Kirsten Niehuus erhält Ehren-Gildepreis

Kirsten Niehuus, Präsidentin der Filmförderungsanstalt (FFA), wird mit dem Ehren-Gildepreis der AG Kino – Gilde ausgezeichnet. Überreicht wird die Auszeichnung im Rahmen der 49. Verleihung der Gilde-Filmpreise am 17. September 2026 auf der 26. Filmkunstmesse in Leipzig.

Christian Bräuer, Vorstandsvorsitzender der AG Kino – Gilde deutscher Filmkunsttheater:
„Für Kirsten Niehuus war das Kino nie bloß Wirtschaftsfaktor. Es war immer Kulturort, verankert in den Kiezen und Gemeinden, tragend für die Gemeinschaft, unverzichtbar für eine lebendige Gesellschaft. Aus dieser Überzeugung steht sie seit Jahrzehnten an der Seite der Kinos, die sich immer auf sie verlassen konnten, wenn es darauf ankam: Als die Digitalisierung eine ganze Branche vor den technischen Umbruch stellte, führte sie die Häuser sicher hindurch. Und als die Pandemie den Kinos die Luft abschnürte, reagierte sie schneller und entschlossener als andere: Mit unbürokratischer Hilfe setzte sie sich an die Spitze der Länderförderer und wurde zum Vorbild für das ganze Land. So hat sie Berlin-Brandenburg zu einem der stärksten und innovativsten Förderstandorte des Landes gemacht. Diese Haltung trägt sie heute an die Spitze der FFA. Dass sie unsere höchste Auszeichnung zu Beginn dieser Aufgabe erhält, ist Würdigung des Erreichten und Rückenwind für alles, was vor ihr liegt – und Anlass, ihr von Herzen für ihre unermüdliche Unterstützung zu danken.“

Den Ehren-Gildepreis vergibt die AG Kino- Gilde nicht jedes Jahr. Er würdigt Persönlichkeiten, die sich in besonderer Weise um die große Leinwand verdient gemacht haben: Menschen, die eng an der Seite der Arthouse-Kinos stehen und die Bedingungen schaffen, unter denen Filmkunst entsteht und ihr Publikum findet.

Kirsten Niehuus‘ Weg führte sie an den Ort zurück, an dem er begann: Ende der 1990er-Jahre war sie Justitiarin der FFA und von 1999 bis 2004 stellvertretendes Vorstandsmitglied. Von 2004 bis 2025 verantwortete sie als Geschäftsführerin die Filmförderung des Medienboards Berlin-Brandenburg. In dieser Zeit erhöhte sie die Mittel für die Kinos konsequent und nachhaltig. Seit Oktober 2025 steht sie nun an der Spitze der FFA – als erste Frau in deren Geschichte und mit dem Ziel, die Institution angesichts des tiefgreifenden Wandels der Branche weiter zu stärken, zu entbürokratisieren und damit zu einem schlagkräftigen, schnellen und effizienten Partner der Kino- und Filmwirtschaft zu machen.

Über den Gilde-Filmpreis:
Der Gilde-Filmpreis wird seit 1977 von den Kinobetreiberinnen und Kinobetreibern der AG Kino – Gilde an die besten Arthouse-Filme des Vorjahres vergeben. 2014 wurde er um den Ehren-Gildepreis ergänzt. Zu den bisherigen Preisträgerinnen und Preisträgern zählen Staatsminister a.D. Bernd Neumann (2014), Detlef Roßmann (2015), Adrian Kutter (2017), Dieter Kosslick (2019), Hermann Thieken (2021) und Sandra Hüller (2023).

Bild: Kirsten Niehuus, (c) FFA, Foto: Charles Yunck

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