert das Programm mit vielen neuen Ideen.
Bild: Walter Deininger und Reiner Koczwara (c) privat






