Das Timing könnte für einen Film wie „Arnie & Barney – Retten das Wasser“ nicht besser sein. Wenn man das so nennen will, ist die Dürre des Films doch das, was man im wahren Leben auch gerade erlebte. Die Ökobotschaft der irisch-spanisch-deutschen Produktion ist damit auf den Punkt.
Über den Film
Originaltitel
Arnie & Barney
Deutscher Titel
Arnie & Barney
Produktionsland
DE, IE, ES
Filmdauer
75 min
Produktionsjahr
2026
Produzent
Thorsten Wegener, Antoine Marbach
Regisseur
Sean Heuston
Verleih
Port au Prince Pictures GmbH
Starttermin
03.09.2026
Auf der Wiese, auf der die Ameisen leben, geht das Wasser plötzlich zur Neige. Die Ameisen Arnie und Barney ziehen los, um ihre Heimat vor dem Austrocknen zu bewahren. Aber die Suche wird für das tollpatschige Duo zu einer echten Herausforderung, da sie auch einer Spur folgen, die zu mysteriösen Eigenschaften einer Moskito-Lady führt. Aber die Zwei sind einfallsreicher, als gedacht und erhalten zudem auch noch Hilfe von einer Superheldenmücke. Können sie die große Dürre noch abwenden?
Mit den großen amerikanischen Produktionen von Pixar, DreamWorks, Sony und Co. kann „Arnie & Barney – Retten das Wasser“ nicht mithalten. Das gilt einerseits für die Animationen, die auf dem Niveau einer ordentlichen computeranimierten Fernsehserie sind, aber die Detailreiche großer US-Filme vermissen lassen, andererseits aber auch für die Geschichte selbst. Obwohl mit 75 Minuten kurz fühlt sich das Ganze langatmig an, zumindest für ein erwachsenes Publikum. Es gelingt dem Film nicht, ein Publikum jeden Alters abzuholen, dieser Film zielt wirklich ausschließlich auf eine kindliche Klientel.
Wohl auch deswegen hat man mit YouTube-Star LukasBS und TikTokerin Kauta Sprecher am Start, die eine gewisse Fangruppe haben. Nur: Schauspielerisch sind die zwei keine überragenden Leuchten, allerdings haben sie auch nicht viel, mit dem sich arbeiten lässt. Soll heißen: Die Dialoge sind funktionabel, aber nie besonders originell, geschweige denn pointiert. Sie plätschern, so wie das auch für den ganzen Film gilt.
Am Amüsantesten ist wohl noch, dass es den Schatten von Godzilla zu sehen gibt und Arnie und Barney auf die Biene Maja und ihren Freund Willie treffen. Aber das sind wirklich nur kleine Bonmots in einem ansonsten eher lahmen Film, der zudem das Problem hat, dass er sich ausgerechnet für Ameisen als Helden entscheiden musste. Das weckt unwillkürlich Erinnerungen an „Antz“ (hier gab es auch Soldaten-Ameisen mit Helmen) und „A Bug’s Life“, die beide schon, die beide schon fast 30 Jahre auf dem Buckel haben, aber doch in jeder Beziehung besser sind als die Kleinproduktion.
Peter Osteried







