„Für immer 16“ ist nur 73 Minuten lang und wirkt wie aus einer anderen Zeit. Dies ist ein Undergroundfilm, gedreht auf 8mm, gänzlich analog, ehrlich und direkt, aber so weit von modernem Kino entfernt, wie es nur geht. Musiker Brezel Göring hat den Film als Hommage an seine verstorbene Partnerin Françoise Cactus geschrieben, die bei der Berliner Kultband Stereo Total dabei war, deren Musik den Film untermalt.
Über den Film
Originaltitel
Für immer 16
Deutscher Titel
Für immer 16
Produktionsland
DEU
Filmdauer
73 min
Produktionsjahr
2026
Produzent
Stephan Holl, Antoinette Köster
Regisseur
Brezel Göring
Verleih
Verleih N.N.
Starttermin
27.08.2026
Charlotte hat es als Schauspielerin geschafft und lädt ihre alten Freunde Helena und Oskar zum gemeinsamen Urlaub ein. Anders als sie haben die Zwei seit ihren Undergroundtagen keinen Erfolg gehabt und sind verarmt. So brechen Neid und Eifersucht aus und eskalieren, als mit Rudolph ein Mann in ihr Leben trifft, mit dem jeder von ihnen eine Affäre hat. Sie beschließen, wie früher, einen Undergroundfilm zu drehen, über eine männermordende Serienkillerin namens Demenzia. Die Realität spiegelt die Kunst dann zum Teil wider, weil Rudolph ums Leben kommt …
„Für immer 16“ zelebriert das Jungsein, und meint dabei nicht nur das Alter an sich, sondern auch den Zustand im Kopf. Man kann altern, aber dennoch für immer 16 sein, aber auch das kommt mit einem ganz eigenen Arsenal an Problemen daher. Der Film macht es seinem Publikum aber nicht leicht. Er ist, das muss man schon betonen, einfach sehr speziell, was nicht nur daran liegt, dass die Klarheit der Dialoge, fast immer über der Stereo-Total-Musik laufend, ein krasser Kontrast zu den groben Bildern ist.
In die Kinos gebracht wird der Film von Rapid Eye Movies, die sich mehrheitlich für den asiatischen Film stark machen, aber ein Herz für schräges, ungewöhnliches, freches Kino haben. Darum war die Firma auch an der Produktion dieses eigentümlichen Films beteiligt. Ein Film, der sicher kein großes Publikum finden wird, aber in seiner unbekümmerten und freigeistigen Art durchaus faszinierend ist. Das Drehbuch für den Film im Film passt auf ein Stück Papier, und man hat das Gefühl, dass auch „Für immer 16“ nicht sehr viel stärker ausgearbeitet war. Vieles mutet improvisiert an, aber auch das macht den Reiz dieses Underground-Streifens auch.
Peter Osteried







