In den deutschen Kinos wurden von Januar bis Juni 2026 47,5 Mio. Tickets verkauft und 502,2 Mio. Euro Umsatz erzielt. Insgesamt 14 Filme – darunter fünf deutsche Produktionen – verzeichneten im ersten Halbjahr mehr als 1 Mio. Besuche. Der Kinobestand blieb weitestgehend konstant.
Damit konnte die Filmförderungsanstalt (FFA) für das erste Halbjahr 2026 das beste Kinoergebnis seit vor der Corona-Pandemie verkünden. Im Vergleich zum Vorjahreshalbjahr 2025 sind 16,9 Prozent mehr Tickets verkauft worden, der Umsatz ist um 24,5 Prozent gestiegen.
FFA-Vorstand Peter Dinges erklärt dazu: „Die Entwicklung zeigt, dass das Kino seine besondere Anziehungskraft nicht verloren hat. Immer mehr Menschen entscheiden sich wieder bewusst für das gemeinsame Filmerlebnis auf der großen Leinwand. Dabei trägt nicht ein einzelner Blockbuster den Markt, sondern eine Bandbreite erfolgreicher Filme.“
Diese Bandbreite ist es auch, die zum Erfolg der Arthouse-Kinos in diesem Jahr beiträgt. Filme wie HAMNET, THE ASTRONAUT-PROJECT HAIL MARY oder MARTY SUPREME sorgten über viele Wochen für gute Zuschauerzahlen.
Einen außergewöhnlich starken Beitrag zum Halbjahresergebnis leistet auch der deutsche Film. Die Zahl der Tickets für deutsche Titel steigt um 61 Prozent auf 12,2 Mio., der deutsche Marktanteil um 7 Prozentpunkte auf 26,5 Prozent, das ist (mit Ausnahme des Pandemiejahres 2020) der höchste Wert der letzten zehn Jahre. Für fünf deutsche Filme wurden über 1 Mio. Tickets verkauft: „Extrawurst“, den mit knapp 2 Mio. Tickets meistgesehenen deutschen Film, „Woodwalkers 2“, „Ach diese Lücke, diese entsetzliche Lücke“, „Checker Tobi 3 – Die heimliche Herrscherin der Erde“ und „Die drei ??? – Toteninsel“.
In den Arthouse-Kinos stehen ROSE und GELBE BRIEFE weit oben in den Charts.
Die Kennzahlen zum Kinobestand sind weiterhin weitgehend stabil. Die Zahl der Spielstätten und der Kinostandorte ist im Vergleich zu Ende 2025 leicht gestiegen, während die Zahl der Leinwände stagniert, was vor allem auf Eröffnungen kleinerer Spielbetriebe vor Ort hindeutet. Bemerkenswert: Kleinere Städte mit bis zu 50.000 Einwohner*innen erzielen im Halbjahresvergleich 18 Prozent Ticketplus.
Angesichts der positiven Entwicklung scheinen 100 Mio. Tickets in diesem Jahr möglich.





