Gestern konnten etwa 20 Kinobetreibende aus Baden-Württemberg das Prinzip „Kinodoktor“ live in Crailsheim erleben. Sie waren der Einladung der MFG Baden-Württemberg zum „Runden Tisch Kino“ gefolgt und tauschten sich vor Ort aus.
Das vom scheidenden MFG-Geschäftsführer Carl Bergengruen initiierte Format des „runden Tisches“ wurde zum ersten Mal um den Besuch eines Kinos erweitert. Daniel Charigault, als Koordinator des Kinodoktor-Projektes führte durch den Tag und die Gruppe schaute sich das gastgebende Cinecity in Crailsheim genau an, um dann gemeinsam Themen wie „Der Weg des Kunden durch das Kino“, „Qualitätsmanagement“ und „Stärken-Schwächen-Analyse“ zu besprechen.
Schon beim ersten Eindruck wurde schnell klar, dass es kaum kritische Punkte gibt. Die Betreiberfamilie Wagner hat ein erstklassiges Kino auf- und ausgebaut, das in so gut wie allen Bereichen Top-Niveau hat. Dennoch, oder gerade deshalb zeigte sich, wie wertvoll ein kollegialer Austausch vor Ort ist. Denn die Teilnehmenden ebenso wie die Gastgeber konnten vom kritischen Blick auf den eigenen Betrieb profitieren oder nahmen viele Anregungen mit.
Auch die MFG zeigte sich beeindruckt. Die beiden ebenfalls anwesenden Verbandsvertreter Felix Bruder (AG Kino – Gilde) und Jonas Fehrn-Stender (HDF Kino) appellierten denn auch an Carl Bergengruen im Rahmen seiner Möglichkeiten für eine Investitionsförderung im Land zu werben. Die laufenden Koalitionsverhandlungen sind ein wichtiger Moment und das Beispiel Crailsheim zeigt, wie gut angelegt Investitionen in Kinos sind, um den Medienstandort insgesamt zu stärken.
Bild: Kinobetreibende mit Vertretern von MfG und Verbänden in Crailsheim (c) AG Kino – Gilde






